SpVgg Unterhaching: Kai Eisele - Markus Schwabl, Tim Knipping, Timon Obermeier, Maximilian Hennig - Manuel Stiefler, Dennis Waidner, Simon Skarlatidis, Leander Popp - Fabio Torsiello, Luc Ihorst; Trainer: Heiko Herrlich
Eingewechselt: 46. Lenn Jastremski für Leander Popp, 68. Johannes Geis für Simon Skarlatidis, 77. Julian Kügel für Luc Ihorst, 87. Max Lamby für Maximilian Hennig
Kader: Konstantin Heide, Andy Breuer, Robin Littig, Ben Schlicke, Thomas Winklbauer
Spielbericht: Matchwinner Stefaniak: Härtel feiert ersten Sieg mit Aue - Unterhaching offensiv harmlos
Im sechsten Anlauf gelang Trainer Jens Härtel mit Erzgebirge Aue der erste Erfolg. Gegen offensiv nur selten gefährliche Unterhachinger reichte den Veilchen ein Treffer von Stefaniak, die den Vorsprung anschließend glanzlos über die Zeit brachten. Aue-Trainer Jens Härtel, der immer noch auf seinen ersten Sieg mit den Veilchen wartete, nahm nach der 1:2-Niederlage in Bielefeld zwei Wechsel vor: Verletzungsbedingt fiel Innenverteidiger Vukancic (Bänderdehnung im linken Knie und Fuß) aus, der durch Hoffmann vertreten wurde. Außerdem verdrängte Clausen Sijaric auf die Bank. Auf der anderen Seite tauschte Unterhaching-Coach Heiko Herrlich im Vergleich zum 2:0-Heimerfolg gegen Saarbrücken, seinem ersten Dreier mit der Spielvereinigung, auf einer Position. Obermeier rückte für Littig in die Startelf.
Beide Mannschaften hatten in den ersten Minuten bereits früh Großchancen zu verzeichnen: Der agile Torsiello brachte aus spitzem Winkel die Kugel nicht auf das Tor (7.), bevor er kurz darauf an Männel scheiterte (10.). Direkt im Gegenzug klärt Knipping Bärs Kopfball auf der Linie (10.). Danach flachte die Partie spürbar ab und konnte nur selten mit nennenswerten Aktionen aufwarten. Nach einer halben Stunde köpfte Tashchy nur knapp drüber (30.). Doch zu diesem Zeitpunkt waren die Veilchen die klar spielbestimmende Mannschaft und näherte sich wenige Minuten später weiter an: Eisele lenkte einen Schuss von Bär noch um den linken Pfosten (36.). In Folge der anschließenden Ecke bot sich Stefaniak die Chance auf die Führung, der aber auch an Unterhachings Keeper scheiterte (37.). Kurz darauf machte es der Auer aber besser und schob nach einer starken Einzelaktion von Pepic, der auf dem rechten Flügel durchbrach, zum 1:0 ein (38.). Bis zum Pausenpfiff wurde es nicht mehr gefährlich, sodass nach dem ersten Durchgang ein knapper, aber verdienter Vorsprung zu Buche stand.
Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern im Erzgebirgsstadion das gewohnte Bild: Aue kontrollierte die Partie, spielten sich aber nur selten gefährliche Möglichkeiten heraus. Eisele klärte vor dem einschussbereiten Bär (67.), kurz darauf verpasste Stefaniak den Doppelpack. Der Torschütze zum 1:0 traf lediglich das Außennetzt (70.). Nach einigen Wechseln änderten sich die Spielvorteile, die fortan leicht auf Seiten der Gäste lagen. Die ließen aber wie schon zuvor die offensive Durchschlagskraft vermissen. Aues Defensive stand sicher und hatte kaum Mühe, die Aktionen der Spielvereinigung zu verteidigen, die im letzten Drittel zu oft die falsche Entscheidung trafen. Als das Spiel in der Nachspielzeit seinem Ende entgegentrudelte, traf dann Kügel noch zum Ausgleich, doch der Jubel währte nur kurz, der Angreifer stand deutlich im Abseits (90.+3). So brachte Aue die selten gefährdete Führung glanzlos über die Zeit. Aue, wo sich Trainer Härtel im sechsten Spiel über den ersten Dreier freuen darf, trifft am kommenden Samstag (14 Uhr) auswärts auf Wiesbaden. Unterhaching, das abgeschlagenes Schlusslicht der Liga bleibt, empfängt am Tag darauf Hansa Rostock (16.30 Uhr). (kicker)