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Sachsen-Pokal 2025/26

Spielbericht

Halbfinale - Mittwoch, 22.04.2026 - 20:30

Chemnitzer FC - FC Erzgebirge Aue 0:2 (0:0)


Chemnitzer FC: Daniel Adamczyk - Johannes Pistol, Dario Gebuhr, Felix Müller, Niclas Walther - Tom Baumgart, Roman Eppendorfer, Tobias Stockinger - Maurizio Grimaldi, Dejan Bozic, Domenico Alberico; Trainer: Benjamin Duda

Eingewechselt: 61. Martial Ekui für Maurizio Grimaldi, 79. Jonas Marx für Domenico Alberico, 83. Leon Damer für Niclas Walther

Kader: David Wunsch, Julius Bochmann, Georg Hempel, Artur Mergel

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Anthony Barylla, Ryan Malone, Tristan Zobel, Moritz Seiffert - Erik Majetschak, Jonah Fabisch, Julian Guttau, Julian Günther-Schmidt, Erik Weinhauer - Marcel Bär; Trainer: Khvicha Shubitidze

Eingewechselt: 69. Mika Clausen für Erik Weinhauer, 69. Jannic Ehlers für Julian Guttau, 75. Ricky Bornschein für Julian Günther-Schmidt, 82. Jamilu Collins für Moritz Seiffert, 82. Luan Simnica für Erik Majetschak

Kader: Louis Lord, Eric Uhlmann

Tore: 0:1 Marcel Bär (Linksschuß, 71. / Jannic Ehlers); 0:2 Marcel Bär (Rechtsschuß, 90+2. / Luan Simnica)

Schiedsrichter: Christopher Gaunitz (Leipzig)
Assistenten: Benjamin Seidel, Fabien Schlecht
4. Offizieller: Philipp Jacob

Zuschauer: 14658 (ausverkauft) im Stadion an der Gellerstraße

Gelbe Karte: Tom Baumgart / Julian Günther-Schmidt

Gelb/Rote Karte: - / Jonah Fabisch (90+3.)

Spielberichte:
FC Erzgebirge Aue kämpft Chemnitzer FC im Halbfinale des Fußball-Sachsenpokals nieder
Es war ein hartes Stück Arbeit, das die Fußballer des Noch-Drittligisten FC Erzgebirge Aue am Mittwochabend im Sachsenpokal zu verrichten hatten. Regionalligist Chemnitzer FC verlangte den Gästen im mit 14658 Zuschauern ausverkauften Stadion an der Gellertstraße alles ab. In einem Spiel auf Augenhöhe mit insgesamt recht wenigen klaren Torchancen setzte der FCE in der 71. Minute den entscheidenden Stich, als ein langer Befreiungsschlag von Moritz Seiffert aus der eigenen Hälfte beim eingewechselten Jannic Ehlers landete. Der zog energisch in den CFC-Strafraum und scheiterte mit seinem Schuss aus spitzem Winkel am gegnerischen Keeper Daniel Adamczyk. Mit etwas Glück drückte jedoch Marcel Bär den Ball zum entscheidenden 1:0 für Aue über die Linie. In der Nachspielzeit machte Bär mit seinem Treffer zum 2:0 den Auswärtssieg endgültig perfekt. Im Finale am 23. Mai treten die Auer beim Regionalligisten FSV Zwickau an, der tags zuvor mit einem 2:0-Sieg bei der BSG Stahl Riesa ins Endspiel einzog. Personell wurden beim Chemnitzer FC rechtzeitig zum Derby Toptorjäger Dejan Bozic und Flügelstürmer Maurizio Grimaldi wieder fit, die zuletzt mehrere Spiele angeschlagen verpasst hatten. Beide standen direkt in der Startelf. Gegenüber dem jüngsten 2:1-Auswärtssieg in der Regionalliga bei Hertha Zehlendorf in Berlin mussten dafür Jonas Marx (Bank) und Aaron Mensah (nicht im Kader) weichen. FCE-Coach Khvicha Shubitidze nahm gegenüber dem 2:2 vom vergangenen Sonntag gegen den VfB Stuttgart II einen Wechsel vor: Jonah Fabisch verdrängte Jannic Ehlers auf die Bank. In Hälfte eins entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Der Regionalligist aus Chemnitz versteckte sich keineswegs. Beide Teams suchten den Weg nach vorn. Da beide Mannschaften aber auch aufmerksam und leidenschaftlich verteidigten, gab es kaum klare Chancen. Die besseren Möglichkeiten erspielten sich die Gäste aus dem Erzgebirge. So schoss Erik Weinhauer aus aussichtsreicher Position zentral vor dem Strafraum zu hoch (32.), während Marcel Bär aus spitzem Winkel genau in die Arme von CFC-Keeper Daniel Adamczyk abschloss (38.). Ihre ersten ganz gefährlichen Torschuss gaben die Chemnitzer erst nach der Pause ab, in der beide Trainer auf Wechsel verzichteten. Zunächst testete Domenico Alberico die Konzentration von FCE-Torwart Martin Männel, als er eine Ecke direkt aufs kurze Eck zirkelte. Doch der Schlussmann faustete den Ball weg (52.). Direkt danach eroberte CFC-Verteidiger Dario Gebuhr den Ball und bediente Dejan Bozic, der zentral im Strafraum im Fallen allerdings links neben das Tor zielte. Die Chemnitzer boten den Gästen weiter die Stirn - selbst nach dem eingangs geschilderten Auer Führungstreffer von Bär. Doch mögliche Chancen zum Ausgleich - unter anderem von Tobias Stockinger (78.) - blieben ungenutzt. In der Nachspielzeit flog noch FCE-Spieler Jonah Fabisch mit Gelb-Rot vom Platz. Für den Chemnitzer FC geht es am Sonntag ab 14 Uhr in der Regionalliga mit einem Heimspiel gegen den ZFC Meuselwitz weiter. Bereits einen Tag zuvor empfängt der FC Erzgebirge Aue in der 3. Liga ab 14 Uhr den SV Wehen Wiesbaden.
Bericht von Freie Presse.de

Derbysieg dank Doppelpacker Bär: Aue zieht ins Sachsenpokalfinale ein
In der 3. Liga sieht es für Erzgebirge Aue bei schon zwölf Punkten Rückstand aufs rettende Ufer zappenduster aus, dafür feierten die Veilchen nun aber ein Erfolgserlebnis im Sachsenpokal - und erreichten dank eines 2:0-Sieges beim CFC das Finale. Im "eins-Stadion an der Gellertstraße" hieß es am Mittwoch wieder "ausverkauft", schließlich reiste Erzgebirge Aue zum Halbfinale des Sachsenpokals in Chemnitz an. Da sich die Fan-Gruppierungen nicht unbedingt gut leiden können und es in der Vergangenheit bei Aufeinandertreffen Krawalle gegeben hatte, war es ein Hochsicherheitsspiel und die Polizei entsprechend auf der Hut. Auf der Hut waren in Hälfte eins auch die zwei Mannschaften auf dem Feld. Denn sportlich entwickelte sich ein Spiel, das relativ ausgeglichen, aber nicht gerade reich an Chancen war. Aue strahlte aber mehr Torgefahr aus, so verpassten es Erik Weinhauer und Julian Guttau aus vielversprechenden Umschaltmomenten Kapital zu schlagen. "Die Saison ist brutal enttäuschend", sagte Marvin Stefaniak in der Halbzeitpause am ARD-Mikrofon und meinte, dass das zusätzliche Motivation gebe, um im Sachsenpokal erfolgreich zu sein. Der Pokalsieg sei das Ziel - und nach dem Seitenwechsel machten die Auer den nächsten Schritt dahin. Hauptsächlich verantwortlich dafür war Marcel Bär. Dario Gebuhr verschätzte sich bei einem Konter an der Außenlinie, sodass Jannic Ehlers auf einmal freie Bahn und dann auch noch das Auge für Bär hatte, der am zweiten Pfosten nur noch ins leere Tor schieben musste (71.). Das 1:0 hielt dann auch bis in die Schlussphase, in der der CFC, mit zwölf Titeln zugleich sächsischer Rekord-Pokalsieger, naturgemäß mehr riskierte, öffnete und ausgekontert wurde: Bei einer Vier-gegen-eins-Situation war es wieder Bär, der eiskalt zum 2:0 vollstreckte und die Veilchen so ins Pokalfinale führte. Dort geht es für die Erzgebirger, die in der Geschichte diesen Wettbewerb auch schon viermal gewonnen haben, am 23. Mai in Zwickau nun beim FSV um Alles oder Nichts. Zunächst ist aber bei beiden Teams Liga-Alltag angesagt: Chemnitz empfängt in der Regionalliga Nordost am Sonntag den ZFC Meuselwitz, Aue wird tags zuvor zu Hause gegen Wehen Wiesbaden den nächsten Versuch unternehmen, den ersten Ligasieg der Rückrunde einzufahren.
Bericht von kicker.de