FSV Zwickau: Lucas Hiemann - Kilian Senkbeil, Oliver Fobassam, Sonny Ziemer, Sandro Sengersdorf - Daniel Haubner, Andrey Startsev, Luca Prasse, Lukas Eixler, Veron Dobruna - Lucas Albert; Trainer: Rico Schmitt
Eingewechselt: 54. Cemal Sezer für Lukas Eixler, 66. Lennert Möbius für Lucas Albert, 66. Theo Martens für Luca Prasse, 77. Marc-Philipp Zimmermann für Kilian Senkbeil, 86. Nick Breitenbücher für Veron Dobruna
Kader: Jasper Kühn, Jonas Dittrich, Josua von Baer
Spielberichte: Traum geplatzt in Zwickau: FSV verliert Sachsenpokal-Finale gegen Erzgebirge Aue Wieder nichts für den FSV Zwickau: Der Sachsenpokal bleibt ein Traum für Fans und Mannschaft. Mit 0:2 (0:1) unterlagen die Rot-Weißen im Finale Erzgebirge Aue, die unter eine verkorkste Saison wenigstens einen versöhnlichen Abschluss setzten. Nach Abpfiff wurden die Sieger mit "Absteiger"-Rufen verabschiedet, während die Veilchen-Fans mit "Hier regiert die BSG" reagierten. Das Wichtigste am Rande: Bis auf einige Pyrozündelei auf beiden Seiten blieb es friedlich im Stadion. Ein riesiges Polizeiaufgebot sicherte das Endspiel um den sächsischen Pott ab. Letztlich gewann Aue zum fünften Mal die Trophäe, während die Schwäne weiter auf den erstmaligen Gewinn warten müssen. Wenigstens vor dem Anpfiff gab es eine positive Nachricht für die Anhänger des FSV: Vizekapitän Max Somnitz hat seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2028 verlängert. Auf dem Rasen animierte der verletzte Abwehrchef der Zwickauer per Stadionmikrofon das Publikum, alles für den Pokal zu geben. Beide Fanlager hatten zuvor schon ihre Teams bei der Erwärmung mit Sprechchören angefeuert. Schmitt gab überraschend Lucas Albert als Mittelstürmer in der Startelf den Vorzug gegenüber Marc-Philipp Zimmermann und Cemal Sezer. Auch dass Joshua Putze und Theo Martens zunächst auf der Bank Platz nehmen mussten, war nicht unbedingt zu erwarten. Auf Auer Seite hütete wie angekündigt Martin Männel das Tor der Erzgebirger, vielleicht sogar zum letzten Mal. Von Beginn an entwickelte sich ein munteres, kampfbetontes Spiel, zunächst mit Vorteilen für den Gastgeber. Luca Prasse (9.) hatte die Chance zum 1:0 auf dem Fuß, doch der Ball flatterte rechts am Kasten vorbei. Danach kam Aue besser ins Spiel. Marcel Bär brachte aus Nahdistanz zunächst keinen Druck hinter den Ball. In der 31. Minute gingen die Gäste in Führung. Luan Simnica passte mit einem hohen Ball zu Jamilu Collins. Der Linksverteidiger der Veilchen lupfte das Leder mit viel Gefühl über Keeper Lucas Hiemann ins Tor. Mit Wiederanpfiff bestand die Herausforderung für die Rot-Weißen, nicht ins offene Messer zu laufen, gleichzeitig aber den Ausgleich machen zu müssen. Mit der Einwechslung von Cemal Sezer erhoffte sich Schmitt Impulse. Der Stürmer hatte dann auch eine gute Schussgelegenheit, doch der Ball wurde gut geblockt. In der 66. Minute kamen mit Lennert Möbius und Theo Martens weitere Offensivkräfte in die Partie. Doch die Schmitt-Elf vermochte es nicht, sich zwingende Torchancen herauszuspielen. Immer wieder peitschten die Heimfans ihr Team nach vorn. Doch vor allem bei Standardsituation entstand zu wenig Gefahr. Sehr zur Freude der Veilchen-Anhänger, die in der Nachspielzeit erneut jubeln konnten. Marcel Bär traf per Kopf zum 2:0-Endstand. Bericht von Freie Presse.de
Erzgebirge Aue holt beim Rivalen FSV Zwickau den Landespokal in Sachsen Der FC Erzgebirge Aue hat erstmals seit zehn Jahren wieder den Sachsen-Pokal gewonnen. Der Drittliga-Absteiger setzte sich im Westsachsen-Duell beim Regionalligisten FSV Zwickau mit 2:0 (1:0) durch und holte somit zum fünften Mal diesen Pokal auf Landesebene. Vor 9.686 Zuschauern im ausverkauften GGZ-Stadion erzielte Jamilu Collins (31. Minute) die Führung für die Erzgebirger, ehe Marcel Bär (90.+3.) den Endstand markierte. Das Finale ließ sich auch Danny Röhl nicht entgehen. Der ehemalige Co-Trainer von RB Leipzig, Bayern München und der DFB-Elf flog nach Platz drei mit Glasgow Rangers in der schottischen Meisterschaft direkt von der Insel zum Endspiel ein und drückte seinen Heimatverein die Daumen. Immerhin erwies sich die GGZ-Arena zuletzt als Festung. Der FSV war seit dem 30. August 2024 seit 31 Partien daheim ungeschlagen. Doch den Sachsen-Pokal haben die Schwäne noch nie gewonnen. Aue konnte letztmals 2016 den Pokal geholt - damals auch gegen Zwickau. Das Westsachsen-Duell - aufgrund der rivalisierenden Fangemeinden als Hochrisikospiel eingestuft - startete mit viel Schwung. Luca Prasse hatte nach neun Minuten die Führung auf dem Fuß, verzog aus Nahdistanz aber vor dem Auer Kasten. Auf der Gegenseite parierte FSV-Keeper Lucas Hiemann glänzend gegen den einschussbereiten Erik Majetschak (13.). Beide Teams, die zuletzt im März 2023 in der 3. Liga (0:2) aufeinandertrafen, lieferten kämpferisch und läuferisch bei den hochsommerlichen Temperaturen voll ab. Kurios: Aues neuer Cheftrainer Khvicha Shubitidze verschoss am 31. Mai 2002 im Sachsenpokalfinale daheim für den FSV einen Strafstoß im Elfmeterschießen gegen Aue. FSV-Trainer Rico Schmitt schaffte einst mit Aue 2010 den Zweitliga-Aufstieg. Die Führung erzielte Collins (31.) mit einem Lupfer über den herausstürmenden FSV-Torhüter Hiemann hinweg, nachdem ihn Luan Simnica mit einem Pass steil geschickt hatte. Nach dem Wechsel kam Zwickau nochmal mit Schwung, drückte Aue tief in die eigene Hälfte. Es fehlte beim Abschluss jedoch an Genauigkeit und Kaltschnäuzigkeit. In der 88. Minute zirkelte der eingewechselte Gunnar Martens einen Freistoß ans Auer Lattenkreuz. Aue reagierte mit dem 2:0 von Torjäger Bär umgehend. Bericht von LVZ.de