FC Erzgebirge Aue - SC Paderborn 07 'Erst Danke, dann Schlendrian'
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Nun ist sie futsch, die gute Heimbilanz. Erzgebirge Aue verliert mit 0:2 gegen den Tabellenzweiten der 2. Liga und musste sich in der Rückrunde im eigenen Stadion zum ersten Mal geschlagen geben. Und irgendwie war gegen den ehemaligen Lieblingsgegner aus Paderborn - nur drei Niederlagen in den ersten 14 Begegnungen - sowieso die Luft raus. “Ich bin sehr enttäuscht von der Art und Weise, wie wir heute gespielt haben. Der letzte Biss und die letzte Konzentration haben gefehlt, wir haben es zu leicht hergeschenkt”, hat nicht nur Stürmer Frank Löning festgestellt. Auch die 12.350 Zuschauer sahen einen lustlosen Auftritt ihrer Mannen, der nahtlos am schwachen Auswärtsspiel in Düsseldorf anknüpfte.
Wie die Partie gelaufen wäre, wenn Jakub Sylvestr in der 10. Spielminute seinen 15. Saisontreffer versenkt hätte, kann nur gemutmaßt werden. Jedenfalls stand der Stürmer nach einem Zuckerpass vom späteren Unglücksraben Fabian Müller urplötzlich mutterseelenallein vor SCP-Keeper Kruse, schob den Ball im Anschluss jedoch am Schlussmann und am Tor vorbei. Und so plätscherte die Begegnung des 33. Spieltages mit vielen Fehlern im Spielaufbau vor sich hin. Aue konnte nicht und die kompakt stehenden Paderborner suchten ihr Glück gelegentlich in Standards. Zwei Freistöße von Meha, der insgesamt sieben Torschüsse abfeuerte - nur einen weniger als das gesamte Auer Team, waren hierbei nicht ganz ungefährlich. Jedoch sollte erst ein Patzer von Fabian Müller, der beim Dribbling vor dem eigenen Strafraum wegrutschte und den Weg zum Tor für Meha freimachte (35.), den Aufstiegsanwärter in die Spur bringen. Von einem lila-weißen Aufbäumen war danach nur wenig zu sehen. Die Veilchen ließen die für sie typischen Eigenschaften wie unbedingten Willen, Leidenschaft und Kampfstärke vermissen. “Wir haben heute einfach schlecht gespielt”, musste auch Innenverteidiger Thomas Paulus eingestehen, der den zweiten Einschlag von Paderborn ebenfalls nicht verhindern konnte. Vrancic spazierte unbeirrt entlang der Strafraumgrenze und setzte zentral vor dem Tor mit einem Schlenzer ins linke Eck den Schlusspunkt unter die Partie. Gewiss waren da noch 25 Minuten zu spielen, aber bis auf eine Chance von Guido Kocer, die Paderborns Tormann Kruse entschärfte (70.), kam nach vorn nichts Gefährliches heraus. Für einen Auer Spieler war an diesem Sonntag trotzdem nicht alles so schlecht: U23-Kicker Philip Hauck durfte sein Debüt in der 2. Bundesliga geben.
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