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3. Liga 2008/09

Spielbericht

24. Spieltag - Samstag, 28.02.2009 - 14:00

SC Paderborn 07 - FC Erzgebirge Aue 0:0 (0:0)

SC Paderborn 07: Kasper Jensen, Sören Gonther, Florian Mohr, Toni Wachsmuth, David Krecidlo, Markus Krösche, Rolf-Christel Guié-Mien, Enis Alushi, Björn Lindemann, Sercan Güvenisik, Frank Löning; Trainer: Pavel Dotchev

Eingewechselt: 65. Karsten Fischer für Enis Alushi, 65. Daniel Brückner für Rolf-Christel Guié-Mien, 79. Dominick Kumbela für Sercan Güvenisik

Kader: Sebastian Lange, Tom Bertram, Sebastian Schuppan, Jovan Damjanovic

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Jan Hochscheidt, Tomasz Kos, René Klingbeil, Sven Schaffrath - Sven Müller, Marco Stark, Daniyel Cimen, Skerdilaid Curri - Sebastian Glasner, Maboula Ali Lukunku; Trainer: Heiko Weber

Eingewechselt: 53. Mohammed El Berkani für Maboula Ali Lukunku, 81. Eric Agyemang für Mohammed El Berkani, 88. Robin Lenk für Sven Müller

Kader: Russi Petkov, Pierre Le Beau, Benjamin Baltes, Aziz Bouhaddouz

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Karl-Markus Schumacher (Oberhausen)

Zuschauer: 4840

Gelbe Karte: Markus Krösche, Björn Lindemann / Sebastian Glasner (4.), Maboula Ali Lukunku (2.)

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Für Paderborn war das torlose Unentschieden eindeutig zu wenig, um im Aufstiegskampf nach den zuletzt verlorenen Partien gegen Sandhausen und Unterhaching wieder an Boden gut zu machen. Für Aue hingegen, fühlte sich dieser Punktgewinn wie ein Sieg an, so auch die Gefühlslage und Stimmung der 300 angereisten Schlachtenbummler nach dem Spiel. Doch nüchtern betrachtet blieben die Veilchen auch im sechsten Spiel nacheinander in der Fremde ohne Dreier, eigentlich ein Grund sich weiter Sorgen machen zu müssen, so könnte man meinen.
Allerdings präsentierten sich die Jungs von Teammanager Heiko Weber beherzter und engagierter, als beim 3:1-Debakel in Dresden und das war heuer das Entscheidende. Beim Lieblingsgegner, von elf Partien hat Aue nur drei verloren, lief die Mannschaft um Kapitän Tomasz Kos und den drei Neuverpflichtungen Sven Schaffrath, Marco Stark und Sven Müller in unschuldigem Weiß auf, die Gastgeber im traditionellen blau-schwarzen Dress.
Personell musste SCP-Trainer Dotchev ebenfalls einiges verändern. Nach Wemmers Achillessehnenriss besetzte er die rechte Außenbahn seiner Startelf zunächst mit Guié-Mien, links kam Lindemann zum Zuge, wohl nicht die richtige Wahl, wie sich später herausstellte. Zwar bestimmte Paderborn in einer mit mageren 4.840 Zuschauern gefüllten, steril wirkenden Paragon Arena die ersten Spielminuten, doch dem Tor am nächsten kamen zunächst die Lila-Weißen: Nach einem Freistoß von Skerdilaid Curri köpfte Sebastian Glasner an die Latte (9.). Auf der anderen Seite verhalf René Klingbeil dem Gastgeber zu einer überraschenden Möglichkeit. Sein Befreiungsschlag bugsierte er genau in die Beine von Sven Müller, der Abpraller fiel Paderborns bestem Stürmer Löning genau vor die Füße, aber der scheiterte aus elf Metern am glänzend parierenden Auer Schlussmann Martin Männel.
Danach verflachte die Partie zusehends, viel Leerlauf und Langeweile. Einzig Schiedsrichter Karl-Markus Schuhmacher aus Oberhausen stand nach 30 Minuten im Mittelpunkt. Erst zog er gelb für Maboula Ali Lukunku, wenig später zückte er dieselbe Farbe für SCP-Kapitän Krösche. Ansonsten dümpelte die Partie bis kurz vor der Pause mehr oder minder vor sich hin. Aue kam hier öfters mal zu Konterchancen, doch die Defensive des Tabellenzweiten hatte dies bisher im Griff. Auch als der nun stark gelb-rot gefährdete Maboula Ali Lukunku zwölf Meter vor dem Kasten den Pass von Daniyel Cimen direkt abnahm, war Krecidlo als Retter zur Stelle (41). Quasi mit dem Pausenpfiff gab es noch zwei Kuriositäten in Sachen "orrnöööö". Erst rutscht Sebastian Glasner auf dem durchweichten Boden weg, semmelte dabei unbeabsichtigt Krecidlo um und sah dafür den gelben Karton. Dann führte Lindemann den fälligen Freistoß zu zeitig aus und bekam dafür ebenfalls die Verwarnung. Sehr kleinlich der Referee, was auch Heiko Weber bewegte, nach dem Pausenpfiff genauer auf diese "orrnöööö's" einzugehen.
Nach dem Seitenwechsel versuchte der Gastgeber den Druck zu erhöhen und kam mit Alushis Schuss, welcher nur Zentimeter über die Latte strich, dem Tor sehr nahe (48.). Aber auch Aue blieb stets gefährlich, Maboula Ali Lukunku und Sebastian Glasner vergaben jedoch jeweils per Kopf (51.). Dies war zugleich die letzte Aktion des Kongolesen, für ihn kam Mohamed El Berkani ins Spiel. "Ich musste ihn runter nehmen. Der Schiedsrichter hatte mich gewarnt und ich wollte keine Unterzahl riskieren", begründete Heiko Weber seinen Wechsel. Im Anschluss ließ Skerdilaid Curri sein Können aufblitzen. Der kleine Albaner verarbeitete eine Kopfballablage von Sebastian Glasner per Seitfallzieher und verlangte SCP-Keeper Jensen damit schon einiges ab (61.).
Zehn Spielminuten später testete Sven Schaffrath mit einem 25-Meter-Knaller erneut Paderborns Schlussmann, welcher sich jedoch genauso auszeichnete wie sein Gegenpart Martin Männel, der im Duell gegen den völlig freistehenden Güvenisik die Oberhand behielt und die beste Chance zur Paderborner Führung entschärfte (76.). "Bei Martin können wir uns bedanken, dass wir im Spiel geblieben sind und dass wir endlich mal wieder zu Null gespielt haben", sagte ein erleichterter Kapitän Tomasz Kos. Denn passiert ist auf dem Rasen nichts mehr und auch die Auswechslung von Mohamed El Berkani, der nach einem Foulspiel von Krecidlo in der 80. Minute vom Feld getragen werden musste und im Nachhinein ein Anriss des Außenbandes im rechten Sprunggelenk diagnostiziert wurde, brachte die Veilchen nicht mehr aus dem Tritt, so dass am Ende ein verdienter Punktgewinn des FC Erzgebirge in Paderborn stand.
Im Prinzip ist ein Unentschieden folgerichtig. Zwar bestimmten die Hausherren über weite Strecken das Geschehen, doch den ideenlosen Paderbornern gelang nur sehr selten, die kompakt auftretende Auer Mannschaft vor ernsthafte Probleme zu stellen. "Es war ein Spiel ohne große Höhepunkte. Beide Mannschaften hatten zwei, drei gute Möglichkeiten. Wir können gut mit dem Punkt leben", sagte Skerdilaid Curri nach dem Spiel. Dies meinte auch Trainer Rico Schmitt: "Wir konnten unsere Nadelstiche setzen und hatten auch durchaus selbst Möglichkeiten zur Führung. In der zweiten Halbzeit war das Tempo nicht mehr ganz so hoch, was sicherlich auch den schwierigen Bodenverhältnissen geschuldet war. In der 76. Minute hat uns Martin Männel im Spiel gehalten. Wichtig war, dass wir uns heute nach dem Dresden-Spiel stabilisieren konnten." Nun heißt es am Mittwoch im Nachholespiel gegen Carl Zeiss Jena an der gezeigten Leistung anzuknüpfen, um den Vorsprung auf den Tabellenkeller weiter auszubauen. (arn)