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FC Erzgebirge Aue - SG Sonnenhof Großaspach 'Chancen für drei Spiele'

Ganz starker Auftritt der Jungs in Lila-Weiß. Nach dem verpassten Weiterkommen im DFB-Pokal am Dienstag gegen den 1. FC Heidenheim hatte man schon die Befürchtung, dass es im letzten Spiel des Jahres 2015 womöglich an Motivation und Kondition fehlen würde. Doch weit gefehlt. Von Beginn an konnten die Veilchen den eher defensiv ausgerichteten Gästen ihr eigenes Spiel aufzwingen und hatten bereits nach einer Viertelstunde zwei dicke Möglichkeiten auf dem Papier stehen. Simon Skarlatidis lange Hereingabe nahm Simon Handle (7.) mit vollen Risiko volley. Bei der Direktabnahme aus sechs Metern konnte SG-Keeper Gäng gerade noch die Arme hoch reißen und klären. Auch Mario Kvesics Versuch zentral aus 12 Metern parierte der Schlussmann außerordentlich (14.). Vorausgegangen war erneut ein langer Ball von Simon Skarlatidis zu Simon Handle, der ganz stark auf den mitgelaufenen Mario Kvesic auflegte. Aue versuchte nachzulegen, machte aber hinten fast zu weit auf, sodass die Großaspacher in der 20. Minute mit ihrer ersten Chance dem Tor sehr nahe kamen. Ein vom überragend abgebrühten Adam Sušac geklärter Ball wurde von Sebastian Hertner leichtfertig vertändelt, Röttger spritzte dazwischen und brachte den Ball gefährlich in den Fünfmeterraum, wo Martin Männel aber aufgepasst hatte. Dieser Wachmacher sorgte dann erst einmal für mehr Pressing bei den Gästen, die dem Auer Spielaufbau damit frühzeitig einen Riegel davor schoben. Heidenheim gewann bekanntlich mit dieser Taktik auch und man war gut daran, nichts zu erzwingen. So neutralisierten sich beide Teams weitestgehend, und es entstanden bis zur Pause kaum noch Torchancen.
Der zweite Durchgang begann für Simon Skarlatidis mit viel Schmerzen. In einem Zweikampf bekam er die Stollen von Kienast schön in den Span gedrückt. An ein Weiterspielen war nicht zu denken und Nicky Adler übernahm seine Schicht (52.). Nebenbei bemerkt stellte sich für das Foul Röttger als Sünder zur Verfügung und schützte somit den Übeltäter Kienast, der bereits in der ersten Halbzeit Gelb gesehen hatte, vor einem Platzverweis. Auf dieses “Fair-Play” hatten die Veilchen zwar nicht sofort, aber in der 68. Minute dann die passende Antwort und erspielten sich die Führung mit einer tollen Kombination. Christian Tiffert passte auf den durchgestarteten Max Wegner, der noch an Gäng scheiterte. Nicky Adler behielt im Anschluss den Überblick und flankte seitlich von der Strafraumgrenze quer zu Simon Handle, der per Kopf die Kugel aufs Tor brachte. Drei Großaspacher konnten dieses Geschoss nicht stoppen und das 1:0 landete über den Innenpfosten schlussendlich in den Maschen. Kurz darauf gab es für die 7.000 Zuschauer ein Déjà-Vu, denn Simon Handle stand exakt an der gleichen Stelle und köpfte nach Flanke von Max Wegner erneut aufs Tor. Während Gäng schon geschlagen war, rettete Schiek auf der Linie. Als dann Kienast mit seiner “dritten” gelben Karte doch vom Platz flog (75.), folgte ein munteres Scheibenschießen. Was der FCE in dieser Phase allerdings für Konterchancen liegen ließ, war schier unglaublich. Das waren fünf Hundertprozentige (77. Simon Handle, 85./89 Max Wegner, 83./88. Nicky Adler) die nicht genutzt wurden. “Wir hätten noch zwei, drei Tore mehr machen können. Da fehlt uns die Qualität und Ruhe vor dem Tor - das haben wir aber schon immer gewusst, das ist kein Geheimnis”, sagte freilich ein stolzer Pavel Dotchev, der am Ende nämlich doch noch einen Einschlag miterleben durfte. Nicky Adler verwerte in der Nachspielzeit das Zuspiel von Max Wegner mit links ins lange Eck.

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