FC Erzgebirge Aue - Karlsruher SC 'Vorschau'
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Während für den FC Erzgebirge der Aufstieg durch die 0:3-Niederlage bei
Fortuna Düsseldorf am vergangenen Wochenende fast schon ad acta gelegt
werden kann, sollte man sich gegen den abstiegbedrohten Karlsruher SC,
der bedingt durch die besseren ersten neun Spieltage im Saisonschnitt
auf Rang 14 platziert ist, wieder straffen, um die beste
Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte nicht noch zu gefährden. Zum
Glück kommt es morgen zum Duell mit dem Lieblingsgegner der Veilchen.
Die Lila-Weißen gewannen fünf der neun Zweitligaspiele gegen den KSC
und verloren nur ein Mal. Zuhause ist der FCE gegen die Badener sogar
ungeschlagen (2S-2U-0N). Des Weiteren steht Aue mit 10S-3N-1U momentan
auf Platz eins in der Heimtabelle, doch sahen die Zuschauer in den
letzten vergangenen 203 Heimminuten kein Tor ihrer Farben - seit 218
Minuten blieb Aue sogar ohne einen Treffer in der 2. Bundesliga. Negativ
auch die Rückrundenausbeute mit nur 14 Zähler, gerade einmal zwei Zähler
mehr als der Karlsruher SC, welcher allerdings mit einem gut besetzten
Kader bislang deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb und in den
vergangenen Wochen einige deftige Niederlagen kassierte - wie beim 2:6
gegen Hertha BSC, beim 1:4 gegen Ingolstadt oder beim 1:5 gegen 1860
München.
“Der Kader wurde überschätzt”, sagte kürzlich KSC-Manager Arnold Trentl. 39 Spieler wurden bislang eingesetzt und Rainer Scharinger ist bereits der vierte Übungsleiter, der versucht, das Blatt für den ehemaligen Bundesligisten in der laufenden Saison zu wenden. In vier Spielen holte er fünf Punkte und brachte wieder Hoffnung ins Wildparkstadion. Mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit gegen Osnabrück (2:2) verhinderte Karlsruhe den Absturz auf Platz 16. 12 Torschützen in der laufenden Saison deuten zudem darauf hin, dass die Gastgeber des kommenden Freitags jederzeit in der Lage sind, aus allen möglichen (und unmöglichen) Positionen Tore zu erzielen. Bester Knipser ist Iashvili, der auch im Hinspiel zum 1:1-Endstand traf, mit sieben Treffern, gefolgt von Chrisantus (6) und Staffeld (5). Auswärts verbuchte der KSC, der die mit Abstand meisten Gegentreffer (62) in der 2. Bundesliga kassierte, in seinen letzten acht Auftritten nur einen Sieg (2:1 Frankfurt) und ein Unentschieden (1:1 Bochum). Zuvor teilte man sich noch die Punkte in Cottbus (5:5), Ingolstadt (1:1) und in Osnabrück (0:0). 62 oder mehr Gegentore nach 28 Spielen hatten in der Geschichte der eingleisigen 2. Liga zuvor erst elf Teams - alle stiegen sie ab!
Dieses Szanario will der Chefcoach des Karlsruher SC verhindern, muss aber gleichzeitig auf insgesamt 13 Spieler verzichten. Die Verletztenliste des KSC hat sich neben einer Reihe Langzeitverletzter aktuell um Keeper Kristian Nicht (Knie), Lukas Rupp, Christian Timm und Godfried Aduobe vergrößert. Auch der Einsatz von Matthias Langkamp ist noch fraglich. Es nützt aber nichts zu lamentieren, es komme jetzt nicht mehr auf schöne Spiele an, so Scharinger. "Wenns sein muss, muss man mit zerrissenem Hemd das Ziel erreichen", fordert er den Kampfgeist seiner Mannschaft heraus und legt nach: "Ärmel hoch krempeln und durch. Wir wollen punkten und haben Respekt, aber keine Angst."
Mund abputzen und neu angreifen - nur so kann und darf das Motto beim FCE lauten. Auch muss man die letzten beiden torlosen Heimpartien vergessen machen. Allerdings steht für dieses Projekt immer weniger Personal zu Verfügung. Gleich drei Spieler sind gesperrt. Kevin Schlitte und Pierre Le Beau sahen gegen Düsseldorf die Ampelkarte, Top-Torjäger Marc Hensel (acht Treffer) sah seine zehnte Gelbe Karte. Zudem muss Trainer Rico Schmitt mehrere Wochen auf Mittelfeldspieler Patrick Milchraum verzichten. Der 26-Jährige zog sich einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu. "Nach jetzigem Stand wird Patrick im April definitiv nicht mehr zum Einsatz kommen", sagte Teamarzt Torsten Seltmann am Donnerstag. Neben Jörn Wemmer, der einen Bänderriss im Sprunggelenk auskuriert, meldet sich kurzfristig auch Kevin Stephan mit einem grippalen Infekt krank.
Positiv sieht es dagegen bei Defensivspieler Oliver Schröder aus. Nach dreimonatiger Verletzungspause (Entzündung im Sprunggelenk) ist er wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Ein Einsatz kommt aber für den 30-Jährigen noch zu früh. Wie nun die taktische Ausrichtung aussehen wird, zeigt sich wohl erst kurz vor Spielbeginn - über ein 4-2-3-1 oder 4-1-4-1 oder sogar ein 4-4-2 könnte man jetzt wild spekulieren. Kommt Zeit, kommt Rat. "Es ist die Möglichkeit für den einen oder anderen Alternativspieler, Farbe zu bekennen und zu versuchen, das wahre Leistungsvermögen abzurufen", hofft Rico Schmitt, der nach dem Debakel in Düsseldorf eine Trotzreaktion seines Teams sehen möchte.
Hoffnungsvoll schaut man auch auf das Schiedsrichtergespann. Denn mit Bastian Dankert wurde in der Winterpause ein Referee aus der 3. Liga für die 2. Bundesliga nachnominiert und ist morgen eventuell das Zünglein an der Waage. Sein Debüt als Profischiedsrichter gab der 30-jährige Geschäftsführer des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommerns im März beim Spiel Ingolstadt gegen den FSV Frankfurt. Der Rostocker wird an den Seitenlinien unterstützt von Markus Häcker (Pentz) und Martin Bärmann (Leipzig), Vierter Offizieller ist Eduard Beitinger (Regensburg).
“Der Kader wurde überschätzt”, sagte kürzlich KSC-Manager Arnold Trentl. 39 Spieler wurden bislang eingesetzt und Rainer Scharinger ist bereits der vierte Übungsleiter, der versucht, das Blatt für den ehemaligen Bundesligisten in der laufenden Saison zu wenden. In vier Spielen holte er fünf Punkte und brachte wieder Hoffnung ins Wildparkstadion. Mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit gegen Osnabrück (2:2) verhinderte Karlsruhe den Absturz auf Platz 16. 12 Torschützen in der laufenden Saison deuten zudem darauf hin, dass die Gastgeber des kommenden Freitags jederzeit in der Lage sind, aus allen möglichen (und unmöglichen) Positionen Tore zu erzielen. Bester Knipser ist Iashvili, der auch im Hinspiel zum 1:1-Endstand traf, mit sieben Treffern, gefolgt von Chrisantus (6) und Staffeld (5). Auswärts verbuchte der KSC, der die mit Abstand meisten Gegentreffer (62) in der 2. Bundesliga kassierte, in seinen letzten acht Auftritten nur einen Sieg (2:1 Frankfurt) und ein Unentschieden (1:1 Bochum). Zuvor teilte man sich noch die Punkte in Cottbus (5:5), Ingolstadt (1:1) und in Osnabrück (0:0). 62 oder mehr Gegentore nach 28 Spielen hatten in der Geschichte der eingleisigen 2. Liga zuvor erst elf Teams - alle stiegen sie ab!
Dieses Szanario will der Chefcoach des Karlsruher SC verhindern, muss aber gleichzeitig auf insgesamt 13 Spieler verzichten. Die Verletztenliste des KSC hat sich neben einer Reihe Langzeitverletzter aktuell um Keeper Kristian Nicht (Knie), Lukas Rupp, Christian Timm und Godfried Aduobe vergrößert. Auch der Einsatz von Matthias Langkamp ist noch fraglich. Es nützt aber nichts zu lamentieren, es komme jetzt nicht mehr auf schöne Spiele an, so Scharinger. "Wenns sein muss, muss man mit zerrissenem Hemd das Ziel erreichen", fordert er den Kampfgeist seiner Mannschaft heraus und legt nach: "Ärmel hoch krempeln und durch. Wir wollen punkten und haben Respekt, aber keine Angst."
Mund abputzen und neu angreifen - nur so kann und darf das Motto beim FCE lauten. Auch muss man die letzten beiden torlosen Heimpartien vergessen machen. Allerdings steht für dieses Projekt immer weniger Personal zu Verfügung. Gleich drei Spieler sind gesperrt. Kevin Schlitte und Pierre Le Beau sahen gegen Düsseldorf die Ampelkarte, Top-Torjäger Marc Hensel (acht Treffer) sah seine zehnte Gelbe Karte. Zudem muss Trainer Rico Schmitt mehrere Wochen auf Mittelfeldspieler Patrick Milchraum verzichten. Der 26-Jährige zog sich einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu. "Nach jetzigem Stand wird Patrick im April definitiv nicht mehr zum Einsatz kommen", sagte Teamarzt Torsten Seltmann am Donnerstag. Neben Jörn Wemmer, der einen Bänderriss im Sprunggelenk auskuriert, meldet sich kurzfristig auch Kevin Stephan mit einem grippalen Infekt krank.
Positiv sieht es dagegen bei Defensivspieler Oliver Schröder aus. Nach dreimonatiger Verletzungspause (Entzündung im Sprunggelenk) ist er wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Ein Einsatz kommt aber für den 30-Jährigen noch zu früh. Wie nun die taktische Ausrichtung aussehen wird, zeigt sich wohl erst kurz vor Spielbeginn - über ein 4-2-3-1 oder 4-1-4-1 oder sogar ein 4-4-2 könnte man jetzt wild spekulieren. Kommt Zeit, kommt Rat. "Es ist die Möglichkeit für den einen oder anderen Alternativspieler, Farbe zu bekennen und zu versuchen, das wahre Leistungsvermögen abzurufen", hofft Rico Schmitt, der nach dem Debakel in Düsseldorf eine Trotzreaktion seines Teams sehen möchte.
Hoffnungsvoll schaut man auch auf das Schiedsrichtergespann. Denn mit Bastian Dankert wurde in der Winterpause ein Referee aus der 3. Liga für die 2. Bundesliga nachnominiert und ist morgen eventuell das Zünglein an der Waage. Sein Debüt als Profischiedsrichter gab der 30-jährige Geschäftsführer des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommerns im März beim Spiel Ingolstadt gegen den FSV Frankfurt. Der Rostocker wird an den Seitenlinien unterstützt von Markus Häcker (Pentz) und Martin Bärmann (Leipzig), Vierter Offizieller ist Eduard Beitinger (Regensburg).
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