TSV 1860 München: Thomas Dähne - Marvin Rittmüller, Sean Dulic, Manuel Pfeifer, Siemen Voet - Max Christiansen, Tunay Deniz, Maximilian Wolfram, René Vollath - Florian Niederlechner, Justin Steinkötter; Trainer: Patrick Glöckner
Eingewechselt: 46. Clemens Lippmann für Justin Steinkötter, 59. Sigurd Haugen für Florian Niederlechner, 59. David Philipp für Maximilian Wolfram, 69. Thore Jacobsen für Max Christiansen, 83. Patrick Hobsch für Tunay Deniz
Kader: Paul Bachmann, Emre Erdogan, Philipp Maier, Raphael Schifferl
Spielbericht: Glück und Stefaniak: Aue beendet die Talfahrt und verschärft die 1860-Krise
Aue gewinnt das Krisenduell gegen 1860 und beendet seinen Negativlauf von zuletzt vier Spielen ohne Punkte. Die Löwen dagegen sind mit der dritten Niederlage hintereinander weiter auf Talfahrt. Dabei haderten die Sechziger mit dem Glück. Auf zwei Positionen änderte Aue-Coach Jens Härtel seine Mannschaft nach dem 1:3 gegen den VfL Osnabrück: Uhlmann und Clausen rückten für Malone (Rotsperre) sowie Ehlers (Bank) in die Anfangsformation. 1860-Coach Patrick Glöckner ging das Krisenduell nach dem desaströsen 1:5 gegen die TSG Hoffenheim II mit drei Umstellungen an: In der Abwehr musste Schifferl, im Mittelfeld Kapitän Jacobsen und im Sturm Hobsch weichen (alle Bank), dafür standen Deniz, Wolfram und Steinkötter in der ersten Elf. Die Löwen agierten mit einer Viererkette, nachdem es gegen die TSG mit der Dreierkette nicht funktioniert hatte.
Aue begann giftig, dennoch lag der Ball nach fünf Minuten im Tor der Heimelf. Schiedsrichter Luca Jürgensen verweigerte dem von Volland direkt verwandelten Eckball aber die Anerkennung, Torwart Männel soll behindert worden sein. Aue agierte in der Offensive zu zögerlich und hatte Glück, dass ein Niederlechner-Versuch am Innenpfosten landete (19.). Und im Gegenzug stand es dann 1:0 für Erzgebirge, weil Stefaniak nach einer Uhlmann-Hereingabe völlig freistehend die Kugel im linken Toreck unterbrachte (20.). Die Gäste wurden gegen die zweikampfstarke Härtel-Elf weiter hauptsächlich nach Standards gefährlich (Deniz, 25.), mussten dann aber nach einer halben Stunde kräftig durchatmen. Schmid verpasste nach einer schönen Kombination über Stefaniak und Barylla um Zentimeter das 2:0. Nachdem beide Teams nicht mehr entscheidend in den Strafraum kamen, ging es mit dem 1:0 in die Pause.
1860 kam druckvoll aus der Kabine und hatte Pech, als Rittmüller den Ball an den Pfosten zirkelte (53.) und Niederlechner vor dem Eindringen in den Strafraum gerade noch per Foul gebremst werden konnte (56.). Aue konnte sich kaum noch befreien und hatte erneut Glück, als Uhlmann den abgefälschten Jacobsen-Abschluss gerade noch von der Linie kratzen konnte (70.). Härtel reagierte, wechselte doppelt und brachte wieder etwas Ruhe in die Aktionen der Heimelf. Die näherte sich langsam wieder an und legte in der 82. Minute durch Uhlmann nach, der nach einem Freistoß von Majetschak freistehend aus acht Metern einschießen konnte. Danach landete der Ball nach einem Stefaniak-Freistoß noch am Querbalken. Am Dienstag geht es für den FC Erzgebirge dann in Aachen weiter, die Löwen erwarten einen Tag später Viktoria Köln. (kicker)