Arminia Bielefeld: Jonas Kersken - Christopher Lannert, Leon Schneider, Joel Felix, Felix Hagmann - Stefano Russo, Marius Wörl, Mael Corboz - Noah Joel Sarenren Bazee, Roberts Uldrikis, Joel Grodowski; Trainer: Michél Kniat
Eingewechselt: 46. Louis Oppie für Christopher Lannert, 72. Merveille Biankadi für Noah Joel Sarenren Bazee, 72. Isaiah Young für Joel Grodowski, 72. Julian Kania für Roberts Uldrikis, 88. Maximilian Großer für Mael Corboz
Kader: Leo Oppermann, Lukas Kunze, Sam Schreck, Mika Schroers
Schiedsrichter: Fabienne Michel (Mainz) Assistenten: Timo Klein (Kaiserslautern),
Stefan Zielsdorf (Lingen) Vierter Offizieller:
Timon Schulz (Hannover)
Spielbericht: Arminia Bielefeld gewinnt wilde Schlussphase gegen Aue - Bär im Aluminium-Pech
Arminia Bielefeld hat gegen Aue den Negativtrend von zwei Niederlagen gestoppt. In einer über weite Strecken ereignisarmen Partie zeigten sich die Ostwestfalen in der Schlussphase eiskalt. Aue hingegen wartet auch nach fünf Spielen auf den ersten Dreier unter Jens Härtel. Beide Teams standen vor dem Spiel durchaus unter Druck. Während das 0:1 beim SV Sandhausen für Bielefeld die zweite Niederlage in Folge bedeutete, konnte Aue beim 1:1 gegen Alemannia Aachen durch ein Last-Minute-Tor immerhin einen Zähler mitnehmen. Das Team wartete allerdings nach vier Spielen noch auf den ersten Dreier unter Jens Härtel. Der ließ, genauso wie sein Gegenüber Mitch Kniat, die Elf der Vorwoche starten.
Beide Teams leisteten sich in der Anfangsphase vor allem im Mittelfeld einige Unkonzentriertheiten und wirkten fahrig - ließen aber immer mal wieder ihr spielerisches Können aufblitzen. Aue erspielte sich zahlreiche Eckballe - doch einzig eine kurze Variante, bei der Stefaniaks Schuss parallel zur Torlinie das Ziel verpasste, brachte wirklich Gefahr (7.). Zwar hatte Bielefeld nach zehn Minuten beim Ballbesitz die Nase vorn, im letzten Drittel produzierten die Hausherren aber nur Stückwerk: Immer wieder fehlte es am Timing und Zuspiele gerieten zu ungenau. Aue hatte in dieser Phase weniger Spielanteile, aber die klareren Chancen auf den Führungstreffer. Einen Tashchy-Kopfball nach einer Ecke lenkte Kersken über die Latte (19.) und auch einen Freistoß von Stefaniak holte der Keeper aus dem Winkel (29.). Die beste Möglichkeit der Veilchen hatte aber Bär, der von einem Fehler von Schneider profitierte und allein vor Kersken abzog - aber nur den linken Pfosten traf. Mit dem Chancen-Plus übernahmen die Gäste das Kommando, spielten konsequenter nach vorne und machten in der Defensive die Räume eng - ohne aber Zählbares zu erspielen. Pepic hatte nach schönem Doppelpass mit Stefaniak kurz vor der Pause noch einmal die Chance, scheiterte aber erneut an Kersken (43.).
Nach dem Seitenwechsel zeigte Bielefeld mehr Offensivbemühungen und erspielte sich eine Reihe von Eckbällen, ohne allerdings Profit daraus zu schlagen. Aue konzentrierte sich mehr und mehr auf eine stabile Defensive und schaffte es kaum noch, selbst offensiv in Erscheinung zu treten. Die Offensivaktionen der Arminen hingegen blieben vorerst harmlos - in der besten Szene ging Corboz im Strafraum zu Boden, die Pfeife der Unparteiischen Fabienne Michel blieb aber stumm (68.). Nachdem das Spiel nach zahlreichen Wechseln und Verletzungsunterbrechungen, darunter auch der im Dezember nach Knieverletzung genesene Vukancic (66.), streckenweise wenig Unterhaltungswert bot, sorgte die Schlussphase für Entschädigung. Aus dem Nichts erzielte Corboz nach einem Fehler der Auer per Flachschuss die 1:0-Führung (82.). Wenig später leitete der Arminen-Kapitän, der in der Vorwoche mit den Fans aneinandergeraten war, das 2:0 ein. Seinen Steckpass legte Oppie zurück und Kania schob zum zweiten Bielefelder Treffer ein (85.). Und das sollte noch nicht der Schlusspunkt gewesen sein: Nach einem hohen Ball in den Strafraum setzte sich Burghardt gegen Oppie durch und traf zum Auer Anschlusstreffer (90.). Doch trotz fünfminütiger Nachspielzeit gelang es Aue nicht mehr, die elfte Saisonniederlage abzuwenden. Bielefeld ist bereits am Freitag wieder im Einsatz: Die Arminia ist zu Gast beim TSV 1860 München (19 Uhr). Tags darauf (14 Uhr) empfängt Aue die SpVgg Unterhaching. (kicker)