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FC Erzgebirge Aue - VfL Bochum 'Aue verliert Spiel und Tiffert'

Zum ersten Mal in dieser Saison geben die Veilchen ein Spiel nach eigener Führung aus der Hand. Gegen den zuvor in der Fremde sieglosen VfL Bochum verlor der FC Erzgebirge mit 2:4 und könnte nach der zweiten Niederlage infolge bis auf den vorletzten Tabellenplatz abrutschen. Für den gemeinen Fan gab es zum Freitagabend einen atemberaubenden Schlagabtausch mit vier Toren in den ersten 14 Minuten oder wie die MOPO schrieb: Ein Tag der offenen Baustelle. Bereits nach 91 Sekunden folgte zunächst die Kalte Dusche für die Hausherren, als Fabio Kaufmanns zu kurz geratener Querpass abgefangen und Wurtz auf Reisen geschickt wurde. Völlig ungestört versenkte der Ruhrpottler die Kugel vorbei am Keeper Robert Jendrusch in die Maschen. Auf die passende Antwort mussten die 7.300 Zuschauer nicht wirklich lange warten. Im Anschluss an eine Ecke kam Steve Breitkreuz aus sieben Metern völlig frei zum Schuss. VfL-Torwart Riemann konnte nur abklatschen, Pascal Köpke stand goldrichtig und jagte die Kugel aus einem Meter unter die Latte (5.). Simon Skarlatidis legte sieben Minuten später noch einen drauf. Die zweite Auer Ecke schlenzte Philipp Riese in den Sechzehner. An Mann und Maus vorbei landete die Kugel am rechten Schienbein des überraschten Bastians, der damit ungewollt Simon Skarlatidis bediente und dieser aus zwei Metern keine Mühe hatte, durch die Hosenträger von Riemann einzuschieben. Der Freudenjubel war noch voll im Gange, da schepperte es bereits wieder auf der Gegenseite. Der völlig blanke Eisfeld legte sich die Kugel am linken Strafraumeck zurecht und vollendete mit einem zugegebenermaßen sensationellen Schuss in den langen Torwinkel.
Danach war durchpusten angesagt. Beide Mannschaften agierten nun aus einer sicheren Defensive heraus und die torgefährlichen Aktionen wurden überschaubar. Dafür rückte Schiedsrichter Dr. Martin Thomsen in den Fokus. Bei einem Ellenbogenschlag gegen Fabian Kalig im Bochumer Strafraum blieb die Pfeife stumm (19.) und nach einer Notbremse von Dawidowicz an Cebio Soukou gab es nur Gelb für den Übertäter (29.). Kurz vor der Pause drückten die Gäste auf den erneuten Führungstreffer: Erst köpfte Wurtz nach Stiepermanns Eckball das Leder an den Außenpfosten (42.), dann war Robert Jendrusch bei einem Freistoß-Aufsetzer von Eisfeld zur Stelle (44.). Aber auch nach der Kabinenpredigt war Bochum deutlich besser im Spiel, verbuchte gleich drei Chancen durch Eisfeld (46.), Rieble (48.) und Weilandt (50.). Endlich waren auch die Veilchen körperlich und geistig wieder auf dem Platz. Wobei man sich schon fragen muss, warum Mario Kvesic in der 50. Minute am Elfmeterpunkt stehend nach überragender Soukou-Vorarbeit nicht den direkten Abschluss suchte und lieber zum Dribbling ansetzte. Fast schon eine Schlüsselszene, denn so richtig kamen die Hausherren nicht mehr in die Partie und glänzten abermals mit Unstimmigkeiten in der Abwehr. Die beiden weiteren Treffer durch den eingewechselten Gyamerah (70.) und Mlapa (90.+1) waren demnach nur folgerichtig. Ein völlig unnötiger Platzverweis für Christian Tiffert (88.) rundete das ganze Dilemma ab. Es ist bereits seine zweite Ampelkarte in einer Saison, die dem FCE so langsam entgleiten scheint. Nur sieben Punkte aus acht Spielen, das gab es auch in Aues letzter Zweitligaspielzeit - Ende bekannt.

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