FC Viktoria Köln: Arne Schulz - Meiko Sponsel, Lars Dietz, Verthomy Boboy - Simon Handle, Lucas Wolf, Florian Engelhardt, Soichiro Kozuki - Leonhard Münst, David Otto, Benjamin Zank; Trainer: Marian Wilhelm
Eingewechselt: 46. Tobias Eisenhuth für Verthomy Boboy, 70. Yannick Tonye für Soichiro Kozuki, 71. Frank Ronstadt für Florian Engelhardt
Kader: David Richter, Joel Agyekum, Leander Popp, Jakob Sachse, Robin Velasco
Spielbericht: Zwei unterschiedliche Halbzeiten: Aue erkämpft sich einen Punkt in Köln
Nachdem Köln in der ersten Halbzeit eigentlich alles im Griff hatte, sah alles nach einem ungefährdeten Viktoria-Sieg aus. Doch Aue gab nicht auf und erkämpfte sich durch Treffer von Bär und Ehlers ein 2:2. Viktoria-Trainer Marian Wilhelm wechselte nach dem 0:0 gegen SSV Jahn Regensburg auf zwei Positionen: Dietz und Kozuki ersetzten Ronstadt (Bank) und Kloss (Oberschenkelverletzung). FCE-Coach Dabrowski ließ seine Startelf nach seinem Debüt (0:0 gegen 1. FC Saarbrücken) unverändert.
Auch wenn Aue druckvoll in die Partie startete, waren es die Gastgeber, die die erste Chance verbuchten, doch nach Münsts Hereingabe verstolperte Zank aus vielversprechender Position (9.). Dann kamen die Kölner besser in die Partie und nahmen das Ruder in die Hand. Immer wieder brachen die Rheinländer auf den Außen durch. Erst war es Zank, der per Kopf am stark reagierenden Männel scheiterte (16.), dann wurde Münst im letzten Moment von Barylla (17.) abgegrätscht. Nur vier Minuten später klingelte es dann: Bei einer gelungenen Kombination der Gastgeber über Handle und Otto kam die Auer Hintermannschaft einen Schritt zu spät, sodass Zank im Zentrum in aller Ruhe zur Führung einnetzte (21.). Auch wenn die Gastgeber tonangebend waren, ging es in der Folge deutlich ruppiger zur Sache. Die Torraumszenen hatten darunter zu leiden. Als Stefaniak dann plötzlich enteilte, verhinderte Boboy mit einer starken Grätsche eine Großchance für Aue (35.). Viel passierte bis zur Pause nicht mehr, die Viktoria hatte alles unter Kontrolle.
Dass die Gäste mehrere Gänge hochschalten mussten, merkte man der Elf von Dabrowski direkt an. Plötzlich dominierte Aue das Geschehen, ohne dabei jedoch torgefährlich zu werden. Doch ein Angriff reichte den Kölnern, um vorerst für klare Verhältnisse zu sorgen: Nachdem Münst nach einem langen Ball plötzlich auf und davon war, wollte Zobel im Laufduell mit dem Kölner retten, geriet ins Stolpern und bugsierte die Kugel unglücklich im Fallen in die eigenen Maschen (56.). Aue schüttelte sich kurz und ließ sich nicht beirren. Weiter suchten die Veilchen nach der Lücke im engmaschigen Kölner Abwehrverbund. Die tat sich in der 63. Minute auf. Collins durfte von der linken Seite unbedrängt flanken, Bär nickte die Kugel in die Maschen zum Anschlusstreffer. Natürlich hatten die Veilchen jetzt Blut geleckt und warfen weiterhin alles nach vorne. Dadurch entstanden Räume, die die schnelle Kölner Offensive auch bespielte. Gerade über Münst, der in der 79. Minute Zank bediente. Männel stürzte aus dem Kasten und klärte per Grätsche, traf dabei jedoch auch den Stürmer. Eine strittige Situation, in der die Kölner vehement Elfmeter forderten. Doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Stattdessen zog Aue die Fesseln enger und hatte vier Zeigerumdrehungen später eine aussichtsreiche Freistoß-Situation: Der eingewechselte Guttau zirkelte die Kugel aus 20 Metern an den Pfosten. Den Abpraller holte sich Ehlers und vollstreckte in den verwaisten Kasten zum umjubelten 2:2-Ausgleich (82.). Danach entwickelte sich eine Schlussphase, in der sich beide Teams mit offenem Visier begegneten. In der letzten Minute hätte Ehlers das Spiel komplett drehen können, scheiterte aber aus dem linken Halbfeld am stark reagierenden Schulz (90.+4). Dennoch dürften die Veilchen mit einem wichtigen Zähler im Abstiegskampf leben können, während die Kölner sich den Beginn in des Karnevals-Wochenendes anders vorgestellt haben. Erst in neun Tagen geht es am Sonntag (19.30 Uhr) für Viktoria Köln bei der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim weiter. Drei Stunden früher trifft Aue auf Energie Cottbus. (kicker)