FC Ingolstadt 04: Kai Eisele - Mattis Hoppe, Simon Lorenz, Jonas Scholz, Elias Decker - Max Plath, Marcel Costly, Max Besuschkow, Fredrik Carlsen, Gustav Christensen - Julian Kügel; Trainer: Sabrina Wittmann
Eingewechselt: 61. Lukas Fröde für Elias Decker, 84. Yann Sturm für Mattis Hoppe, 84. Ognjen Drakulic für Max Besuschkow, 90+3. Jasper Maljojoki für Marcel Costly
Kader: David Klein, Mads Borchers, Frederik Christensen, Berkay Öztürk, Davide-Danilo Sekulovic
Besondere Vorkommnisse: Ingolstadts Sportdirektor Ivica Grlic sah in der 51. Minute und Ingolstadts Trainerin Sabrina Wittmann in der 87. Minute jeweils die Gelbe Karte.
Spielbericht: Aue verspielt Führung in Überzahl bei hitzigem Spiel mit strittigem Platzverweis
In Überzahl drehte Aue die Partie - bis Scholz die Veilchen in der Nachspielzeit schockte. Es ist ein Remis mit vielen hitzigen Situationen und strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen. In der Schlussphase verlor Aue die Kontrolle und wurde von den Schanzern dafür gnadenlos bestraft. Aues Coach Jens Härtel veränderte seine Startelf nach der 1:3-Niederlage in Wiesbaden auf gleich vier Positionen. Lord, Barylla, Stefaniak und Bornschein ersetzen Fallmann (Gelb-Sperre), Männel, Günther-Schmidt (beide angeschlagen) und Uhlmann (Bank). Ingolstadts Trainerin Sabrina Wittmann hatte nach dem 3:2-Sieg gegen Hoffenheim II keine Gründe, die erste Elf großartig zu verändern und brachte lediglich Decker für den angeschlagenen Rosenlöcher.
Dass es bei diesem Spiel gerade für die Veilchen um einiges geht, war dem Spiel gleich in den ersten Minuten anzumerken. Durch viele Unterbrechungen und hart geführte Zweikämpfe kam kaum Spielfluss zustande. In der 31. Minute nahm der erste Durchgang dann rasant an Tempo auf. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld sprang die Kugel von Scholz Arm vor die Füße von Carlsen, der die Kugel zur Führung ins Netz spitzelte. Die Auer reklamierten Handspiel, doch der Treffer blieb bestehen. Nur zwei Minuten später entbrannten erneut hitzige Diskussionen. Diesmal fühlten sich die Schanzer ungerecht behandelt. Kügel rauschte per Grätsche in einen Zweikampf mit Malone und traf den Innenverteidiger am Fuß. Schiedsrichter Simon Schreiner quittierte das mit der Roten Karte. Eine äußerst harte Entscheidung. In Überzahl rissen die Sachsen das Geschehen an sich, erspielten sich bis zur Halbzeitpause aber keine Hochkaräter.
Im zweiten Durchgang erhöhten die Gastgeber den Druck und schnürten Ingolstadt in der eigenen Hälfte ein. Schnell belohnte sich Aue und brachte die Offensivbemühungen auf die Anzeigetafel: Weil Barylla unbedrängt hereingeben durfte, fand seine Flanke den lauernden Stefaniak, der das Leder aus kurzer Distanz unter die Latte jagte (47.). Die Lila-Weißen blieben auf dem Gaspedal, taten sich aber äußerst schwer, im Offensivspiel Lösungen zu finden. Gegen tief stehende Schanzer waren lange Bälle und Flanken eigentlich das einzige Mittel, um Gefahr zu erzeugen. Es passte dabei genau zum Spiel, dass eine der zahlreichen Hereingaben letztendlich zum Führungstreffer führte. Der eingewechselte Uhlmann flankte die Kugel präzise auf den Schädel von Fabisch, der die Kugel mit Hilfe des Innenpfostens über die Linie brachte (79.). Trotz Aue-Führung und FCI-Unterzahl war die Geschichte noch nicht auserzählt. Die Gäste reagierten stark auf den Rückschlag und drückten die Veilchen tief in deren Hälfte. Die Gastgeber schwammen gehörig und patzten in der Defensive: Eine Flanke vom eingewechselten Sturm klärte Zobe ungeschickt direkt vor die Füße von Scholz, der aus kurzer Distanz den Schlusspunkt einer turbulenten zweiten Halbzeit setzte (90.+1.). Am nächsten Samstag um 14 Uhr spielt Erzgebirge Aue beim MSV Duisburg. Zeitgleich trifft Ingolstadt auf den TSV 1860 München. (kicker)