TSV 1860 München: Thomas Dähne - Raphael Schifferl, Max Reinthaler, Siemen Voet - Tim Danhof, Thore Jacobsen, Marvin Rittmüller, Damjan Dordan - Kevin Volland, Maximilian Wolfram, Sigurd Haugen; Trainer: Markus Kauczinski
Eingewechselt: 67. Justin Steinkötter für Maximilian Wolfram, 81. Patrick Hobsch für Kevin Volland, 81. Clemens Lippmann für Marvin Rittmüller, 89. Florian Niederlechner für Sigurd Haugen
Kader: Paul Bachmann, Lasse Faßmann, Loris Husic, Morris Schröter, Jesper Verlaat
Besondere Vorkommnisse: Die Partie musste wegen aufziehenden Nebels nach 54 gespielten Minuten für ca. 20 Minuten unterbrochen werden. Später sah erst Aues Sportgeschäftsführer Michael Tarnat (90.+3), dann Aues Trainer Christoph Dabrowski (90.+5) die Gelbe Karte.
Spielbericht: Im dichten Nebel: Haugen schießt die Löwen zum Sieg - Bär lässt Ausgleich liegen
In einer besonderen Partie, die in der zweiten Hälfte für eine gute Viertelstunde wegen dichten Nebels unterbrochen war, schlug 1860 München den FC Erzgebirge Aue knapp mit 2:1. 1860-Trainer Markus Kauczinski nahm im Vergleich zum 2:1 bei der TSG Hoffenheim II drei Änderungen vor, zwei davon zwangsweise: Statt Maier, Philipp (beide 5. Gelbe Karte) und Lippmann begannen Dordan, Rittmüller und Wolfram. Aues Coach Christoph Dabrowski entschied sich nach dem 1:3 gegen VfL Osnabrück zu zwei Wechseln: Simnica und Guttau wurden durch Zobel (5. Gelbe Karte) und Clausen (Bank) ersetzt.
Beide Mannschaften begegneten sich in der Anfangsphase mit offenem Visier und auch intensiver Zweikampfführung. Simnica hatte für die Gäste früh eine erste Kopfballchance (3.), dann zwang Guttau aus der Distanz Dähne zum Eingreifen (5.). Doch die Führung fiel auf der Gegenseite: Volland kam am Strafraumrand zum Abschluss und zwang Männel zu einer Parade, gegen den Nachschuss von Wolfram war der Keeper aber machtlos (7.). Der Ausgleich ließ indes nicht lange auf sich warten. Nachdem eine Hereingabe von Guttau zunächst hängengeblieben war, kam der Ball zu Bär, der aus neun Metern per Aufsetzer zum schnellen 1:1 vollstreckte (12.). Auch in der Folge ging es munter hin und her. Der aufgerückte Voet traf aus kurzer Distanz die Querlatte (13.) - und verfehlte nach einer knappen halben Stunde das Tor erneut nur knapp (26.). In der Schlussphase vor der Pause hatten die Löwen spielerische Vorteile, kamen aber kaum mehr zu Abschlüssen. Die Sachsen wiederum tauchten nur noch selten vor Dähne auf, der aber plötzlich noch einmal gefordert war, als Bär einen Schuss von Fallmann noch aufs Tor verlängerte (43.). So blieb es zur Pause beim Remis.
Die zweite Hälfte begann mit einsetzendem Nebel, der schnell dichter und stärker wurde. Mitten in diese Phase hinein fiel die Führung für die Löwen: Nach einer Kerze im Strafraum verlor Männel kurz die Übersicht, der Ball prallte von Voet ins Zentrum, wo Haugen aus wenigen Metern per Kopf ins verwaiste Tor köpfte (50.). Aufgrund der immer schlechteren Sichtverhältnisse unterbrach Referee Tom Bauer die Partie - und dies für mehr als eine Viertelstunde, bis sich die Sichtverhältnisse zumindest wieder ein bisschen besserten. Als wieder gespielt wurde, tat sich zunächst allerdings wenig. Die noch immer nicht idealen Witterungsbedingungen trugen dabei zweifellos ihren Teil dazu bei. In den Schlussminuten warf Aue allerdings noch einmal alles nach vorne und kam auch zu Chancen. Bär bugsierte den Ball mit einem angesetzten Fallrückzieher über das Tor (85.). Wenig später schoss der steilgeschickte Bär dann frei vor Dähne knapp über das Tor, es war die dicke Gelegenheit zum Ausgleich (89.). Am Ende blieb es - nach weiteren Schusschancen für die Gäste, die aber allesamt geblockt wurden - beim vierten Münchner Sieg in Serie. Am kommenden Freitag spielt 1860 München nun bei Viktoria Köln. Einen Tag später trifft Erzgebirge Aue auf Alemannia Aachen. (kicker)