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2. Bundesliga 2014/15

Spielbericht

33. Spieltag - Sonntag, 17.05.2015 - 15:30

FC Erzgebirge Aue - 1. FC Kaiserslautern 0:0 (0:0)

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Fabian Müller, Michael Fink, Stipe Vucur, Sebastian Hertner - Oliver Schröder, Clemens Fandrich, Patrick Schönfeld, Rico Benatelli - Stefan Mugosa, Bobby Wood; Trainer: Tomislav Stipic

Eingewechselt: 71. Romario Kortzorg für Stefan Mugosa

Kader: Sascha Kirschstein, Vladimir Rankovic, Thomas Paulus, René Klingbeil, Selcuk Alibaz, Mike Könnecke

1. FC Kaiserslautern: Tobias Sippel - Michael Schulze, Willi Orban, Tim Heubach, Chris Löwe - Alexander Ring, Markus Karl, Jean Zimmer, André Fomitschow - Simon Zoller, Philipp Hofmann; Trainer: Kosta Runjaic

Eingewechselt: 63. Erik Thommy für André Fomitschow, 72. Sebastian Jacob für Michael Schulze, 78. Kerem Demirbay für Simon Zoller

Kader: Marius Müller, Dominique Heintz, Ruben Jenssen, Manfred Osei Kwadwo

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Assistenten: Christian Leicher (Landshut), Markus Schüller (Korschenbroich)
Vierter Schiedsrichter: Steffen Mix (Abtswind)

Zuschauer: 15300 (ausverkauft) im Sparkassen-Erzgebirgsstadion

Gelbe Karte: Rico Benatelli (7.), Sebastian Hertner (2.), Romario Kortzorg (7.) / Chris Löwe, Willi Orban, Markus Karl, Alexander Ring

 
1 Sippel
4 Orban   3 Heubach
      7 Schulze 31 Löwe      
     
6 Ring   37 Karl
 39 Zimmer   17 Fomitschow 
     
10 Hofmann   9 Zoller
     
   
 

Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Wood vergibt Großchance kurz vor dem Ende - Remis ist zu wenig für Aue und den FCK
Der 1. FC Kaiserslautern hat die große Chance vergeben, den Ausrutscher des SV Darmstadt auszunutzen. Letztlich erspielten sich die Pfälzer zu wenige gute Torgelegenheiten, um sich drei Punkte zu verdienen. Im Gegenteil: Bei besserer Chancenverwertung hätten auch die Hausherren als Sieger vom Platz gehen können. Beide Teams rutschten in der Tabelle einen Platz ab und drohen, ihre Saisonziele zu verpassen. Aues Trainer Tomislav Stipic setzte auf die Elf, die zuletzt den 2:1-Sieg bei Union Berlin eingefahren hatte. Auf der Gegenseite rotierte Kaiserslauterns Coach Kosta Runjaic im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen den FC St. Pauli mächtig durch: Sippel kehrte für Müller zurück ins Tor, außerdem begannen Heubach, Fomitschow und Hofmann für Heintz, Demirbay (beide auf der Bank) und Matmour (Muskelfaserriss). Für beide Mannschaften stand einiges auf dem Spiel: Für die angestrebten Saisonziele Klassenerhalt beziehungsweise Aufstieg musste auf beiden Seiten ein Sieg her. Dementsprechend war den Teams das Bemühen anzusehen, möglichst keinen frühen Fehler zu begehen. Aue zog das gewohnt gepflegte Kurzpassspiel auf und kombinierte sich durchaus ansehnlich nach vorne, blieb aber meist an der FCK-Defensive hängen. Ausnahme: Die siebte Minute. Nachdem Kaiserslauterns Schulze den Ball aus kürzester Distanz ins Gesicht bekommen hatte, entschied Schiedsrichter Peter Sippel auf Elfmeter für Aue. Es hagelte zu Recht großen Protest der Pfälzer, in der Folge besprach sich Sippel mit seinem Gespann und nahm die Entscheidung wieder zurück - die einzig richtige Konsequenz. Die Szene erhitzte die Gemüter, die Intensität in den Zweikämpfen nahm zu. Die taktische Disziplin stand über allem, Gelbe Karten nach taktischen Fouls waren die Folge. Daran lag es auch, dass die Partie in Sachen Torchancen wenig zu bieten hatte. Abschlüsse von Karl (15.), Zoller (24.) und Ring (25.) generierten keine Torgefahr. Auf der Gegenseite waren die Hausherren bestens im Spiel, verpassten es aber ihrerseits, Sippel einen Leistungsnachweis abzuverlangen. Es dauerte eine ganze halbe Stunde, bis einer der Keeper sich strecken musste: Männel riss nach einem Freistoß-Kracher von Löwe die Fäuste hoch, Orban vergab den Nachschuss (31.). Aus dem Spiel heraus taten sich die Gäste schwer, beide Defensivreihen agierten umsichtig und gaben sich keine Blöße. Auch die Hausherren kamen meist nicht durch, wurden aber gegen Ende des ersten Durchgangs besser. Erst wurde Benatelli im Strafraum von Ring geblockt (38.), dann tauchte Sippel ab und parierte den Schuss des Mittelfeldspielers aus 16 Metern sehenswert (39.). Von diesen beiden Aktionen und der Anfeuerung der eigenen Fans motiviert, drängten die "Veilchen" die "Roten Teufel" in deren Hälfte und zogen ein Powerplay auf. Der FCK schwamm, ging aber nicht unter. Woods Querpass fand keinen Abnehmer im Zentrum, dann durften die Pfälzer durchatmen: Pause.
Die Gäste kamen verbessert aus der Kabine, nach fünf druckvollen Minuten hielten sich die Kräfteverhältnisse jedoch wieder die Waage. Der FCK musste sich darum sorgen, nicht nur am SV Darmstadt dranzubleiben, sondern auch den Karlsruher SC auf Distanz zu halten. Die nächsten Torszenen gehörten aber den Hausherren, bei denen Wood (51.) und Mugosa (53.) aus aussichtsreichen Positionen das Tor nicht trafen. Mit Thommy brachte Runjaic frisches Offensivpersonal ins Spiel, und der Joker führte sich prächtig ein: Seine Vorlage nutzte Karl zum 25-Meter-Schuss, den Männel entschärfen konnte (64.). Dass auf ihn Verlass ist, zeigte der Schlussmann auch zwei Zeigerumdrehungen später, als er Zollers Kopfball über den Querbalken lenkte (66.). Kaiserslautern lief die Zeit davon, und den Pfälzern fiel nicht viel ein. Die Begegnung trudelte ihrer Schlussphase entgegen, einzig Gelbe Karten und personelle Wechsel waren zu verzeichnen. Alles schien auf das 0:0 hinauszulaufen, als sich Aue der Matchball bot: Wood stürmte alleine auf Sippel zu, der im direkten Duell die Nerven behielt (84.). Die Hausherren schöpften noch einmal Hoffnung, der eingewechselte Kortzorg scheiterte aber ebenso am starken Lauterer Keeper (88.). Kurz darauf war Schluss, gerade aufgrund der vergebenen Chancen zum Ende hin dürfte sich der Punkt für Aue anfühlen wie eine Niederlage. Die Sachsen rutschen auf den vorletzten Platz ab, Kaiserslautern auf den vierten. Einziger Trost für beide Vereine: Am letzten Spieltag können die Verhältnisse immer noch umgebogen werden - wenn auch nicht aus eigener Kraft. Aue braucht am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) einen Sieg beim 1. FC Heidenheim, Kaiserslautern muss gleichzeitig gegen Erstliga-Aufsteiger FC Ingolstadt gewinnen. (kicker)
weitere Spielberichte Heimmannschaft Spieldaten Gastmannschaft
FCE Homepage 26.32 Durchschnittsalter 24.23
FCK Homepage 10 Torchancen 17
Block-A 5 Gehaltene Bälle 4
MDR 45.14% Ballbesitz 54.86%
  74.18% (227) Angek. Pässe 77.49% (334)
  25.82% (79) Fehlpässe 22.51% (97)
  50.44% (115) Gew. Zweikämpfe 49.56% (113)
  2 Ecken 6
  4 Abseits 0
  16 Verübte Fouls 18
  18 Gefoult worden 16
  3 Gelbe Karten 4
  0 Gelb-Rote Karten 0
  0 Rote Karten 0