Eintracht Frankfurt - FC Erzgebirge Aue 'Vorschau'
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Zum Abschluss der englischen Woche treten die Veilchen die Reise nach
Frankfurt an. Dabei treffen sie auf einen Gegner, der in den vergangenen
zwei Partien ebenfalls nicht gewinnen konnte: Eine Niederlage beim MSV
Duisburg und ein Remis zu Hause gegen die in der Rückrunde noch
ungeschlagenen Ingolstädter sorgten für eine magere Ausbeute der
Frankfurter Eintracht. Was auch bei den Unsrigen fehlte, war der
Siegerwille und vor allem Konzentration sowie Durchsetzungsvermögen.
Überdies scheint Eintracht-Trainer Armin Veh auf der Wellenlänge von
Karsten Baumann, der erstmals in der Rückrunde zwei Spiele in Folge
verlor, zu liegen. Seine Worte klingen bekannt: "In einer Saison hast du
immer wieder Spiele, wo du besser bist, aber trotzdem nicht gewinnst.
Deshalb bist du auch nie durch. Es ist erst zu Ende, wenn es rechnerisch
feststeht", sagte der 51 Jahre alte Fußball-Lehrer.
Doch kurz vor dem Saisonhalali scheinen sich bei beide Teams ihrer
Tabellenkonstellation nicht bewusst. Aue hat nach nur einem Zähler aus
den letzten drei Spielen von ehemals neun nur noch vier Punkte Vorsprung
auf den Abstiegsrelegationsplatz 16, auch weil die Konkurrenz fleißig
gepunktet hat. Gegen Paderborn war ein Dreier eigentlich eingeplant, nun
muss aus Frankfurt einfach etwas Zählbares mitgebracht werden. Leichter
gesagt als getan. Mit 62 Punkten hat die Eintracht die Position als
Tabellenzweiter, egal ob in der Hin-, Rück, Heim- oder in der
Auswärtstabelle, fast schon gemietet und damit alle Trümpfe für den
direkten Wiederaufstieg in der Hand. Zwei Zähler beträgt der Rückstand
auf Spitzenreiter Greuther Fürth bzw. fünf Punkte vor Düsseldorf, dem
Drittplatzierten. "Wir haben immer noch eine super Ausgangsposition. Die
müssen wir nutzen und drei Punkte holen", sagte Veh, dessen Elf
minimalistische vier Niederlagen kassierte - nur Düsseldorf verlor
seltener (drei Mal). Von den Saisonsiegen her feierte Fürth (19) einmal
mehr als die Eintracht (18). Acht Unentschieden komplettieren die beste
Bilanz nach 30 Spieltagen in 49 Jahren Profifußball.
Zugleich ist die Anzahl der geschossenen Tore für die Hessen in der 2. Bundesliga ein neuer Rekord. Alexander Meier (16 Treffer), Mo Idrissou (12) und Erwin Hoffer (9) sind für über die Hälfte der 69 Eintracht-Tore verantwortlich. Benjamin Köhler, der mit acht Toren viertbeste Schütze, hat genauso oft getroffen wie Aues bester Goalgetter Ronny König. Gekas (7) und Matmour (6) komplettieren neben sechs weiteren Knipsern die interne Liste der Torschützen, welche auch mithalfen, dass die SGE nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch punkten konnte - in Fürth drehte man ein 0:2 in ein 3:2 und in Cottbus gab es ein 3:3 nach 1:3. Aue gewann vier Mal nach einem 0:1-Rückstand (nur St. Pauli häufiger), weitere vier Mal gab es dann noch ein Remis. Ein weiterer Liga-Spitzenwert liegt in den 22 Kopfballtoren. Auch das die Buden aus dem Spiel heraus und nicht wie bei manch anderem durch Elfmeter fielen, stellt ein Qualitätsmerkmal dar. Nur zwei Mal in der Saison wurde den Frankfurtern ein Strafstoß zugesprochen, einen verwandelte Gekas, den anderen hat Köhler auf dem Gewissen. Die Veilchen glänzen hierbei genauso mit nur einem Elfmeter, haben aber mit nur 27 Toren den zweit schlechtesten Sturm der Liga zusammen mit Aachen vorzuweisen - nur Cottbus schoss noch weniger Tore (26).
Selbst im Verhindern von Treffern ist die Mainmetropole das Nonplusultra in der Liga. Einzig Fürth und Düsseldorf kassierten weniger Gegentore als Frankfurt (30), was obendrein elf Mal ohne Gegentor blieb. Der angehende Gastgeber gewann 15 seiner 18 Spiele nach einer 1:0-Führung - die einzigen Ausnahmen waren jeweils die 1:1-Remis gegen Düsseldorf und eben zuletzt Ingolstadt, wo 38.000 Zuschauer den jetzt schon wahnsinnigen Schnitt von 36.167 Besuchern pro Spiel in der Commerzbank-Arena nochmals in die Höhe trieben. Das 51.500 Zuschauer fassende Wohnzimmer der Eintracht, in dem die SGE noch nie verloren hat (10S-5U), war in dieser Saison noch nie voll belegt. Jedoch sind für das letzte Heimspiel gegen 1860 München am 29. April bereits jetzt alle Karten komplett vergriffen. Gegen Erzgebirge Aue wurden bisher 42.000 Eintrittskarten verkauft. Im Umfeld herrscht außerordentliche Euphorie, die allerdings auch befriedigt werden muss. So ärgerte sich Veh nach dem Spiel gegen den FCI über das Publikum, welches die Eintracht mit einem Pfeifkonzert nach den ersten 45 Minuten in die Halbzeitpause verabschiedet hatte: "Ich kann das nicht nachvollziehen, wenn fünf Spiele vor Saisonschluss bei einem Fehlpass gepfiffen wird. Die Mannschaft hat alles gegeben."
In der Vergangenheit haben sie dies zumindest. Gegen die Hessen verloren die Veilchen alle drei Duelle. Punktlos geblieben ist Aue in der 2. Bundesliga nur noch gegen Hertha BSC und Mönchengladbach bei jeweils zwei Niederlagen. Das erste Aufeinadertreffen endete damals für den FCE mit einer 0:2 Auswärtsniederlage, das Rückspiel war mit einem 5:0 gegen den späteren Aufsteiger über die Bühne gegangen. Auch heuer sieht es wieder einmal so aus, als ob die Veilchen dazu beitragen, Eintrachts Aufstiegsambitionen zu unterstützen. Allerdings endete das Hinspiel eher unglücklich durch eine Unachtsamkeit in der 86. Spielminute mit einer 1:2 Niederlage. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Mitnichten. “Ausgepufft und gefährlich”, so die Argumentation von FCE-Coach Karsten Baumann, der in den Reihen der Frankfurter gute Einzelspieler mit großer Qualität sieht. Personell steht dem 42-Jährigen der gleiche Kader (es fehlen: Paulus (Reha), Schröder (Schulterverletzung), Kern (Knieverletzung)) wie zum Paderbornspiel zur Verfügung. Ob es letztendlich Änderungen in der Startformation geben wird, könnte aufgrund plötzlich auftretender “Weh-Wehchen” durchaus passieren.
Florian Meyer aus Burgdorf wird seine Fähigkeiten als Schiedsrichter unter Beweis stellen. Anlass zur Sorge besteht aus Auer Sicht nur bedingt. In sechs Partien mit lila-weißer Beteiligung sorgten drei Remis (0:0 Essen, 1:1 Oberhausen und 0:0 bei 1860) für eine Punkteteilung, im Heimspiel gegen Offenbach ging man durch ein 2:1 als Sieger vom Platz und zwei Mal (1:0 in Aachen, 0:2 gegen Hertha) zog Aue den Kürzeren. Die letzte Bekanntschaft mit dem 42-jährigen Kanzleileiter dürfte allen noch in Erinnerung sein. Im November siegten die Veilchen beim Erzrivalen Dynamo Dresden sensationell mit 2:1. An den Linien assistieren dem Schiedsrichter des Jahres 2008/09 Holger Henschel (Braunschweig) und Tim Skorczyk (Salzgitter), Patrick Alt aus Heusweiler übernimmt die Verwaltungsaufgaben.
Zugleich ist die Anzahl der geschossenen Tore für die Hessen in der 2. Bundesliga ein neuer Rekord. Alexander Meier (16 Treffer), Mo Idrissou (12) und Erwin Hoffer (9) sind für über die Hälfte der 69 Eintracht-Tore verantwortlich. Benjamin Köhler, der mit acht Toren viertbeste Schütze, hat genauso oft getroffen wie Aues bester Goalgetter Ronny König. Gekas (7) und Matmour (6) komplettieren neben sechs weiteren Knipsern die interne Liste der Torschützen, welche auch mithalfen, dass die SGE nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch punkten konnte - in Fürth drehte man ein 0:2 in ein 3:2 und in Cottbus gab es ein 3:3 nach 1:3. Aue gewann vier Mal nach einem 0:1-Rückstand (nur St. Pauli häufiger), weitere vier Mal gab es dann noch ein Remis. Ein weiterer Liga-Spitzenwert liegt in den 22 Kopfballtoren. Auch das die Buden aus dem Spiel heraus und nicht wie bei manch anderem durch Elfmeter fielen, stellt ein Qualitätsmerkmal dar. Nur zwei Mal in der Saison wurde den Frankfurtern ein Strafstoß zugesprochen, einen verwandelte Gekas, den anderen hat Köhler auf dem Gewissen. Die Veilchen glänzen hierbei genauso mit nur einem Elfmeter, haben aber mit nur 27 Toren den zweit schlechtesten Sturm der Liga zusammen mit Aachen vorzuweisen - nur Cottbus schoss noch weniger Tore (26).
Selbst im Verhindern von Treffern ist die Mainmetropole das Nonplusultra in der Liga. Einzig Fürth und Düsseldorf kassierten weniger Gegentore als Frankfurt (30), was obendrein elf Mal ohne Gegentor blieb. Der angehende Gastgeber gewann 15 seiner 18 Spiele nach einer 1:0-Führung - die einzigen Ausnahmen waren jeweils die 1:1-Remis gegen Düsseldorf und eben zuletzt Ingolstadt, wo 38.000 Zuschauer den jetzt schon wahnsinnigen Schnitt von 36.167 Besuchern pro Spiel in der Commerzbank-Arena nochmals in die Höhe trieben. Das 51.500 Zuschauer fassende Wohnzimmer der Eintracht, in dem die SGE noch nie verloren hat (10S-5U), war in dieser Saison noch nie voll belegt. Jedoch sind für das letzte Heimspiel gegen 1860 München am 29. April bereits jetzt alle Karten komplett vergriffen. Gegen Erzgebirge Aue wurden bisher 42.000 Eintrittskarten verkauft. Im Umfeld herrscht außerordentliche Euphorie, die allerdings auch befriedigt werden muss. So ärgerte sich Veh nach dem Spiel gegen den FCI über das Publikum, welches die Eintracht mit einem Pfeifkonzert nach den ersten 45 Minuten in die Halbzeitpause verabschiedet hatte: "Ich kann das nicht nachvollziehen, wenn fünf Spiele vor Saisonschluss bei einem Fehlpass gepfiffen wird. Die Mannschaft hat alles gegeben."
In der Vergangenheit haben sie dies zumindest. Gegen die Hessen verloren die Veilchen alle drei Duelle. Punktlos geblieben ist Aue in der 2. Bundesliga nur noch gegen Hertha BSC und Mönchengladbach bei jeweils zwei Niederlagen. Das erste Aufeinadertreffen endete damals für den FCE mit einer 0:2 Auswärtsniederlage, das Rückspiel war mit einem 5:0 gegen den späteren Aufsteiger über die Bühne gegangen. Auch heuer sieht es wieder einmal so aus, als ob die Veilchen dazu beitragen, Eintrachts Aufstiegsambitionen zu unterstützen. Allerdings endete das Hinspiel eher unglücklich durch eine Unachtsamkeit in der 86. Spielminute mit einer 1:2 Niederlage. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Mitnichten. “Ausgepufft und gefährlich”, so die Argumentation von FCE-Coach Karsten Baumann, der in den Reihen der Frankfurter gute Einzelspieler mit großer Qualität sieht. Personell steht dem 42-Jährigen der gleiche Kader (es fehlen: Paulus (Reha), Schröder (Schulterverletzung), Kern (Knieverletzung)) wie zum Paderbornspiel zur Verfügung. Ob es letztendlich Änderungen in der Startformation geben wird, könnte aufgrund plötzlich auftretender “Weh-Wehchen” durchaus passieren.
Florian Meyer aus Burgdorf wird seine Fähigkeiten als Schiedsrichter unter Beweis stellen. Anlass zur Sorge besteht aus Auer Sicht nur bedingt. In sechs Partien mit lila-weißer Beteiligung sorgten drei Remis (0:0 Essen, 1:1 Oberhausen und 0:0 bei 1860) für eine Punkteteilung, im Heimspiel gegen Offenbach ging man durch ein 2:1 als Sieger vom Platz und zwei Mal (1:0 in Aachen, 0:2 gegen Hertha) zog Aue den Kürzeren. Die letzte Bekanntschaft mit dem 42-jährigen Kanzleileiter dürfte allen noch in Erinnerung sein. Im November siegten die Veilchen beim Erzrivalen Dynamo Dresden sensationell mit 2:1. An den Linien assistieren dem Schiedsrichter des Jahres 2008/09 Holger Henschel (Braunschweig) und Tim Skorczyk (Salzgitter), Patrick Alt aus Heusweiler übernimmt die Verwaltungsaufgaben.
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