VfB Stuttgart II: Florian Hellstern - Christopher Olivier, Dominik Nothnagel, Maximilian Herwerth, Leny Meyer - Julian Lüers, Noah Darvich, Nicolas Sessa, Justin Diehl - Jeremy Arevalo, Kenny Freßle; Trainer: Nico Willig
Eingewechselt: 46. Yanik Spalt für Julian Lüers, 46. Samuele di Benedetto für Leny Meyer, 61. Mansour Ouro-Tagba für Kenny Freßle, 73. Tim Köhler für Dominik Nothnagel, 81. Alexander Groiß für Nicolas Sessa
Kader: Jerik von der Felsen, Nuha Jatta, Mohamed Sankoh, Abdenego Nankishi
Spielbericht: Abstieg verschoben: Aue holt 0:2-Rückstand bei Stuttgart II auf
Erzgebirge Aue springt dem Abstieg zunächst noch mal von der Schippe. Die Veilchen holen beim VfB Stuttgart II einen 0:2-Rückstand auf und spielen das zweite Mal in Serie remis. Erzgebirge Aue musste beim VfB Stuttgart II mindestens einen Punkt holen, um dem sicheren Abstieg von der Schippe zu springen. Dafür hatte Interimscoach Khvicha Shubitidze nach dem 1:1 gegen den SC Verl drei Veränderungen vorgenommen. Günther-Schmidt und Ehlers kehrten für Bornschein und Uhlmann in die Startelf zurück. Außerdem war Majetschak nach seiner Verletzung erstmals wieder in der Startelf und ersetzte Fabisch. Der VfB Stuttgart II von Trainer Nico Willig hatte sein Team nach dem 1:3 bei Alemannia Aachen mit vier Wechseln aufs Feld geschickt. Olivier, Herwerth, Freßle und Arevalo begannen für Spalt, Köhler, di Benedetto und Sankoh.
Das Spiel hatte lange keine Highlights, Abschlüsse waren absolute Mangelware. Beide Teams agierten sehr vorsichtig und stellten aufgehende Lücken gut zu. Die erste Möglichkeit hatte Arevalo, der aus der Distanz Männel mal zu einer Parade zwang (17.). Doch auch in der Folge verlagerte sich das Duell wieder zurück ins Mittelfeld, bis Sessa zum Ende des ersten Durchgangs eine deutlich temporeichere Phase einleitete. Mit einem tollen Schlenzer sorgte er sehenswert für das 1:0 für die Hausherren (38.). Aue hatte in der Folge aber keine Zeit, sich zu schütteln, bekam es direkt mit dem nächsten Stuttgarter Angriff zu tun. In einem Zweikampf etwas kurios eher angeschossen, versenkte Arevalo auf Vorlage von Olivier dann den Ball nur zwei Minuten später erneut im Tor und brachte sein Team mit dem 2:0 (40.) einen großen Schritt in Richtung sicheren Klassenerhalt, der mit einem Sieg fix gewesen wäre. Doch der erste Durchgang sollte noch zwei weitere Highlights haben. Zunächst musste Männel eingreifen, als er einen schönen Schlenzer von Darvich noch gerade so aus dem Knick fischen konnte (42.), bevor auch Aue zumindest einmal gefährlich wurde. Der Freistoß von Guttau rauschte aber knapp über die Querlatte (45.+3).
Aue kam jedoch besser aus der Kabine, zeigte sich direkt engagierter und das mit Erfolg. Bereits in der 54. Minute schickte Bär Guttau steil, der dann den Anschlusstreffer erzielte. Ein Tor, das den Veilchen aber nicht wirklich neuen Schwung verlieh. In der Folge verlor die Partie abermals deutlich an Tempo und spielte sich zu großen Teilen weit entfernt von den Strafräumen ab. Sehr zäh plätscherte das Spiel der Schlussphase entgegen, bis es dann nochmal einiges zu bieten hatte. Erst hatte Diehl nach einer Darvich-Flanke eine Chance, scheiterte aber an Männel (76.), bevor Bär beinahe den Ausgleich erzielte. Nach einem langen Pass wurde er aber noch in höchster Not vom herausstürmenden Hellstern gestört und legte das Leder links vorbei (82.). Das war aber noch nicht das Ende auf dieses so wichtige Spiel. Aue, dem Abstieg schon sehr nah, musste zwar erst noch eine Großchance von Diehl überstehen (84.), bevor es plötzlich der Fußballgott gut mit dem Veilchen meinte. Nach einer Halbfeldflanke bekam Stuttgarts eingewechselter Groiß den Ball an die Hand und Schiedsrichter Jonah Besong zeigte sofort auf den Punkt. Kapitän Bär übernahm Verantwortung und duselte die Kugel durch die Arme von Hellstern zum 2:2 in die Maschen (88.). Dennoch hatten am Ende beide Teams sogar noch das Siegtor auf dem Fuß: Ein abgefälschter Distanzschuss von Herwerth rauschte aber knapp vorbei (30.+2) und auf der Gegenseite jagte Bär freistehend vor dem Kasten den Ball auf die Tribüne (90.+3). Somit blieben die Entscheidungen aus und weder der Aue-Abstieg noch der fixe VfB-Klassenerhalt waren entschieden. Stuttgart bekommt seine Chance am kommenden Sonntag (19.30 Uhr) dann beim TSV Havelse. Aue ist bereits am Mittwoch (20.30 Uhr) im Halbfinale des Landespokals Sachsen beim Chemnitzer FC gefordert. (kicker)