Alemannia Aachen: Jan Olschowsky - Felix Meyer, Danilo Wiebe, Lamar Yarbrough - Florian Heister, Bentley Baxter Bahn, Gianluca Gaudino, Lukas Scepanik - Lars Gindorf, Mika Schroers, Niklas Horst Castelle; Trainer: Benedetto Muzzicato
Eingewechselt: 29. Joel da Silva Kiala für Danilo Wiebe, 62. Faton Ademi für Niklas Horst Castelle, 62. Emmanuel Chinedu Elekwa für Gianluca Gaudino, 73. Sasa Strujic für Mika Schroers, 73. Valmir Sulejmani für Florian Heister
Kader: Tom Hendriks, Marius Wegmann, Marc Richter, Kwasi Okyere Wriedt
Spielbericht: Zweiter Sieg in Folge: Fallmann-Kunstschuss bringt Aue auf die Siegerstraße - Erster Dreier in der Fremde
Bei Alemannia Aachen und Erzgebirge Aue stieg die Formkurve zuletzt an. Im direkten Duell können die Veilchen nach hartem Kampf am Ende jubeln und verlassen erstmal die Abstiegsränge. Zu Beginn der Spielzeit noch tief unten drin hatten Alemannia Aachen und Erzgebirge Aue zuletzt mit Siegen jeweils etwas die Kurve bekommen und beide Teams wollten dringend weiter die Erfolgswelle reiten. Daher sahen beide Cheftrainer trotz der bereits zweiten englischen Woche in dieser Spielzeit wenig Handlungsbedarf. Aachens Trainer Benedetto Muzzicato tauschte nach dem 5:1-Erfolg beim Tabellenletzten 1. FC Schweinfurt auf nur zwei Positionen und brachte Yarbrough und Heister für Strujic und da Silva Kiala (beide auf der Bank). Aue-Coach Jens Härtel wollte hingegen nach dem 2:0-Sieg gegen 1860 München weiterhin auf seine Erfolgsmannschaft setzen und ließ dieselben elf Spieler von Beginn an ran.
Die Partie begann erstmal zaghaft auf beiden Seiten. Aue überließ den Gastgebern den Ball, während die Alemannia die Lücke suchte. Lange war ein direkt aufs Tor gezogener Eckball von Aachens Scepanik die einzige gute Torszene in diesem Durchgang (4.). Doch die Veilchen fanden dann deutlich besser rein. Nahezu alle Angriffe liefen über Fallmann auf der rechten Seite, den die Gelb-Schwarzen nicht wirklich in den Griff bekamen. Dennoch sorgte Zobel nach einer Ecke für die erste gute Möglichkeit der Gäste, doch der Innenverteidiger scheiterte an Olschowsky im Aachener-Tor (25.). Doch es war der auffälligste Auer Fallmann, der seine Farben wunderschön in Führung brachte. Eine verunglückte Flanke von der rechten Seitenauslinie wurde zum direkten Abschluss und senkte sich hinter dem überraschten Olschowsky sehenswert ins Tor der Gastgeber (34.). Auch im Anschluss zeigte sich Aue dominanter, ließ aber dennoch eine Möglichkeit zu. Doch nach einem gut ausgespielten Konter scheiterte Schroers am aufmerksamen Männel im Tor der Veilchen (41.).
Die Hauherren waren nach der Pause um eine schnelle Antwort bemüht und hatten direkt durch Schroers die erste gute Torannäherung im zweiten Durchgang (46.). Und sie drückten weiter auf das Gaspedal und schnürten allmählich die Gäste in der eigenen Hälfte ein. Das taktische Mittel: Den Ball irgendwie auf eine der Seiten und dann mit besten Wünschen per Flanke in den Strafraum bringen. Doch es fehlte im Zentrum immer wieder ein geeigneter Abnehmer für die Hereingaben. Dennoch konnten sich die Sachsen kaum mehr aus der eigenen Hälfte befreien, schafften es jedoch, den defensiven Block kompakt und so den Gegner weg vom eigenen Tor zu halten. Und hatten in der 76. Minute sogar mal etwas Platz, doch der eingewechselte Ehlers scheiterte am aufmerksamen Olschowsky. Es blieb am Ende bei dem knappen 1:0-Erfolg der Veilchen, auch, weil die Lila-Weißen selber tief in der Nachspielzeit eine Großchance auf die Entscheidung liegen ließen (90.+6). Damit konnte Aue den zweiten Sieg in Serie sowie den ersten Auswärtserfolg in dieser Spielzeit feiern, während die Alemannia nun wieder eine Niederlage hinnehmen musste. Am Samstag spielt Alemannia Aachen dann zum Abschluss der englischen Woche beim FC Energie Cottbus. Aue empfängt einen Tag später am Sonntag Rot-Weiss Essen.
(kicker)