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FC Erzgebirge Aue - 1. FC Union Berlin 'Vorschau'

Am Sonntag treffen im 56. Punktspiel beider Traditionsmannschaften zwei Vereine aufeinander, die in ihrem jeweiligen letzten Spiel viel Einsatz gezeigt haben, doch außer Komplimenten nichts an Zählbarem einhamstern konnten. Der FC Erzgebirge musste sich nach einer 1:0-Führung in Augsburg noch mit einem völlig unverdienten 1:2 begnügen und bei den Gästen aus Berlin sah es am vergangenen Freitag lange Zeit zwar nach einem 0:0 aus, allerdings investierten die Unioner zu Hause gegen die Münchener Löwen bedeutend mehr, standen aber am Ende (0:1) ebenfalls ohne Punkte da.
Für die Köpenicker war es die vierte Heimpleite in dieser Saison, die anderen sieben Niederlagen holten sie sich in fremden Gefilden ab. Dass die kommenden Gäste aber auch auswärts für Punkte gut sind, zeigten sie vor kurzem in den beiden Auswärtsspielen bei den Aufstiegsaspiranten Hertha BSC (2:1) und MSV Duisburg (1:0). Im Vergleich aus den letzten zwölf Spielen erkämpften sich die im Sommer 2009 aufgestiegenen Berliner sogar einen Zähler mehr als Aue (16), trafen dabei aber mit einem Tor weniger nur zwölf Mal ins Netz. In diesem Zeitraum drehten die Eisernen vor allem in Halbzeit zwei auf und zeigten sich mit neun Buden treffsicher. Bester Knipser in den Reihen der Unioner ist momentan mit fünf Einschlägen Stürmer Benyamina, gefolgt von Mosquera, Ede und Kolk mit jeweils vier Buden. Insgesamt trugen sich zehn Spieler in die interne Torschützenliste ein. Nebenbei bemerkt holten die Köpenicker nach einem Rückstand noch beachtliche 13 Punkte - das ist Ligaspitze.
Dafür können sich die Wuhlheider sicherlich nichts kaufen. Aus gutem Grund setzt der Tabellenzwölfte ganz andere Prioritäten, wie die nötigen Punkte zum rettenden Ufer so schnell wie möglich sein Eigen zu nennen. Doch die Personaldecke von Unions Coach Uwe Neuhaus ist diese Woche erneut dünner geworden: Am Donnerstag fehlte Kapitän Mattuschka wegen Magen-Darm-Problemen ebenso beim Training wie Parensen, den Probleme am Schienbeinmuskel plagen. Darüber hinaus musste Kolk wegen Schmerzen in der Hüfte und Innenverteidiger Göhlert (Schmerzen in der Leiste) die Vormittagseinheit abbrechen. “Wir haben drei Spieler, wo es zumindest Fragezeichen gibt”, sagte Neuhaus und machte nur geheimnisvolle Andeutungen: “Vielleicht mache ich etwas, womit niemand rechnet.” Dies sind wohl die üblichen taktischen Verwirrspielchen, um die mit 31 Zählern heimstärkste Mannschaft der zweiten Liga ein wenig im Trüben fischen zu lassen.
Jedenfalls kann Trainer Rico Schmitt bis auf Abräumer Oliver Schröder (Reha) sowie (mit einem Fragezeichen versehen) Thomas Paulus aus dem personellen Vollen schöpfen. Demnach wird unter aller Voraussicht die Startelf vom Augsburgspiel auf dem Grün stehen, mit Tomasz Kos in der Abwehrzentrale ? bis auf die 0:6-Klatsche in Cottbus ein Prunkstück in der zweiten Liga. Die Veilchen spielten zehn Mal zu Null (zuletzt drei Heimspiele jeweils ohne Gegentor) und gewannen genauso oft die meisten Spiele mit einem Tor Differenz - alles beides Ligabestwert, wie auch die erzielten Tore nach Ecken (elf). Allerdings schossen die Veilchen gerade einmal 29 Tore - die wenigsten aller Vereine der oberen Tabellenhälfte. Mit acht Treffern ist Marc Hensel weiterhin der torgefährlichste Auer Akteur. So traf der Mittelfeldspieler auch beim 1:1 im Hinspiel. “Damals wurden wir förmlich an die Wand gespielt. Wir sind gewarnt”, betont der Sechser vor dem Duell am Sonntag, was jetzt schon mit mehr als 13.000 verkauften Karten zum saisonalen Zuschauerrekord abgestempelt werden kann. Gut und gerne 2.500 Anhänger des rot-weißen Clubs wollen ihre Mannschaft mit einem Autokorso nach Aue begleiten. Wegen des zu erwartenden Andrangs weist der FC Erzgebirge Aue darauf hin, erstens: rechtzeitig da zu sein und zweitens: die maximale Aufhanghöhe von Zaunfahnen bzw. Transparenten von 1,00 m unbedingt einzuhalten, um eine Sichtbehinderung in den unteren Reihen zu vermeiden. Die Stadiontore öffnen am Spieltag um 11:00 Uhr. Restkarten werden nur an den Kassen am Haupteingang verkauft.
Für das sicherlich hartgeführte Match schickt der Deutsche Fußball-Bund FIFA-Schiedsrichter Wolfgang Stark ins Erzgebirge. Es wird seine achte Partie mit Auer Beteiligung werden. Seine Bilanz weist bisher noch kein Unentschieden auf, dafür drei Heimsiege (5:0 Jena, 2:1 Rostock, 2:0 Karlsruhe) und zwei Auswärtsniederlagen (2:3 in Offenbach, 1:3 in Plauen). Beim 1:2 gegen den 1. FC Köln blieben die Lila-Weißen wie auch in der Drittligapartie gegen Eintracht Braunschweig (0:2) vor heimischem Publikum ohne Punkte. Dem Schiedsrichter des Jahres 2010 stehen Jan-Hendrik Salver und Marcel Bartsch zur Seite. Als vierter Offizieller fungiert Karl Valentin.


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