
“Aue hat uns alles abverlangt hat”, so das vorherrschende Fazit von Spielern und Verantwortlichen der Spielvereinigung Greuther Fürth. Genützt hat es den Veilchen aber reichlich wenig. Mit der 1:2-Niederlage musste Aue die Reise ins Erzgebirge in dieser Saison zum neunten Mal mit null Punkten antreten und konnte sich für die 2:6-Hinspielpleite nicht revanchieren. Dabei war die auf fünf Positionen veränderte Götz-Elf in der 17. Minute durch einen extravaganten Freistoßtreffer von Filip Luksik, dessen Ball aus gut 30 Metern an Freund und Feind vorbei im langen Toreck landete, in Führung gegangen. Allerdings drückten die Hausherren nach Luksiks erstem Saisoneinschlag aufs Tempo, scheiterten zunächst noch an Keeper Martin Männel (21.), am Pfosten (26.) oder an Iván González (28.). In der 38. Minute fiel der aber zugegebenermaßen mittlerweile verdiente Ausgleich der Kleeblätter. Ein Außenristschlenzer von Brosinski landete dabei unhaltbar für Martin Männel genau im linken oberen Winkel. Bis dahin waren die 1.800 mitgereisten Schlachtenbummler sowie Falko Götz mit dem Auftritt ihrer lila-weißen Mannen sicherlich zufrieden, ärgerten sich im zweiten Spielabschnitt allerdings umso mehr, als “wir mit einem bösen individuellen Fehler das Spiel abgeben haben”. Gemeint war die Aktion von Iván González gegen Azemi, als der Innenverteidiger nicht konsequent die Kugel klärte und so der Fürther mit unbändigem Willen auch noch Martin Männel umkurvte und zum 2:1 einschob. In der Schlussphase warfen die Veilchen mit den frischen offensiven Kräften Guido Kocer und Arvydas Novikovas alles nach vorne, jedoch fanden die Abschlüsse nicht den Weg ins Ziel (75. / 79. / 82.). “Die letzten 20 Minuten hat die Mannschaft eine gute Reaktion gezeigt”, bestätigte auch der FCE-Trainer die intakte Moral in der Mannschaft, nichtsdestotrotz hat sich “Fürth den Sieg über weite Strecken aber verdient.” Und so musste der FC Erzgebirge zum ersten Mal in dieser Saison nach eigener Führung ein Spiel verloren geben - für die SpVgg indes, gab es nach einem Rückstand zum sechsten Mal einen dreifachen Punktgewinn. Nicht umsonst stehen die Kleeblätter momentan auf Rang zwei der Tabelle, wo hingegen die Veilchen im nächsten Heimspiel gegen Dynamo Dresden die anvisierte 40-Punkte-Marke knacken können bzw. müssen.
SpielberichtFotos vom Spiel
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