Statement des Vereins lässt Steffen Ziffert aufhorchen
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Die Gremien des FC Erzgebirge Aue - Helge Leonhardt (Präsident), Bernd Keller (Vorsitzender des Aufsichtsrates), Karl Matko (Vorsitzender des Ehrenrates) sowie Manfred Jahn (Vorsitzender des Förderkreises) - gaben am Donnerstag folgende Mitteilung bekannt:
"Die Mitglieder der Vereinsgremien (Vorstand, Aufsichtsrat, Ehrenrat) und zeitweise der Vorsitzende des Förderkreises haben sich am Dienstag im Gästehaus Wolfsbrunn zu einer gemeinsamen Arbeitsbesprechung getroffen. Im Mittelpunkt dieser Tagung standen die personelle Vorbereitung der neuen Serie in der 2. Bundesliga, strukturelle Planungen des FC Erzgebirge Aue und Fragen der Einbindung des Förderkreises in die direkte Vereinsarbeit.
"Die Mitglieder der Vereinsgremien (Vorstand, Aufsichtsrat, Ehrenrat) und zeitweise der Vorsitzende des Förderkreises haben sich am Dienstag im Gästehaus Wolfsbrunn zu einer gemeinsamen Arbeitsbesprechung getroffen. Im Mittelpunkt dieser Tagung standen die personelle Vorbereitung der neuen Serie in der 2. Bundesliga, strukturelle Planungen des FC Erzgebirge Aue und Fragen der Einbindung des Förderkreises in die direkte Vereinsarbeit.
Die Gremien wurden vollumfänglich durch den Präsidenten und den Vorstand über die gegenwärtige Lage informiert. Alle begrüßten den eingeschlagenen Kurs der hervorragenden sportlichen und wirtschaftlichen Entwicklung des FC Erzgebirge Aue. Durch den Aufstieg in die 2. Bundesliga wurde der Marktwert unseres Traditionsvereins wesentlich erhöht. Die Vorbereitung der neuen Spielserie war von einer zielgerichteten Neuausrichtung des Kaders für die erste Mannschaft und der Vereinsstruktur geprägt. Die Entscheidungen zu allen gegenwärtigen Personal– und Strukturfragen wurden zur Kenntnis genommen und bestätigt.
Am nächsten Arbeitspunkt des Treffens nahm Manfred Jahn in seiner Funktion als Vorsitzender des Förderkreises teil. Gemeinsam wurde verdeutlicht, dass der Förderkreis FC Erzgebirge e. V. in die direkte Vereinsarbeit und Vereinsstruktur eingebunden werden soll. Insbesondere geht es dabei um Aufgaben wie Sponsorengewinnung und deren Betreuung. Diese Aufgaben gilt es zielgerichtet und abrechenbar im Rahmen in einer sich vergrößernden Marketingabteilung des FC Erzgebirge Aue auszuführen. Die durch Veröffentlichungen entstandenen Irritationen und atmosphärischen Störungen zwischen den FCE-Gremien und dem Förderkreis wurden erörtert und ausgeräumt. Beide Seiten bedauern den kurzzeitigen zu emotional geprägten Umgang miteinander.
Die Gremien des FC Erzgebirge Aue stehen auch in Zukunft für solides und erfolgreiches wirtschaftliches und sportliches Handeln. Unser Verein soll als Wirtschaftsfaktor weiter nach vorn entwickelt werden. Davon profitieren die Region und insbesondere unsere Jugend. Mit aktuell über 6.650 Mitgliedern, mehr als 260 Firmenpartnern und tausenden Fans verfügt unser Verein über ein beträchtliches Potential. Abschließend dankten die Gremien dem Vereinsvorstand für seine Leistungen im vergangenen Jahr."
Nach dieser Bekanntmachung bricht Ex-Sportdirektor Steffen Ziffert fünf Wochen nach seiner überraschenden Beurlaubung sein Schweigen und gab der Freien Presse ein Interview:
Wenn es noch eines Tropfens bedurft hätte, um das Fass zum Überlaufen zu bringen, dann wäre es jene gemeinsame Mitteilung von Vorstand, Aufsichtsrat, Ehrenrat und Förderkreis des FC Erzgebirge Aue gewesen, die am Donnerstag als Fazit einer Arbeitssitzung auf der Internetseite des Fußball-Zweitliga-Rückkehrers aufgetaucht ist. Darin kam der Name Steffen Ziffert zwar gar nicht vor, aber der Satz: “Die Entscheidungen zu allen gegenwärtigen Personal- und Strukturfragen wurden zur Kenntnis genommen und bestätigt.” Und damit auch die Beurlaubung, die den Sportdirektor im Juni eiskalt erwischt hatte. Zudem wurde mitgeteilt, dass es sich bei allem, was Förderkreischef Manfred Jahn mit seinem kritischen offenen Brief zum Thema Ziffert losgetreten hatte, nur um “Irritationen und atmosphärische Störungen zwischen den FCE-Gremien und dem Förderkreis” als Sponsorenvereinigung gehandelt habe. Die seien erörtert und ausgeräumt worden.
Damit zerschlugen sich Zifferts letzte Hoffnungen, doch noch von anderen FCE-Verantwortlichen angehört zu werden als jenen, die ihn beurlaubt hatten. Und selbst die gaben wochenlang weder bei Ziffert noch öffentlich Gründe an, warum sie den sportlichen Leiter freistellten. “Das wurde in einer Mitteilung des Präsidenten damit begründet, mich schützen zu wollen. Leider zeigte sich, dass mit dieser Aussage den unterschiedlichsten Spekulationen und Gerüchten zu meiner Person Platz eingeräumt wurde”, so Ziffert. Die Gerüchte schossen in der Tat ins Kraut, nahmen teils ehrverletzende Züge an. Er habe, vor allem im Interesse des Vereins, lange auf ein klärendes Gespräch mit den Verantwortlichen gewartet. Schon, um Stellung nehmen zu dürfen. “Leider war dies nach meiner heutigen Auffassung nicht erwünscht.” Als es schließlich vor gut einer Woche endlich zu einem Gespräch mit dem Vorstand gekommen sei, habe er erstmals Gründe für seine Beurlaubung erfahren. “Zusammengefasst wurde mir vorgeworfen, den Anforderungen an einen Sportdirektor des FC Erzgebirge Aue nicht zu genügen. Diese Einschätzung trifft mich natürlich überraschend.”
Aber auch nach diesem Gespräch habe er sich nichts vorzuwerfen, da er in seiner Funktion immer im Sinne des Vereins, nach bestem Wissen und vor allem nach Absprache mit dem Trainerteam und weiteren Verantwortlichen gehandelt habe. “Ich habe weder ein Trainingslager ohne Absprache gebucht, noch einen Torhüter geholt, der vom Trainerteam nicht gewollt war. Ebenso wenig ist der Abstieg der A-Junioren von mir zu verantworten”, erklärt Ziffert und fügt an: “Auf meiner Habenseite stehen in der Aufstiegssaison 18 vom Präsidium unterschriebene Verträge. Auch die Verpflichtung eines Fitnesstrainers ist von mir initiiert und umgesetzt worden, obwohl diese Stelle nicht vorgesehen war.” Er sei stolz auf das Erreichte.
“Natürlich würde ich aus heutiger Sicht die eine oder andere Entscheidung möglicherweise anders treffen. Ich bin aber enttäuscht darüber, dass ich als Verantwortlicher für punktuelle Dinge hingestellt werde, die letztlich in einem anderen Rahmen besprochen oder entschieden worden sind.” Er könne durchaus noch mehr ins Detail gehen, auch dazu, wann es zu ersten Unstimmigkeiten in der Zusammenarbeit kam, so der 51-Jährige gestern. Das wolle er aber derzeit nicht. Ziffert: “Zum Schutz bestimmter Personen, würde der FCE-Präsident wohl sagen.”
Als Letzterer erklärte Helge Leonhardt nur, dass es nächste Woche ein finales Gespräch mit Ziffert geben soll und sich der Vorstand erst danach äußert. Bernd Keller als Chef und Uwe Leonhardt als Mitglied des Aufsichtsrats verwiesen auf Anfrage der “Freien Presse” auf die eingangs erwähnte offizielle Mitteilung im Internet. Eine Notwendigkeit, sich auch Zifferts Version einmal anzuhören, sahen beide nicht. “Das Präsidium hat die Fakten vorgelegt. Die Verfahrensweise wurde von uns bestätigt. Derartige Entscheidungen sind eindeutig Sache des Vorstands, der kümmert sich auch weiter darum”, so Uwe Leonhardt.
Am nächsten Arbeitspunkt des Treffens nahm Manfred Jahn in seiner Funktion als Vorsitzender des Förderkreises teil. Gemeinsam wurde verdeutlicht, dass der Förderkreis FC Erzgebirge e. V. in die direkte Vereinsarbeit und Vereinsstruktur eingebunden werden soll. Insbesondere geht es dabei um Aufgaben wie Sponsorengewinnung und deren Betreuung. Diese Aufgaben gilt es zielgerichtet und abrechenbar im Rahmen in einer sich vergrößernden Marketingabteilung des FC Erzgebirge Aue auszuführen. Die durch Veröffentlichungen entstandenen Irritationen und atmosphärischen Störungen zwischen den FCE-Gremien und dem Förderkreis wurden erörtert und ausgeräumt. Beide Seiten bedauern den kurzzeitigen zu emotional geprägten Umgang miteinander.
Die Gremien des FC Erzgebirge Aue stehen auch in Zukunft für solides und erfolgreiches wirtschaftliches und sportliches Handeln. Unser Verein soll als Wirtschaftsfaktor weiter nach vorn entwickelt werden. Davon profitieren die Region und insbesondere unsere Jugend. Mit aktuell über 6.650 Mitgliedern, mehr als 260 Firmenpartnern und tausenden Fans verfügt unser Verein über ein beträchtliches Potential. Abschließend dankten die Gremien dem Vereinsvorstand für seine Leistungen im vergangenen Jahr."
Nach dieser Bekanntmachung bricht Ex-Sportdirektor Steffen Ziffert fünf Wochen nach seiner überraschenden Beurlaubung sein Schweigen und gab der Freien Presse ein Interview:
Wenn es noch eines Tropfens bedurft hätte, um das Fass zum Überlaufen zu bringen, dann wäre es jene gemeinsame Mitteilung von Vorstand, Aufsichtsrat, Ehrenrat und Förderkreis des FC Erzgebirge Aue gewesen, die am Donnerstag als Fazit einer Arbeitssitzung auf der Internetseite des Fußball-Zweitliga-Rückkehrers aufgetaucht ist. Darin kam der Name Steffen Ziffert zwar gar nicht vor, aber der Satz: “Die Entscheidungen zu allen gegenwärtigen Personal- und Strukturfragen wurden zur Kenntnis genommen und bestätigt.” Und damit auch die Beurlaubung, die den Sportdirektor im Juni eiskalt erwischt hatte. Zudem wurde mitgeteilt, dass es sich bei allem, was Förderkreischef Manfred Jahn mit seinem kritischen offenen Brief zum Thema Ziffert losgetreten hatte, nur um “Irritationen und atmosphärische Störungen zwischen den FCE-Gremien und dem Förderkreis” als Sponsorenvereinigung gehandelt habe. Die seien erörtert und ausgeräumt worden.
Damit zerschlugen sich Zifferts letzte Hoffnungen, doch noch von anderen FCE-Verantwortlichen angehört zu werden als jenen, die ihn beurlaubt hatten. Und selbst die gaben wochenlang weder bei Ziffert noch öffentlich Gründe an, warum sie den sportlichen Leiter freistellten. “Das wurde in einer Mitteilung des Präsidenten damit begründet, mich schützen zu wollen. Leider zeigte sich, dass mit dieser Aussage den unterschiedlichsten Spekulationen und Gerüchten zu meiner Person Platz eingeräumt wurde”, so Ziffert. Die Gerüchte schossen in der Tat ins Kraut, nahmen teils ehrverletzende Züge an. Er habe, vor allem im Interesse des Vereins, lange auf ein klärendes Gespräch mit den Verantwortlichen gewartet. Schon, um Stellung nehmen zu dürfen. “Leider war dies nach meiner heutigen Auffassung nicht erwünscht.” Als es schließlich vor gut einer Woche endlich zu einem Gespräch mit dem Vorstand gekommen sei, habe er erstmals Gründe für seine Beurlaubung erfahren. “Zusammengefasst wurde mir vorgeworfen, den Anforderungen an einen Sportdirektor des FC Erzgebirge Aue nicht zu genügen. Diese Einschätzung trifft mich natürlich überraschend.”
Aber auch nach diesem Gespräch habe er sich nichts vorzuwerfen, da er in seiner Funktion immer im Sinne des Vereins, nach bestem Wissen und vor allem nach Absprache mit dem Trainerteam und weiteren Verantwortlichen gehandelt habe. “Ich habe weder ein Trainingslager ohne Absprache gebucht, noch einen Torhüter geholt, der vom Trainerteam nicht gewollt war. Ebenso wenig ist der Abstieg der A-Junioren von mir zu verantworten”, erklärt Ziffert und fügt an: “Auf meiner Habenseite stehen in der Aufstiegssaison 18 vom Präsidium unterschriebene Verträge. Auch die Verpflichtung eines Fitnesstrainers ist von mir initiiert und umgesetzt worden, obwohl diese Stelle nicht vorgesehen war.” Er sei stolz auf das Erreichte.
“Natürlich würde ich aus heutiger Sicht die eine oder andere Entscheidung möglicherweise anders treffen. Ich bin aber enttäuscht darüber, dass ich als Verantwortlicher für punktuelle Dinge hingestellt werde, die letztlich in einem anderen Rahmen besprochen oder entschieden worden sind.” Er könne durchaus noch mehr ins Detail gehen, auch dazu, wann es zu ersten Unstimmigkeiten in der Zusammenarbeit kam, so der 51-Jährige gestern. Das wolle er aber derzeit nicht. Ziffert: “Zum Schutz bestimmter Personen, würde der FCE-Präsident wohl sagen.”
Als Letzterer erklärte Helge Leonhardt nur, dass es nächste Woche ein finales Gespräch mit Ziffert geben soll und sich der Vorstand erst danach äußert. Bernd Keller als Chef und Uwe Leonhardt als Mitglied des Aufsichtsrats verwiesen auf Anfrage der “Freien Presse” auf die eingangs erwähnte offizielle Mitteilung im Internet. Eine Notwendigkeit, sich auch Zifferts Version einmal anzuhören, sahen beide nicht. “Das Präsidium hat die Fakten vorgelegt. Die Verfahrensweise wurde von uns bestätigt. Derartige Entscheidungen sind eindeutig Sache des Vorstands, der kümmert sich auch weiter darum”, so Uwe Leonhardt.
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