Rot-Weiss Essen: Jakob Golz - Jannik Hofmann, Michael Schultz, José-Enrique Rios Alonso, Lucas Brumme - Luca Bazzoli, Tom Moustier, Ramien Safi, Ahmet Arslan, Kaito Mizuta - Jannik Mause; Trainer: Uwe Koschinat
Eingewechselt: 24. Tobias Kraulich für Michael Schultz, 62. Marvin Obuz für Ramien Safi, 62. Torben Müsel für Tom Moustier, 88. Marek Janssen für Jannik Mause, 88. Kelsey Owusu für Ahmet Arslan
Kader: Malte Brüning, Franci Bouebari, Nils Florian Kaiser, Gianluca Swajkowski
Schiedsrichter: Sebastian Hilsberg (Mainz) Assistenten: Timo Klein (Kaiserslautern),
Jason Lieser (Hetzerath/Eifel) Vierter Offizieller: Lukas Pilz (Magdeburg)
Spielbericht: Vier Tore, zweimal Aluminium: Essen dem Sieg in Aue nahe
Viel Kurzweil bot die Partie zwischen Erzgebirge Aue und Rot-Weiss Essen. Die Sachsen führten zweimal, RWE kam aber zweimal zurück und war am Ende dem Sieg sogar näher. Aue, das nach dem 1:0 bei Alemannia Aachen unverändert antrat, war das Selbstvertrauen nach zwei Siegen in Folge anzumerken. Die Sachsen zeigten sich öfter in der Offensive und verzeichneten auch den ersten Abschluss, doch Zobel hatte nach einer Ecke sein Visier nicht richtig justiert (11.). Von Essen war zunächst nur wenig zu sehen. RWE-Coach Uwe Koschinat hatte seine Startelf nach dem 3:1 gegen Hoffenheim II auf zwei Positionen geändert: Der nach Sperre zurückgekehrte Moustier verdrängte Müsel auf die Bank, Hofmann begann auf der rechten Defensivseite für Kostka, der wegen muskulärer Probleme im Kader fehlte.
Nach 13 Minuten lud Männel mit einem verunglückten Befreiungsschlag die Essener zum Toreschießen ein, doch der FCE-Keeper eilte rechtzeitig in sein Tor zurück und verhinderte einen Treffer von Arslan. Dies blieb aber zunächst die einzige Offensivaktion Essens. Aue blieb am Drücker und belohnte sich in der 16. Minute für den engagierten Auftritt, als Guttaus abgefälschter Schuss zum 1:0 hinter dem chancenlosen RWE-Keeper Golz einschlug. Erst in der Folge wachte dann RWE auf, es entwickelte sich eine offene Partie. Zunächst prüfte Brumme Männel (18.) auf Seiten der Sachsen ließ Schmid das 2:0 liegen (22.). Dann passierte einige Zeit vor den Toren nichts mehr, bis es kurz vor der Pause wieder hoch herging. Erst köpfte Kraulich eine butterweiche Flanke von Moustier zum 1:1 ein (40), ehe erneut Guttau mit einem Sonntagsschuss zur 2:1-Pausenführung für Aue traf (42.).
Auch der zweite Durchgang begann zunächst ohne große Höhepunkte, obwohl Essen nun deutlich mutiger und offensiver agierte. So musste dann eine Standardsituation für den ersten Aufreger herhalten. Arslan trat einen Freistoß aus rund 20 Metern. Männel war zwar zur Stelle, doch der FCE-Keeper ließ den Ball fallen. Dieser sprang ihn ans Bein und von dort an den linken Pfosten (59.) - Glück für Aue. Doch RWE hatte jetzt gegen ein zu passives Aue Oberwasser - und nur wenig später erneut Alu-Pech, als ein schöner Distanzschuss von Hofmann an den linken Pfosten klatschte (64.). Kurze Zeit später war es dann aber soweit: Arslan und Mizuta spielten sich im linken Strafraum der Auer frei. Der Japaner hätte bereits schießen können, doch bewies Übersicht und flankte überlegt auf den zweiten Pfosten auf den komplett freistehenden Obuz, der nur noch den rechten Fuß hinhalten musste (66.). Erst im Anschluss an den Ausgleich stemmte sich Aue gegen eine sogar drohende Niederlage. Essen witterte seine Chance, Mizuta (82.) und Mause per Kopf (85.) hatten sogar die Chance auf das mögliche 3:2, verpassten aber einen Erfolg. So blieb es nach zwei unterschiedlichen Hälften beim 2:2, das letztendlich angesichts der Spielanteile in Ordnung ging, auch wenn am Ende Essen die Hände mehr am Dreier hatte. In der Länderspielpause sind beide Vereine in den jeweiligen Landespokalen gefordert. Am 11. Oktober tritt Aue beim Sechstligisten SV Panitzsch/Borsdorf an, am gleichen Tag steht Essen das Duell bei West-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen an.
(kicker)