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Dynamo Dresden - FC Erzgebirge Aue 'Charakterstärke zahlt sich aus'

Wie leise 27.800 Dynamos im Glücksgas-Stadion sein können, erlebten die gut 2.300 mitgereisten Auer Schlachtenbummler in der 91. Spielminute, als Kapitän René Klingbeil zum viel umjubelten 1:1-Ausgleich einnetzte. Das erste Unentschieden für die Veilchen in dieser Saison fühlte sich mit dem Last-Minute-Treffer an wie ein Sieg. Dass dieser Punkt auch noch in Unterzahl erkämpft wurde, spricht für die gute Moral des FCE, welche man in Zukunft öfters sehen möchte. Zum Glück agierten die seit vier Partien ungeschlagenen Hausherren äußerst nervös, was der engagierten Götz-Elf gleich zu Beginn fast in die Karten gespielt hätte. Solomon Okoronkwo, ging für Jakub Sylvestr als einzige Sturmspitze in die Schlacht, bekam die Chance zur Führung nach Vorarbeit von Fabian Müller bereits nach acht Minuten serviert. Dresdens Keeper Kirsten parierte den Kopfball aber mit starkem Reflex. Auch auf der Gegenseite fiel das Augenmerk zunächst auf den Torwart. Martin Männel stand für den zuletzt unsicheren Sascha Kirschstein zwischen den Pfosten. Großartig auszeichnen konnte sich der 25-Jährige in den ersten 45 Minuten aber nur selten, da gefährliche Torabschlüsse der Dresdner bis auf die Versuche von Ouali (43.) und Bregerie (45.+1) rar gesät waren.
Überdies rückte noch eine weitere Person in den Mittelpunkt: Schiedsrichter Daniel Siebert, welcher nach 25 Minuten Dorian Diring mit der Ampelkarte vom Platz stellte und acht weitere Gelbe in einem keineswegs überhart geführten Match nahezu wahllos vergab. Die dezimierten Veilchen ließen sich von einigen zweifelhaften Kartenentscheidungen nicht unterkriegen, rackerten bis zur Erschöpfung und mussten in der 71. Minute aber trotzdem den Rückstand hinnehmen. Ein Sonntagsschuss von Schulz schlug aus 25 Metern unhaltbar für Martin Männel im langen Eck ein. Die Enttäuschung beim Auer Anhang hielt sich im Spiel der Spiele nur kurz, da sich ihre Mannen nicht aufgaben und nun alles riskierten. Und während Poté (86./89.) in aussichtsreicher Position zweimal Nerven zeigte, entpuppte sich Abwehrspieler René Klingbeil als eiskalter Torjäger. Es lief die erste Minute der Nachspielzeit. Einen weiten Ball schlug Thomas Paulus seitlings in den Fünfmeterraum, wo Mravac mit einem Stockfehler unfreiwillig für Aues Kapitän auflegte und dieser die Kugel aus sieben Meter ins Tor hämmerte. Und dann ward es plötzlich ruhig, ganz ruhig. Was man vom prallgefüllten und etwas vernebelten Gästeblock allerdings nicht sagen kann - Freude pur, wohin man schaute.

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