VfB Stuttgart II: Florian Hellstern - Michael Glück, Maximilian Herwerth, Dominik Nothnagel, Yanik Spalt - Mirza Catovic, Samuele di Benedetto, Noah Darvich, Lauri Penna, Abdenego Nankishi - Mansour Ouro-Tagba; Trainer: Nico Willig
Eingewechselt: 61. Efe Korkut für Abdenego Nankishi, 61. Alexander Groiß für Maximilian Herwerth, 75. Mohamed Sankoh für Noah Darvich, 75. Julian Lüers für Mirza Catovic, 84. Christopher Olivier für Samuele di Benedetto
Kader: Jerik von der Felsen, Kaden Amaniampong, Kenny Freßle, Tim Köhler
Tore: Fehlanzeige
Schiedsrichter: Ben Henry Uhrig (Hamburg) Assistenten: Fabian Büchner (Arnstorf),
Furkan Cevdet Vardar (Hamburg) Vierter Offizieller: Johannes Drößler (Gotha)
Spielbericht: Trotz Steigerung nach der Pause: Aue und Stuttgart trennen sich torlos
Erzgebirge Aue und der VfB Stuttgart II sind nicht über ein 0:0-Unentschieden hinausgekommen. Aue-Keeper Martin Männel wurde in seinem Jubiläumsspiel zum Hauptdarsteller. Aue-Trainer Jens Härtel musste gegen den VfB auf den erkrankten Guttau und Stefaniak (Muskelfaserriss) verzichten. Im Vergleich zum 1:1 beim SC Verl vor der Länderspielpause rückten zudem Bornschein und Ehlers auf die Bank, Seiffert, Günther-Schmidt, Weinhauer und Bär waren neu in der Startelf. VfB-Coach Nico Willig nahm nach dem 1:3 gegen Alemannia Aachen fünf personelle Wechsel vor: Herwerth, di Benedetto, Catovic, Penna und Nankishi ersetzten Meyer (5. Gelbe Karte), Sessa (Knieprobleme), Olivier, Lüers und Sankoh (alle Bank).
Die Stuttgarter erwischten vor 6821 Zuschauern den besseren Start und verbuchten die erste Chance: Penna servierte für Ouro-Tagba, dessen Kopfball Männel parierte (3.). Der Keeper bestritt gegen den VfB sein 550. Liga-Spiel für Aue - und auch in dieser Jubiläumspartie sollte er wichtig für seinen FC Erzgebirge werden. Nachdem Aue nur schwerfällig in die Partie gefunden hatte, drohte es nach gut einer Stunde sogar in Rückstand zu geraten: Seiffert foulte Darvich im eigenen Strafraum und verursachte so einen Strafstoß (29.). Der Gefoulte trat selbst an - und scheiterte an Männel. Der Keeper hielt den Versuch per Fußabwehr. Darvichs anschließender Kopfball landete an der Latte (30.). Aue kam mit einem blauen Auge davon und musste sich nach einem schwachen ersten Durchgang steigern.
Tatsächlich legten jedoch beide Mannschaften nach dem Seitenwechsel einen Zahn zu: Mit nun offenem Visier kamen sowohl Aue als auch der VfB zu Chancen. Di Benedetto machte auf Stuttgarter Seite den Anfang (46.), Günther-Schmidt antwortete sogleich (48.) - beide Versuche gingen knapp neben das Tor. Kurz vor der Stundenmarke rückte Malone ins Rampenlicht: Aues Verteidiger kam mit nach vorne - und scheiterte mit seinem Kopfball nach einer Ecke am Pfosten (56.). Kurz darauf feuerte er einen Schuss aus spitzem Winkel ab (59.) - und wiederum nur wenige Augenblicke später entschärfte er auf der anderen Seite Ouro-Tagbas Schuss per Kopf (59.). Es war die für lange Zeit spannendste Sequenz der Partie, denn Wechsel- und Verletzungsunterbrechungen - auch Malone musste angeschlagen raus - prägten fortan das Geschehen. Erst in der Schlussphase wurde es noch einmal in Tornähe gefährlich, doch weder Stuttgarts Joker Sankoh (88.) noch Ehlers (90.+2, 90.+3) waren erfolgreich. So blieb es beim torlosen Remis, durch das Aue seine Serie (vier Spiele ungeschlagen) zwar verlängerte, den Sprung aus der Abstiegszone aber verpasste. Bereits am Freitag ist Aue bei Wehen Wiesbaden zu Gast. Die Stuttgarter treffen am Sonntag auf den TSV Havelse.
(kicker)