Dynamo Dresden: Tim Schreiber - Claudio Kammerknecht, Andi Hoti, David Kubatta, Philip Heise - Aljaz Casar, Niklas Hauptmann, Tony Menzel - Jakob Lemmer, Christoph Daferner, Dominik Kother; Trainer: Thomas Stamm
Eingewechselt: 59. Lukas Boeder für Andi Hoti, 73. Stefan Kutschke für Christoph Daferner, 73. Mika Baur für Dominik Kother, 73. Jonas Sterner für Claudio Kammerknecht, 87. Lars Bünning für Tony Menzel
Kader: Daniel Mesenhöler, Jan-Hendrik Marx, Sascha Risch, Robin Meißner
Spielbericht: Kother serviert und vollstreckt: Dynamo gewinnt Sachsenderby vor 31.858 Zuschauern
In einem stimmungsgeladenen Sachsenderby konnte Dynamo Dresden den ersten Sieg im neuen Jahr feiern. Gegen den FC Erzgebirge Aue gewann die SGD dank Dominik Kother mit 2:1 und zog in der Tabelle mit Spitzenreiter Energie Cottbus gleich. Dynamo Dresden verlor aufgrund eines durchwachsenen Starts ins neue Jahr zuletzt die Tabellenführung und büßte obendrein den Puffer auf die Verfolger ein. Um keine bösen Erinnerungen an die Vorsaison wachwerden zu lassen, als die SGD in der Rückrunde beispiellos den Aufstieg verspielte, sollte ein Ausrufezeichen im Sachsenderby her. Der Start gegen den FC Erzgebirge Aue verlief dabei nach Maß. Thomas Stamm hatte nach dem 1:1 im Spitzenspiel bei Energie Cottbus vierfach gewechselt und für Boeder, Risch, Baur und Kutschke das Quartett bestehend Hoti, Heise, Menzel und den zuletzt gelbgesperrten Daferner gebracht.
Ebenjener Daferner war es, der bereits in der zweiten Minute nach schnellem Umschalten den Ball an Gegenspieler Vukancic vorbeilegte und FCE-Keeper Männel zur frühen Führung überwand. Die Gäste - nach dem 0:0 zu Hause gegen Osnabrück von Trainer Jens Härtel mit zwei Veränderungen (Pepic und Fallmann für Clausen und Bornschein) sowie Neuzugang Schmid auf der Bank in die Partie geschickt - benötigten einen Moment, um ins Spiel zu finden. Es waren Angriffe über die linke Seite und Rosenlöcher, die für Annäherungen sorgen sollten. Gefährlich wurde es aber erst durch die Mitte - Ausgleich inklusive. Majetschak hob den Ball nach 13 Minuten in den Lauf Sijarics, dem SGD-Keeper Schreiber mit einem schlecht getimten Ausflug aus seinem Strafraum für einen sehenswerten Lupfer ins verwaiste Tor öffnete. War das Sachsenderby anfangs äußerst fair geblieben, häuften sich fortan die Nickligkeiten, die auch in ersten Verwarnungen mündeten. Turbulent wurde es spätestens, als die Dresdner einen Elfmeter zugesprochen bekamen. Vukancic war ein Daferner-Schuss an den Arm gesprungen, der Dresdner Stürmer scheiterte nach längeren Diskussionen vom Punkt aber am glänzend aufgelegten Männel, der auch Menzels Nachschuss zu parieren wusste (32.).
Die über weite Strecken chancenarme Partie nahm im zweiten Durchgang zunehmend Fahrt auf. Zunächst waren die Dresdner besser, verpassten dies aber durch Kother (57.) in die Führung umzumünzen. Als dann Aue endlich in den zweiten Durchgang zu finden schien und bei Bärs Schuss aus der Drehung nur die Querlatte der Auer Führung im Weg stand (60.), brachen die Gastgeber den Bann. Einen blitzsauberen Konter über die rechte Seite veredelte Neuzugang Kother, der schon das 1:0 serviert hatte, per platziertem Flachschuss ins rechte untere Eck (64.). Beim Großteil der 31.858 Zuschauer im Rudolf-Harbig-Stadion brachen nun alle Dämme. Aue gab sich nicht geschlagen, setzte aber zu wenige Akzente. Sijaric fehlte aus der Distanz nicht viel (76.), davon abgesehen gelang es Dynamo gut, den Ball vom Tor wegzuhalten. Erst in der vierminütigen Nachspielzeit wurde es noch einmal eng, als Lemmer die Entscheidung per Pfostenschuss verpasste, Fabisch dies mit einem Distanzschuss aber nicht zu bestrafen wusste. Somit blieb es beim Heimsieg der Dresdner, die damit mit Spitzenreiter Cottbus nach Punkten gleichzogen und dem Gastspiel beim VfB Stuttgart II am Samstag (14 Uhr) positiv entgegenblicken dürfen. Aue, unter Neu-Coach Härtel weiterhin sieglos, empfängt zeitgleich Alemannia Aachen.
(kicker)