Eingewechselt: 46. Sean Dulic für Florian Bähr, 70. David Philipp für Fabian Schubert, 83. Patrick Hobsch für Julian Guttau, 90. Raphael Ott für Tunay Deniz
Kader: René Vollath, Clemens Lippmann, Marlon Frey, Mike Gevorgyan, Tim Kloss
Schiedsrichter: Marc Philip Eckermann (Winnenden) Assistenten: Tim Waldinger (Marburg), Marcel Krauß (Fladungen) Vierter Offizieller: Simon Schreiner (Pfarrkirchen)
Spielbericht: Ex-Löwe Bär vergibt Elfmeter, führt Aue aber zum Sieg - Stürmer versenkt Nachschuss gegen 1860
Der FC Erzgebirge Aue verabschiedet sich mit einem Heimsieg in die Weihnachtspause. Spät sorgte Marcel Bär mit einem kuriosen Doppelpack für strahlende Gesichter beim FCE gegen seinen Ex-Klub TSV 1860 München. Am vergangenen Wochenende zeigten sich weder die Defensivreihe des FC Erzgebirge Aue noch die des TSV 1860 München sattelfest: Beide kassierten vier Gegentore. Doch während die Auer ihrerseits sechs Treffer erzielten und einen spektakuläres 6:4 in Sandhausen feierten, unterlagen die Löwen zuhause mit 0:4 gegen den SC Verl. Den unterschiedlichen Ergebnissen entsprechend verzichtete Aue-Interimstrainer Jörg Emmerich auf personelle Veränderungen. Sein Gegenüber Argirios Giannikis hingegen nahm vier Wechsel vor: Bähr, Reich, Wolfram und Schubert begannen für den rotgesperrten Kozuki, Dulic, Frey und Hobsch, die auf der Bank Platz nahmen.
Die eingespielten Hausherren erwischten den besseren Start und kamen insbesondere über den agilen Sijaric, Dreierpacker vom vergangenen Wochenende, mehrmals gefährlich vor das Tor. Früh sollte sich Aue für den Start belohnen, Ex-Löwe Jakob drückte eine Sijaric-Hereingabe über die Linie (7.), ehe der Torschütze in einer nahezu identischen Situation nur knapp eine Minute später den Doppelschlag hauchdünn verpasste (8.). Der FCE blieb aber zunächst die bessere Mannschaft, die Löwen konnten erst nach knapp einer Viertelstunde eine längere Ballbesitzphase verbuchen. Gefährlich wurden die Gäste erst nach 33 Minuten, als Guttau einen Stellungsfehler Nkansahs aber nicht zum Ausgleich nutzen konnte. Das 1:1 sollte sieben Minuten später fallen - und für eine turbulente Schlussphase vor der Pause sorgen. Wolfram schob nach starker Einzelleistung Schröters und zwei Patzern in der Aue-Abwehr ein (40.), kurz darauf ging Taschchy auf der Gegenseite an der Strafraumkante zu Boden, es gab aber Freistoß statt Elfmeter (41.), der nichts einbrachte. Wolfram verpasste nun im Gegenzug die Führung für 1860 (44.), ehe Männel vor Guttau entschärfte (45. +1).
In der anschließenden Pause nahm Giannikis einen Wechsel vor und brachte den jungen Dulic für den indisponierten Bähr. Für die gefährlichen Momente der Löwen sorgte aber Deniz, der sich erst an einer direkten Ecke versuchte (52.) und später mit einer gefährlichen Freistoßflanke für das nächste Highlight sorgte (69.). In der Zwischenzeit hatte Fallmann nach einer Finte für die beste Auer Chance gesorgt, doch auch hier verpasste Jakob aus spitzem Winkel sein zweites Tor (62.). Es deutete nun alles auf eine Punkteteilung hin, doch spät sollte das Spiel doch noch eine entscheidende Wendung nehmen: Weil Kwadwo seinen Gegenspieler Bär im eigenen Strafraum per Foul stoppte, gab es Elfmeter für die Gastgeber (87.). Der gefoulte Ex-Löwe trat selbst an und scheiterte an Hiller. Bär setzte aber nach und köpfte den Nachschuss in die Maschen (88.) - zwei Minuten später veredelte er per Lupfer einen Konter zur Entscheidung (90.). Die Auer, die sich mit zwei Siegen zum Jahresende in den Weihnachtsurlaub verabschieden, gastieren zum Auftakt der Rückrunde bei Hannover II (Freitag, 17. Januar, 19.00 Uhr). Für die Löwen, die obendrein um den in der Nachspielzeit umgeknickten Reinthaler bangen, steht einen Tag später ein Auswärtsspiel in Saarbrücken an (14 Uhr). (kicker)