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3. Liga 2025/26

Spielbericht

35. Spieltag - Samstag, 25.04.2026 - 14:00

FC Erzgebirge Aue - Wehen Wiesbaden 2:2 (1:1)

FC Erzgebirge Aue: Louis Lord - Anthony Barylla, Ryan Malone, Tristan Zobel, Jamilu Collins - Erik Majetschak, Jonah Fabisch, Maximilian Schmid, Erik Weinhauer - Ricky Bornschein, Marcel Bär; Trainer: Khvicha Shubitidze

Eingewechselt: 61. Moritz Seiffert für Anthony Barylla, 61. Julian Günther-Schmidt für Marcel Bär, 76. Eric Uhlmann für Erik Majetschak, 83. Vincent Ocansey für Maximilian Schmid

Kader: Martin Männel, Julian Guttau

Wehen Wiesbaden: Florian Stritzel - Tim Neubert, Jordy Gillekens, Justin Janitzek - Sascha Mockenhaupt, Niklas May, Tarik Gözüsirin, Donny Bogicevic - Moritz Flotho, Robin Kalem, Fatih Kaya; Trainer: Daniel Scherning

Eingewechselt: 46. Ben Nink für Sascha Mockenhaupt, 65. Lukas Schleimer für Robin Kalem, 65. Jakob Lewald für Tim Neubert, 73. Fabian Greilinger für Fatih Kaya, 82. Nikolas Agrafiotis für Donny Bogicevic

Kader: Noah Brdar, Milad Nejad, David Suarez, Simon Stehle

Tore: 0:1 Moritz Flotho (Rechtsschuß, 23. / Sascha Mockenhaupt); 1:1 Tristan Zobel (Linksschuß, 27.); 1:2 Tarik Gözüsirin (Rechtsschuß, 78.); 2:2 Moritz Seiffert (Linksschuß, 85. / Jamilu Collins)

Schiedsrichter: Davina Lutz (Schweinfurt)
Assistenten: David Kern (Röthlein), Luca Schultze (München)
Vierter Offizieller: Benjamin Strebinger (Erfurt)

Zuschauer: 5630 im Erzgebirgsstadion

Gelbe Karte: - / Tim Neubert

Gelb/Rote Karte: - / Niklas May (69.)

 
16 Stritzel
24 Neubert 27 Gillekens 15 Janitzek
     
    4 Mockenhaupt   5 May    
8 Bogicevic   11 Gözüsirin
     
28 Flotho   10 Kalem
29 Kaya
     
     
 

News - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Trotz Überzahl gegen Wiesbaden: Aue steigt in die Regionalliga ab
Erstmals in der 80-jährigen Vereinsgeschichte steigt der FC Erzgebirge Aue in die Viertklassigkeit ab. Im Heimspiel gegen Wiesbaden liefen die Veilchen zweimal einem Rückstand hinterher. Das 2:2 reichte am Ende nicht, um den Abstieg noch aufzuschieben. Ein Sieg war Pflicht, wollte Aue zumindest die rechnerische Chance auf den Klassenerhalt bewahren. Das Interimsgespann aus Khvicha Shubitidze und Enrico Kern nahm im Vergleich zum 2:2 bei Stuttgart II fünf Veränderungen vor: Lord verdrängte mal wieder Männel zwischen den Pfosten, Collins kehrte nach Rotsperre für Seiffert (Bank) in die Startelf zurück. Außerdem spielten Fabisch, Schmid und Bornschein für Günther-Schmidt, Guttau (beide Bank) und Ehlers (wie Stefaniak und Clausen angeschlagen nicht im Kader). Auf der Gegenseite rotierte Wiesbadens Trainer Daniel Scherning nach dem 3:3 gegen Waldhof Mannheim zweimal: Stritzel hütete anstelle von Brdar das Tor, Kalem rotierte für den angeschlagenen Johansson in die Startelf.
Die Partie begann schwungvoll mit je einer Chance auf beiden Seiten: Erst köpfte Schmid, behindert vom eigenen Mann, aus guter Position deutlich vorbei (1.), auf der Gegenseite zielte Kalem genau auf Lord (3.). Doch schnell beruhigte Wiesbaden das Geschehen und übernahm das Kommando. Mockenhaupt vergab aus drei Metern vor dem leeren Tor noch kläglich (6.), sodass die Gäste erst in der 24. Minute zur verdienten Führung kamen: Mockenhaupt legte toll vor für Flotho, der nur noch einschieben musste. Statt zu resignieren, drehte Aue nach dem Gegentreffer erstmals auf. Beflügelt vom schnellen Ausgleich - Zobel traf nach unfreiwilliger Vorlage von Flotho aus spitzem Winkel zum 1:1 (27.). - übernahmen die Veilchen die Spielkontrolle und agierten deutlich mutiger. Wirklich zwingend wurde es vor dem Tor aber zu selten: Malone erwischte eine scharf getretene Ecke nicht richtig (30.), aus spitzem Winkel scheiterte Weinhauer an Stritzel (37.), ehe Sekunden vor der Pause Collins einen Freistoß Zentimeter über die Latte zirkelte. So ging es mit dem 1:1 in die Kabinen, Aue war zur Pause rechnerisch abgestiegen.
Aue war nach dem Seitenwechsel also gefordert, doch die erste Chance des zweiten Durchgangs gehörte den Gästen, einen Schuss von Bogicevic lenkte Lord mit den Fingerspitzen über die Latte (47.). Es dauerte dagegen etwas, bis Aue wieder ins Spiel fand. Zobel hatte auf einmal die Führung auf dem Fuß, trat alleine vor Stritzel aber erst über den Ball und traf im zweiten Versuch nur das Außennetz (54.). Kurz darauf rauschte Fabischs Schuss knapp vorbei (60.). Die Veilchen durften in der Schlussphase neue Hoffnung schöpfen, nachdem sich Wiesbadens May binnen zwei Minuten die Ampelkarte eingehandelt hatte (69.). In Überzahl konnte Aue jedoch keinen Druck entfachen, vielmehr übernahm wieder Wiesbaden - und plötzlich lag der Ball im Tor. Lord war unter einer Ecke von Gözüsirin hindurchgetaucht, der Ball drehte sich an allen vorbei ins Eck (78.). Mit dem Mut der Verzweiflung warf Aue nochmal alles nach vorne und wurde tatsächlich belohnt. Auf Vorlage von Collins traf der eingewechselte Seiffert zum erneuten Ausgleich (85.), nur zwei Minuten später knallte Fabisch den Ball aus dem Rückraum an die Latte (87.). Doch das Aufbäumen kam zu spät, um das Spiel noch zu drehen. Wiesbaden hatte sogar durch Flotho (90.) und Lewald (90.+1) die Chance auf die abermalige Führung, gegen letzteren verhinderte Lord den Einschlag mit einer Glanzparade. Damit war der erstmalige Abstieg in die Viertklassigkeit in 80 Jahren Vereinsgeschichte besiegelt, Aue wird in der kommenden Saison in der Regionalliga Nordost spielen. Immerhin lebt nach dem 2:0 in Chemnitz im Landespokal-Halbfinale der Traum vom DFB-Pokal weiter, der den Veilchen wichtige Einnahmen bescheren könnte. Das Spiel am kommenden Sonntag beim FC Ingolstadt hat damit sportlich keine Bedeutung mehr. Ebenfalls am Sonntag ist Wiesbaden zuhause gegen Spitzenreiter Osnabrück gefordert. (kicker)
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