VeilchenPower.de

TSV 1860 München - FC Erzgebirge Aue 'Fehlentscheidung mit Folgen'

Was in den bisherigen Zweitliga-Saison für der Veilchen alles schief lief, wurde gestern zum Auftakt des 11. Spieltages in der Allianz-Arena schonungslos zusammengefasst: Individuelle Fehler, saublöde Elfmeter, Pfostentreffer, dubiose Schiedsrichterentscheidungen und halt auch ganz viel Pech. Es war ein ebenso bitterer, wie unglücklicher Freitagabend. Obwohl die spielerische Leistung und vor allem die Moral wieder einmal stimmten, verlor Erzgebirge Aue bei 1860 München klar mit 2:6. Die Schlüsselszene zu diesem Desaster erlebten die gut 1.300 mitgereisten Auefans in Spielminute 43. Nach einem Konter umkurvte der 60er Olic Aues Keeper Daniel Haas und brachte den Ball aus spitzem Winkel auf das Tor, wo Sebastian Hertner den Ball im Liegen spektakulär und akrobatisch per Kopf auf der Linie klärte. Schiedsrichter Thorben Siewer, der seit Dezember 2009 zu seinem eigenen Schutz wegen Manipulationsverdacht gesperrt war und erst Anfang August 2016 wieder als Referee auf dem Platz steht, entschied allerdings auf Handspiel und Rot für den ‘Übeltäter’. Den zu Unrecht verhängten Strafstoß brachte Liendl im Tor zum mittlerweile 3:1 für die Löwen unter.
Ein Ergebnis, das keineswegs den bisherigen Spielverlauf darstellte. Aue hätte schon nach sieben Minuten in Führung gehen können, als Louis Samson nach einer Ecke den rechten Pfosten traf - Steve Breitkreuz machte es in der 37. Minute nicht besser. Auch einen Handelfmeter, indem Stojkovic einen Doppelpass von Mario Kvesic und Pascal Köpke mit der Hand unterband (19.), wurde verweigert. Wie gesagt, viel Pech und einfache Fehler stehen bei den Veilchen immer noch auf der Tagesordnung. So foulte Calogero Rizzuto zunächst Aycicek an der Strafraumgrenze und fälschte den fälligen Freistoß dann auch noch leicht ab, worauf Torwart Daniel Haas ebenfalls eine äußerst unglückliche Figur abgab (16.). Kurze Zeit später ging der Rechtsverteidiger gegen Olic im Strafraum ungestüm in den Zweikampf: Foulelfmeter, Tor, Liendl (23.). Nur fünf Minuten später patzte auch die keineswegs sattelfeste Defensive der Gegenseite: An der Flanke aus dem rechten Halbfeld von Mario Kvesic flog 1860-Keeper Zimmermann vorbei und der dahinter stehende Pascal Köpke brauchte nur noch den Fuß ranhalten, um seinen sechsten Saisontreffer zu markieren. Der FCE nun am Drücker und dem Ausgleich verdammt nahe. Aber mit dem 1:3 kurz vor der Pause und dem folgenschweren Platzverweis war die Messe fast schon gelesen. Bei Mölders 4:1 kurz nach Wiederbeginn befürchtete man dann schon eine Klatsche. Allerdings zeigten die unbeeindruckten Gäste viel Kampfgeist, gaben nicht auf und wurden für diese Entschlossenheit belohnt: Cebio Soukou stellte mit einer schönen Einzelleistung den alten Abstand wieder her (55.). Es begann die stärkste Auer Phase. Angriff über Angriff rollte Richtung Sechzig-Tor. 10:2 Ecken, 17:14 Torschüsse sprechen auch statistisch gesehen für die in Unterzahl spielenden Lila-Weißen. Am Ende reichte es aber dennoch nicht für etwas Zählbares, da die Löwen den freien Raum der weit aufgerückten Auer eiskalt nutzen: Aycicek (72.) und Adlung (90.) machten das halbe Dutzend voll.

Spielbericht
Fotos vom Spiel


3341 Klicks

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
Um einen Kommentar hinterlassen zu können, erhalten Sie nach dem Kommentieren eine E-Mail mit Aktivierungslink an ihre angegebene Adresse.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA