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Regionalliga Nordost 2026/27

Spielbericht

10. Spieltag - Samstag, 19.09.2026 - 14:30

FC Rot-Weiß Erfurt - FC Erzgebirge Aue 2:2 (1:0)

FC Rot-Weiß Erfurt: Lorenz Otto - Laurenz Dehl, Sofiane Ikene, Maxime Awoudja, Niclas Walther - Benny Boboy, Til Linus Schwarz, Dustin Forkel, Marco Wolf, Raphael Assibey-Mensah - Romarjo Hajrulla; Trainer: Fabian Gerber

Eingewechselt: 15. Ayooluwa Adesida für Maxime Awoudja, 83. Benjika Caciel für Laurenz Dehl, 83. Stanislav Fehler für Til Linus Schwarz, 90+10. Mechak Quiala Tito für Marco Wolf, 90+10. Dominik Becker für Raphael Assibey-Mensah

Kader: Jaden Rodtnick, Luca Kerkemeyer, Benjamin Dreca, Falcao Cini Lucas Bradley

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Maxim Burghardt, Patrick Kapp, Bastian Strietzel, Levi Wagner - Daniel Fisl, Devin Angleberger, Tim Maciejewski, Nils Lihsek, Willi Kamm - Christoph Pauling; Trainer: Khvicha Shubitidze

Eingewechselt: 86. Aurel Loubongo für Christoph Pauling, 86. Finn Heidrich für Daniel Fisl, 90+5. Stylianos Kokovas für Maxim Burghardt, 90+5. Leon Prosche für Levi Wagner, 90+5. Simon Skarlatidis für Tim Maciejewski

Kader: Max Uhlig, Theo Kretschmer, Hugo Kaps, William Sack

Tore: 1:0 Romarjo Hajrulla (Rechtsschuß, 39. / Marco Wolf); 1:1 Tim Maciejewski (Foulelfmeter, 50.); 2:1 Dustin Forkel (Kopfball, 89. / Stanislav Fehler); 2:2 Willi Kamm (Kopfball, 90+11. / Aurel Loubongo)

Schiedsrichter: Marvin Tennes (Rostock)
Assistenten: Tim Gerstenberg (Oberhavel), Lennard Jasper Brenmoehl (Rostock)
Vierter Offizieller: Lukas Pilz (Halle)

Zuschauer: 13215 im Steigerwaldstadion

Gelbe Karte: Laurenz Dehl, Ayooluwa Adesida, Til Linus Schwarz, Niclas Walther / Daniel Fisl, Willi Kamm (3.), Simon Skarlatidis

Besondere Vorkommnisse: In der 54. Spielminute wurde die Partie aufgrund von Pyro aus dem Heimbereich für etwa 10 Minuten unterbrochen. Erfurts Sportdirektor Franz Gerber sah in der 77. Minute die Gelbe Karte.

 
1 Männel
16 Kapp   5 Strietzel
      21 Burghardt   14 Wagner      
     
4 Fisl   3 Angleberger
27 Maciejew.     8 Lihsek           22 Kamm
     
19 Pauling
     
     
 

News - Rückrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielberichte: Rot-Weiß Erfurt lässt sich auch von Erzgebirge Aue nicht besiegen
Der FC Rot-Weiß Erfurt hat am Samstag im Spitzenspiel gegen Erzgebirge Aue zwar tief in der Nachspielzeit den Ausgleich schlucken müssen, bleibt aber weiterhin ungeschlagen und hält den Verfolger auf Distanz. Als einzige Mannschaft der Regionalliga Nordost war der FC Rot-Weiß Erfurt in den ersten neun Spielen unbesiegt geblieben. Der Prüfstein am Samstag hätte härter kaum sein können, denn mit dem FC Erzgebirge Aue reiste der Tabellendritte an. Der Drittliga-Absteiger gewann seine vergangenen drei Spiele jeweils mit 2:1 und stand damit wohl sinnbildlich für das berühmte Pferd, das nur so hoch springt, wie es springen muss.
Zwölf Minuten nach Anpfiff lag die Auer Führung in der Luft, doch RWE-Torwart Otto reagierte bei einem Schlenzer von Pauling stark. Beim Klärungsversuch verletzte sich Erfurts Awoudja und musste mit der Trage vom Platz gebracht werden. Seine Kollegen steckten diesen Rückschlag ganz gut weg, Hajrulla prüfte in der 26. Minute FCE-Schlussmann Männel mit einer Direktabnahme. In Minute 39 war es dann so weit: Eine Freistoßflanke von Wolf bugsierte Hajrulla aus kurzer Distanz zur Erfurter 1:0-Führung in die Maschen. Weitere Angriffsbemühungen trugen beidseitig bis zur Pause keine Früchte mehr, es blieb somit beim 1:0 für Erfurt vor der imposanten Kulisse von 13.215 Zuschauern.
Gut drei Minuten nach Wiederbeginn kam Pauling im heimischen Strafraum zu Ball. Es gab Foulelfmeter, den Maciejewski zum 1:1 nutzte. Wegen Pyrotechnik auf den Rängen, die die Sicht auf dem Spielfeld massiv einschränkte, musste die Partie für ein paar Minuten unterbrochen werden. Als es weiterging, stand Ikene nach Eckball völlig frei, bugsierte die Kugel aber nur ans Außennetz des FCE-Kastens. Bis tief in die Schlussphase entwickelte sich nun ein zerfahrenes Spitzenspiel. Dann setzten die Thüringer doch noch einen Stich: In Minute 89 sprang Forkel in eine Flanke und köpfte diese zum 2:1 über die Linie. Wegen der Pyro-Unterbrechung gab es eine knapp viertelstündige Nachspielzeit, in der Aue notgedrungen den Weg nach vorn suchte. Und das klappte. Kamm stand nach Flanke im Zentrum völlig frei und nickte zum 2:2 ein (90.+11). Bei diesem Ergebnis blieb es. Natürlich kein freudiges Ende für Rot-Weiß, doch bei nüchterner Betrachtung lässt sich festhalten, dass sich die Gerber-Elf auch von formstarken Auern nicht hat besiegen lassen und damit den Vorsprung in der Tabelle konservierte, wenngleich im Aufstiegsrennen natürlich noch weitere Teams mitmischen. Wie das in der Regionalliga Nordost gewöhnlich so ist, geht es für Erfurt am kommenden Samstag mit dem nächsten namhaften Duell weiter, diesmal auswärts bei Lok Leipzig. Die Auer sind am 27. September gegen Chemie Leipzig dran, eine ähnlich reizvolle Paarung. (kicker)

Bittere Schlussminuten: Rot-Weiß Erfurt verspielt im letzten Moment Sieg gegen Aue Erfurt.
Im dramatischen Spitzenspiel der Fußball-Regionalliga sieht Erfurt lange wie der Sieger aus. Zwischenzeitlich stand die Partie sogar vor dem Abbruch. In einem packenden Spitzenspiel der Fußball-Regionalliga hat der FC Rot-Weiß Erfurt gegen den FC Erzgebirge Aue einen Sieg nur um Haaresbreite verpasst. Nach einem Gegentor in der Nachspielzeit reichte es gegen den Drittliga-Absteiger nur zu einem 2:2 (1:0). Trotzdem setzte die Mannschaft um Cheftrainer Fabian Gerber ihre Erfolgsserie fort. Erfurt blieb im zehnten Spiel in Serie unbezwungen. Dabei stand die Begegnung in der zweiten Halbzeit sogar vor dem Abbruch. Drei Änderungen nahm Cheftrainer Gerber in der Startformation vor. Raphael Assibey-Mensah, Benny Boboy und Romarjo Hajrulla rückten wieder in die Anfangself. Benjika Caciel, Stanislav Fehler und Mechak Quiala Tito saßen diesmal zunächst auf der Bank. Beim Gegner fehlte unterdessen der am Knie verletzte Torjäger Marcel Bär. Das erste Aufeinandertreffen beider Vereine seit dem 2:2 am 28. Februar 2026 verfolgten 13.215 Zuschauer. Davon waren 2000 Anhänger aus Aue angereist. Eine erstaunliche Personalie hatte der Gegner parat. Im Tor stand Martin Männel. Der 38-Jährige war schon beim Duell vor mehr als zehn Jahren dabei.
In den Anfangsminuten wirkte das Erfurter Spiel noch nervös. Die 14. Minute lieferte dann den ersten richtigen Schockmoment. Um ein Haar hätte Christoph Pauling die Auer Führung erzielt. Mit der Fußspitze rettete Rot-Weiß-Schlussmann Lorenz Otto und verhinderte damit den Gegentreffer. Noch viel Schlimmer: Maxime Awoudja verletzte sich im Laufduell mit Pauling ohne Einwirkung des Gegenspielers und blieb am Boden liegen. Minutenlang musste der Kapitän behandelt und schließlich ausgewechselt werden. Auch beim Derby musste Awoudja wegen einer Verletzung früh raus. Und auch diesmal wurde er durch Ayooluwa Adesida in der Innenverteidigung ersetzt. Assibey-Mensah leitete die erste gefährliche Aktion für die Erfurter Mannschaft ein. Auf der linken Seite behauptete sich der Flügelspieler und bediente Hajrulla. Aber im letzten Moment war Aues Schlussmann Männel zur Stelle (25.). Auch die Kopfballverlängerung von Sofiane Ikene nach einem Eckball fing der Torwart mühelos weg (36.). Dann jedoch schlugen die Gastgeber eiskalt zu. Blieben zuletzt gegen Stahnsdorf elf Eckbälle ungenutzt, gelang Erfurt diesmal mit einem Standard das 1:0 (39.). Die Ecke von Marco Wolf verlängerte Hajrulla im Getümmel mit dem rechten Knie ins Tor des Gegners. Für den Stürmer war es das dritte Tor in dieser Regionalligasaison.
Mit einer kalten Dusche begann für die Erfurter Mannschaft die zweite Halbzeit. Adesida und Ikene bearbeiteten den enteilten Pauling, der im Strafraum zu Fall kam (49.). Schiedsrichter Marvin Tennes zögerte kurz, dann zeigte er unter Erfurter Protesten auf den Elfmeterpunkt. Den Strafstoß verwandelte Tim Maciejewski sicher zum 1:1-Ausgleich. RWE-Schlussmann Otto hatte sich für die falsche Ecke entschieden. Auf einen Schlag stand plötzlich nicht nur ein Punktgewinn, sondern sogar das Spiel auf der Kippe. Denn als zum wiederholten Male in der Steigerwaldkurve mit viel Rauch und Knalleffekten Pyrotechnik gezündet wurde, unterbracht der Referee zunächst die Begegnung. Dann schickte er die Mannschaften in die Kabine. Nach einer achtminütigen Pause rollte jedoch wieder der Ball. Es blieb bis zum Schluss ein hitziges Duell. Eine fragwürdige Gelbe Karte gegen Adesida brachte die Zuschauer auf den Rängen zusätzlich in Wallung. Erfurt blieb am Drücker. Hajrullas gefährlicher Schuss wurde zur Ecke abgewehrt (81.). Dann kam der Stürmer im Strafraum zu Fall (86.)l, aber der Schiri ließ weiterspielen. Zum wiederholten Mal hatte er eine Entscheidung getroffen, die viele im Stadion nicht verstanden. Doch dann kannte der Jubel keine Grenzen. Der eingewechselte Fehler flankte mustergültig in den Strafraum, wo Dustin Forkel völlig freistehend per Kopf zum 2:1 traf (88.). Doch in der Nachspielzeit schlug Aue mit dem Kopfballtor durch Willi Kamm noch einmal zurück und zerstörte die Erfurter Siegträume im letzten Moment. (thueringer-allgemeine)
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