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Faktencheck Teil2 veröffentlicht

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde des Auer Fußballs, ankündigungsgemäß möchte die Vereinsführung zu Kritikpunkten, welche in der Mitgliederversammlung vorgebracht wurden, nachfolgend Stellung nehmen. Vor der Stellungnahme haben die verschiedenen verantwortlichen Personen der Vereinsführung Rücksprache mit den betroffenen Gremien genommen. Die Kritik wurde zum Teil sachlich, zum Teil unsachlich und zum Teil in beleidigender und verleumderischer Form vorgebracht. Im Sinne des Vereinsfriedens wird ankündigungsgemäß auf beleidigende und verleumderische Kritik nicht öffentlich eingegangen, dies betrifft auch Falschdarstellung von Sachverhalten und Verleumdungen von Gremien und Funktionsträgern, welche in den Vorperioden des Rechenschaftsberichts im Zeitraum 2009-2015 tätig waren. Im Einzelnen äußert sich die Vereinsführung zur sachlichen und unsachlichen Kritik im Faktencheck wie folgt:

1. Außerordentliche Mitgliederversammlung
Die Vortragenden äußerten sachliche Kritik zum Thema außerordentliche Mitgliederversammlung. Hierbei wurde kritisiert, dass bei der damaligen regulären Mitgliederversammlung am 26.11.2015 eine außerordentliche Mitgliederversammlung versprochen wurde, in der Diskussionspunkte zu Satzungsfragen entschieden werden sollten, die jedoch bis dato nicht stattfand.
Stellungnahme: Bezüglich dem aufgeführten Kritikpunkt der nicht eingehaltenen Zusage zur Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung räumt die Vereinsführung ein, die vollumfängliche Schuld dieses Versäumnisses auf sich zu nehmen und es als dieses anzuerkennen. Die außerordentliche Mitgliederversammlung hätte in Folge des Versprechens stattfinden sollen, jedoch häuften sich im Verlauf des Aufstiegsjahres die Ereignisse und das Versprechen rückte zunehmend in den Hintergrund. Aus diesem Grund entschuldigen sich die Verantwortlichen bei den Antragstellern und Mitgliedern. Es gilt nun, die offenen Themen und Fragen einvernehmlich zu klären. Wie auf der Mitgliederversammlung vom 26.11.2016 vereinbart, soll eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Fanvertretern, Vereinsvertretern und Juristen, bis zum 30.06.2017 eine umfassende Überarbeitung der bisherigen Vereinssatzung vornehmen, wobei diese die Erörterung der seinerzeitigen Anträge beinhalten wird.

2. Vereinslogo und Gründungsdatum
Die Vortragenden äußerten sachliche Kritik zu den übergreifenden Themen Vereinslogo und Gründungsdatum. Diese führten in jüngster Vergangenheit zu Differenzen zwischen Verein und Fanszene und bedürfen einer endgültigen offiziellen Klärung.
Stellungnahme: 1. Der Grundgedanke eines neuen Vereinswappens entsprang der Idee, Tradition und Gegenwart unseres Vereins auch im Vereinswappen darzustellen und diesem insoweit Ausdruck zu verleihen. Auch wenn seitens des Vorstands nach wie vor dieses grundsätzliche Ansinnen als gute Idee angesehen wird, war die seinerzeitige Vorgehensweise der Vorstellung eines neuen Wappen-­Entwurfs, ohne vorher die Fans in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen, ein Fehler. Diese Vorgehensweise brachte letztendlich dieses gut gemeinte Ansinnen zum Scheitern. Im Nachhinein ist klar, dass eine derart identitätsstiftende Frage, wie die eines neuen Vereinswappens, nur in Zusammenarbeit mit den Mitglieder hätte erfolgen können und müssen.
2. Zur Problematik Gründungsdatum ist auszuführen, dass sich der Verein selbst in der Vergangenheit nie an Jubiläumsfeierlichkeiten beteiligte, da nie wirklich klar war, wann unser Verein gegründet wurde bzw. wo dieser genau seine Ursprünge hatte. In den letzten 60 Jahren wurden immer wieder im Verein wie auch in dessen Umfeld verschiedene Gründungsjahre genannt, 1949, 1946, 1945 usw...
Als sich nun in diesem Jahr der bei den Fans als Gründungsdatum gebräuchliche 04.03.1946 näherte, stellte sich die Frage, wie der Verein selbst damit umgeht und ob er sich an den Feierlichkeiten beteiligt. Denn es sollte nicht so sein, wie in der Vergangenheit, dass die Fans feiern und der Verein selbst dieses Datum samt Feierlichkeiten einfach ignoriert. Jeder Verein sollte wissen, wo genau seine Wurzeln liegen! Daher wurde kurzfristig eine Kommission gebildet, die sich intensiv mit der Geschichte des Auer Fußballs befasste. Keinesfalls war dieses Vorgehen in irgendeiner Weise gegen die geplanten Feierlichkeiten der Fanszene gerichtet, die seitens des Vereins ja auch mit unterstützt wurden und die von der aktiven Fanszene hervorragend organisiert und durchgeführt wurden. Vielmehr sollte lediglich in dieser Frage endlich Klarheit geschaffen werden. In wochenlanger Fleißarbeit wurden erstmalig vereinsseitig alle verfügbaren historischen Quellen in verschiedensten Archiven gesichtet und ausgewertet. Selbst der Präsident engagierte sich in diesem Thema, indem eigene Recherchen in den Wismut Archiven durchführen durfte. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden nun gemeinsam mit unseren Fans im Rahmen der zu bildenden Arbeitsgruppe vorgestellt und ausgewertet und sollen letztendlich in die zu überarbeitende Satzung des FCE entsprechend aufgenommen werden.

3. Kumpelverein Logo
Der Vereinsführung wurde von Kritikern fehlerhafterweise vorgeworfen, das Kumpelverein-Logo unrechtmäßig und ohne Absprache mit der aktiven Fanszene zu verwenden.
Stellungnahme: Der letzte in der Mitgliederversammlung seitens der aktiven Fanszene aufgeworfene Kritikpunkt ist die Thematik der markenrechtlichen Eintragung des Kumpelverein-Logos seitens des Vereins. Hierzu ist zunächst nochmals zu betonen, dass zu keinem Zeitpunkt seitens des FCE in Abrede gestellt wurde, dass die Idee “Kumpelverein” wie auch das entsprechende Logo aus der aktiven Fanszene stammen und diese allein die Idee hierzu hatten. Dieses Logo wurde dann dem Verein für seinen Fanshop-Katalog zur Verfügung gestellt. Im Zuge der einmaligen Aufbruchstimmung und des immensen Mitgliederzuwachses nach dem unglücklichen Abstieg 2015 hatte unser Geschäftsführer Michael Voigt die Idee, als Zeichen des Danks und der Verbundenheit zwischen Verein und Fans die Fans selbst auf das Trikot für die Spielzeit 2015/16 zu nehmen. Insofern fiel dann die Wahl auf das Kumpelverein-Logo und da dieses markenrechtlich vom Verein geschützt sein muss, damit dieses als offizieller “Brustsponsor” auf das Trikot gelangen kann, erfolgte kurzfristig dessen Eintragung beim DPMA.
Auch hier ist die Kritik aus der Fanszene berechtigt, dass vor der Eintragung nicht nochmals mit dem Urheber dieses Logos bzw. der aktiven Fanszene Rücksprache genommen wurde. Doch auch insoweit war dies in keinster Weise böser Wille oder sollte als Missachtung der aktiven Fanszene verstanden werden. Für dieses Versäumnis hat sich die Geschäftsführung bereits mehrfach bei der aktiven Fanszene entschuldigt und letztendlich erfolgte das Ganze allein zum Wohle des Vereins, ohne dass eine Einzelperson irgendwelche Vorteile davon hatte. Der dadurch gesteigerte Trikotverkauf stellte vielmehr einen wichtigen Baustein für den direkten Wiederaufstieg dar, an dem die Fans unter allen Aspekten einen immens hohen Anteil hatten. Hierfür können wir nur nochmals Danke sagen.

4. Wirtschaftliche Situation des Vereins
Die Vortragenden tätigten unwahre Aussagen bezüglich der wirtschaftlichen Situation des Vereins und den im Rechenschaftsbericht genannten Zahlen zum Wirtschaftsjahr 2015/16. Der Verein hätte eine negative Bilanzsumme von 0,6 Millionen Euro. Dem entgegen stehen 1 Millionen Euro Erlöse durch Pokalspiele. Der Vortragende schlussfolgerte daraus, es seien 1,6 Millionen Euro zu den Planzahlen verschwendet wurden.
Stellungnahme: Im Februar 2015 wurde (nach Korrekturen durch den DFB) ein Planergebnis in Höhe von -585.000€ beim DFB eingereicht. Die Planung beruhte hierbei auf Klassenerhalt 3. Liga mit 50 Punkten. Berücksichtigt wurde hierbei lediglich die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal. Im Oktober 2015 wurde dann die Planung gem. Statut 3. Liga aktualisiert und der FCE plante mit einem Ergebnis in Höhe von 109.000€. Auch hierbei beruhte die Planung weiter auf den Klassenerhalt 3. Liga mit 50 Punkten. Durch den Erfolg im DFB Pokal konnte ein zusätzlicher Erlös in Höhe von ca. 700.000€ (Einnahmen abzüglich aller Ausgaben wie Prämien, Kosten Spieltag,...) erzielt und auch geplant werden. Entsprechend verbessert stellt sich auch das neue Planergebnis dar. Im Zuge der Lizenzierung/Zulassung war der FCE in der glücklichen Lage, für beide Ligen (3. Liga und 2. Bundesliga) zu planen. Entsprechend wurden nun folgende Planzahlen eingereicht:
3. Liga Klassenerhalt mit 60 Punkten: 104.000€
2. Bundesliga (Aufstieg mit 70 Punkten): -­921.000€
Beide Planungen wurden vom Wirtschaftsprüfer entsprechend der Lizenzierungsordnung 2. BL und Statut 3. Liga geprüft und entsprechend bei DFB bzw. DFL eingereicht. Letztendlich stellte sich zum Saisonende (Aufstieg 2. BL) ein Ergebnis in Höhe -558.000€ ein. Dies entspricht einem besseren Ergebnis als geplant, welches hauptsächlich durch die Auflösung von einer Steuerrückstellung sowie durch Einsparung bei der Berufsgenossenschaft (ca. 17% im Vergleich zur Planung), welche erst durch den Bescheid im April 2015 bekannt wurde, erzielt werden konnte. Trotz immensen Aufwand im Bereich der Prämien (Punkt- und Aufstiegsprämien) ist dies ein durchaus positives Ergebnis, bedenkt man doch, dass man im Frühjahr 2015 ein ähnliches Ergebnis bei Klassenerhalt 3. Liga mit 50 Punkten geplant hatte. Wer hier behauptet, es wurde Geld verbrannt, der versteht das Geschäft leider nicht, denn durch den Aufstieg wurden wieder höhere Erlöse aus der TV-Vermarktung möglich, was dem Vortragenden als ehemaligen Aufsichtsratsmitglied eigentlich bekannt sein sollte. Ein Aufstieg von Liga 3 in die 2. Bundesliga ist immer mit diversen finanziellen Anstrengungen verbunden und die wenigsten Clubs werden in diesem Fall ein positives Ergebnis ausweisen können.

Der Vortragende behauptete, dass bei der von allen Gremien erbetenen Amtsübernahme von Helge Leonhardt im September 2014, nachdem Präsident L. Lässig und Vizepräsident J. Stopp zurück traten und vorher der Trainer F. Götz entlassem wurde, der Verein über eine Million Euro “Festgeld” verfügte und als saniert galt. Zudem sei ein Ergebnis von 1,3 Millionen Euro für die Saison 2014/15 geplant gewesen, von dem am Ende lediglich 80.000 € erzielt wurden.
Stellungnahme: Hierzu ist festzuhalten, dass es sich bei dem genannten Betrag von einer Million “Festgeld” nicht um Festgeld im eigentlichen Sinne handelte, sondern um einen auf einem Tagesgeldkonto befindlichen Betrag (jederzeit verfügbar). Dieses Bankguthaben war eine reine Momentaufnahme der liquiden Aktiva, der aber Verbindlichkeiten und Zahlungsverpflichtungen in erheblicher Höhe gegenüber standen. Die Planung bei Klassenerhalt im März 2014 (für 14/15) durch die vorhergehende Vereinsführung beruhte auf einem Planergebnis von 161.000€. Im Zuge des Nachweises der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gem. Lizenzierungsordnung der DFL wurde die Planung im Oktober 2015 aktualisiert. Man plante nunmehr für die Spielzeit 14/15 mit einem Ergebnis in Höhe von 1.300.000€ vor und 892.000€ nach Steuern. Im Frühjahr (nach den zwingend erforderlichen Transferaktivitäten im Winter) wurde wiederum die Planung für die kommende Spielzeit 15/16 und die Rückrunde 14/15 bei der DFL eingereicht. Leider musste der FCE aufgrund der Tabellensituation auch für die 3. Liga planen. Folgende Planzahlen wurden bei DFB bzw. DFL eingereicht:
Klassenerhalt 2. BL 14/15: 199.000€ vor und 77.000€ nach Steuern
Abstieg in die 3. Liga 14/15: 1.108.000€ vor und 714.000€ nach Steuern
Am Ende stand bekanntlich der Abstieg bei einem Ergebnis von 378.000€. Die Abweichung in Höhe von rund 340.000€ beruhte hauptsächlich auf der Bildung diverser Rückstellungen. Ein Ergebnis von 80.000 €, wie von Vortragenden genannt, stand nie im Raum.
Im Frühjahr 2015 musste viel Geld in die Hand genommen werden, um verschiedene vermeintliche Fehlinvestitionen, insbesondere vom zurückliegenden Transferzeitraum, im erheblichen Maße zu korrigieren. Ein Bsp. Ist hier Henry Anier, der eine mittlere 6-stellige Ablöse kostete, welche dann natürlich komplett abgeschrieben werden musste und auch durch die Vertragsauflösung eine gewisse Gehaltsentschädigung erforderte. Weitere Beispiele waren Schulz, Gonzales, Ishihara, König, Hohmann, Okoronkow oder auch Hannes Anier. Zusätzlich kamen noch Zahlungen die resultieren aus den Entlassungen des Trainers F. Götz und des Co. Trainers Hodul. Im Gegenzug dazu galt es den bis dato nicht konkurrenzfähigen Kader dringend mit sieben weiteren Spielern zu verstärken (z.B. Bobby Wood, Clemens Fandrich, Stefan Mugosa, Sebastian Hertner, Selcuk Alibaz, u.a.) um somit die letzte Chance auf den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga zu wahren. Den Ausgang kennt jeder. Der FCE war bis zum letzten Spieltag im Rennen um den Ligaverbleib, dieser scheiterte letztlich jedoch nur am Torverhältnis und so mussten wir den bitteren Gang in die 3. Liga antreten. Somit waren die Investitionen nicht falsch, es fehlte nur das letzte Quäntchen Glück, wie es im Fußball leider hin und wieder der Fall ist. Auch dies hätte der Vortragende wissen müssen, da er damals im Aufsichtsrat saß.

5. Hauptamtliche Strukturen
Die Vortragenden griffen die Thematik Notwenigkeit von hauptamtlichen Strukturen in der Vereinsführung auf. Dieser Ansatz wurde befürwortet und eine Satzungsänderung wurde als sinnvoll erachtet.
Stellungnahme: Dieses Thema wird von der Vereinsführung ebenso gesehen. Dies hatte der Präsident in seinem Rechenschaftsbericht und bereits in vorherigen Publikationen eindeutig zum Ausdruck gebracht. Die Schaffung derartiger Strukturen ist mittelfristiges Ziel, um den Verein auch insoweit noch weiter zu professionalisieren. Des Weiteren ist jedes Mitglied eingeladen, seine Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen. Allerdings sind hier auch Regeln einzuhalten. Der Verein besitzt eine Satzung, welche neben gesetzlichen Vorschriften relevant ist. Die satzungsmäßigen Regeln müssen ebenso beachtet werden, wie der Umstand, dass das laufende Tagesgeschäft nicht durch die Mitgliederversammlung, sondern durch den persönlich haftenden Vorstand des Vereins geführt wird.

6. Ausrichtung der Nachwuchsarbeit
Die Vortragenden äußerten sachliche Kritik zum Thema Nachwuchsarbeit. Bezogen wurde sich auf den Zeitraum der letzten 5-7 Jahre, einschließlich der aktuellen Saison. Hierbei wurde eine fehlende Langfristigkeit und Nachhaltigkeit der Nachwuchsarbeit kritisiert. Durch eine fehlende Kontinuität in der Umsetzung von Vorstellungen wurde in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt, die Nachwuchsarbeit wäre von marginaler Bedeutung im Verein.
Stellungnahme von Carsten Müller (Leiter Nachwuchsleistungszentrum): Zur berechtigten Frage nach einer Philosophie und einer Strategie im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) zur Sicherstellung des langfristigen Erfolges (“nicht kurzfristig, nicht heute und morgen”), nehmen wir wie folgt Stellung. Wir haben eine Spiel- und Ausbildungsphilosophie für unser NLZ erarbeitet. Dabei haben wir uns von der Mission unseres Vereins und dem daraus bildenden Beitrag des NLZ leiten lassen. Die Verschriftlichung bildete den Ausgangspunkt zur Erarbeitung unserer Spielidee inklusive den dazugehörigen Leitlinien. Die darauf folgende Erstellung von Anforderungsprofilen für jede Spielposition erfolgte ebenfalls. Darauf aufbauend wurden Strategien zu Verhalten in Ballbesitz- und Balleroberungsphasen entwickelt, die unserem Spiel perspektivisch und altersübergreifend einen Wiedererkennungswert geben soll.
Weiterhin wurden in Wort und Bild Lösungsansätze gegen unterschiedliche Spielstrategien erstellt und weitere methodische Grundlagen unserer Ausbildung erarbeitet. Natürlich ist uns bewusst, dass vieles von den in den letzten beiden Jahren erarbeiteten Strategien der Theorie entspricht und man Erfolge erst in einigen Jahren messbar machen kann. Wir wissen auch, dass noch viele größere und kleinere Veränderungen getroffen werden müssen, um unsere Visionen Wirklichkeit werden zu lassen, aber wir haben gehandelt und unserem Nachwuchsbereich einen klaren Leitfaden gegeben, der nun nach und nach Einzug in die tägliche Arbeit erfährt. Ob die beschriebene “langjährige erfolgreiche Nachwuchsarbeit” des EHV Aue mit dem angesprochenen R. Jurke ein ähnliches oder anderweitiges Konzept besitzt entzieht sich meiner Kenntnis. Sehr gern würde ich kurzfristig die Gelegenheit wahrnehmen, mich über das dortige Ausbildungskonzept informieren zu lassen. Sehr gern sind wir dazu bereit, den Förderkreis über die erarbeiteten Dokumente Bericht zu erstatten und die Chance zu nutzen, um mögliche Sponsoren und Förderer für unseren eingeschlagenen Weg der Nachwuchsförderung zu begeistern. Dabei kann und sollten auch mögliche Unklarheiten angesprochen werden, sachliche Kritik zur Sprache gebracht werden und gemeinsam nach Lösungen gesucht werden.
Hinsichtlich der angesprochenen prekären Lage der Kaderstärke der U19 Mannschaft ist festzustellen, dass in den letzten beiden Spieljahren unserer U19 Mannschaft 23 externe Spieler zugeführt wurden, um in der Regionalliga bestehen zu können. Dass dieser Zustand mehr als kritisch zu bewerten ist, ist vollkommen berechtigt. Die Bewertung der zu integrierenden Spieler erfolgte meistens in durchgeführten Sichtungstagen über zwei Tage. Die dort erbrachten Leistungen in Test- und Spielformen, sowie eine von einer päd. Mitarbeiterin durchgeführte Befragung ergaben den Ausschlag für eine mögliche Integration von Spielern in die U19 Mannschaft. Ein Konzept, das nicht auf Nachhaltigkeit aufgebaut ist, kann wie am Beispiel unserer U19 Mannschaft deutlich sichtbar, über einen bestimmten Zeitraum erfolgreich sein, birgt aber immer die Gefahr in sich, dass der Erfolg auch abrupt abbrechen kann. Dass diese Art der Kaderzusammenstellung immer ein großes Risiko darstellt, sollte jedem bewusst sein, da sich das Team jedes Jahr neu finden muss und soziale Kompetenzen der einzelnen Spieler nur wage zur beurteilen sind. Warum man sich in der Vergangenheit für diesen Weg entschieden hat und eine frühzeitige Integration von talentierten Spielern weniger Bedeutung schenkte, entzieht sich meiner Kenntnis und sollte durch meinen Vorgänger beantwortet werden. Fakt ist, dass die damals angewandte Strategie uns auch in den kommenden Jahren vor eine große Herausforderung stellt, da auch in den folgenden jüngeren Jahrgängen weder die entsprechende Kadergrößen, noch die individuelle Qualität der Spieler vorzufinden waren und als ausreichend zu bewertet werden konnten. Erste Schritte wurden mit der Schaffung einer U09 Mannschaft und der Gewinnung von Spielern der Jahrgänge 2006, 2007,2008 und 2009 gemacht. Diese Jahrgänge bilden die Basis der weiteren Arbeit und sollte unserer Meinung nach neben den anderen Mannschaften umfänglich gefördert werden, damit ein entsprechendes Fundament der Ausbildung und eine nachhaltige Implementierung unserer Spielidee “Unzähmbar und aktiv - Die jungen Veilchen” erfolgen kann.

Die Vortragenden äußerten unsachliche Kritik und Falschaussagen zum Thema Nachwuchsarbeit. Der Verein erlebe seit zwei Jahren Rückschritte im Nachwuchsbereich, die auf katastrophalen Arbeitsbedingungen basieren. Es gäbe keine Unterstützung für die tägliche Arbeit der Trainer, sowie die Organisation von Trainingslagern. Hintergrund der angeblich rückschrittlichen Nachwuchsarbeit sei die unverhältnismäßig niedrige Verteilung der Gelder innerhalb des Vereins. Es wären außerordentliche Sponsorengelder bis hin zu privaten Auslagen notwendig, um Trainingslager oder Weihnachtsfeiern für die Jugend finanzieren zu können.
Stellungnahme von Carsten Müller (Leiter des Nachwuchsleistungszentrums): Um auf die auf der Mitgliedersammlung getätigten Aussagen bezüglich des Themenkomplexes Nachwuchsbereich einzugehen, bleibt festzustellen, dass die Firma UTC in der abgelaufenen Spielserie 2015/16 aktiv dazu beigetragen hat, das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) in finanzieller Form zu unterstützen. So wurde u.a. unser U17 Trainer R. Schreiter in der Firma UTC als Mitarbeiter beschäftigt und konnte somit seine Arbeitskraft in den Verein einbringen. Weiterhin unterstützte Herr Schlesinger neben weiteren Sponsoren unsere U19 Mannschaft. Aus den gemeinsam geführten Gesprächen hatten wir immer das Gefühl, dass Herr Schlesinger den Verein und hier speziell den Nachwuchsbereich gerne unterstützt. Wichtig hierbei war, dass die bereit gestellten Mittel in ein vorher benanntes Projekt fließen, das direkt dem Nachwuchsbereich zugeordnet werden kann und in seiner Umsetzung klar und transparent zu verfolgen ist. Das NLZ ist sehr dankbar für die geleistete Unterstützung, dennoch sind im Redebeitrag von Herrn Schlesinger einige Aussagen getroffen worden, die aus unserer Sicht nicht korrekt dargestellt wurden und an dieser Stelle richtig gestellt werden. Der geäußerte subjektive Wahrnehmung, das NLZ mache seit 2 Jahren “drastische Rückschritte” möchten wir mit einer vollkommen unabhängigen Prüfung unseres NLZ durch Agentur Foot Pass Deutschland widerlegen. Hier wurde in der Saison 15/16 durchgeführten Zertifizierung des NLZ festgestellt, dass die gegenwärtige Qualität des NLZ, sich im Vergleich zur letzten Zertifizierung insgesamt deutlich verbessert zeigt. Folgende erreichte Gesamtergebnisse der einzeln untersuchten Dimensionen sollen diesen Fakt belegen:
Saison 12/13 (15/16)
Strategie & Finanzen 43% (71%)
Organisation & Verfahren 19% (46%)
Fußballausbildung & Bewertung 28% (44%)
Unterstützung & Bildung 30% (54%)
Personal 32% (41%)
Kommunikation & Kooperation 42% (72%)
Infrastruktur & Ausstattung 49% (63%)
Effektivität & Durchlässigkeit 26% (20%)
Dieses Ergebnis ist umso positiver zu bewerten, wenn man bedenkt, welche erarbeiteten Strategien zur Talentförderung in unserem Verein “vorgefunden” wurden. Ich möchte mich an dieser Stelle nicht zur Arbeit meines Vorgängers äußern, da es mir nicht zusteht, über vergangenes zu urteilen, oder die zur damaligen Zeit gegebenen Voraussetzungen zu beurteilen.
In Bezug zur späten Gewinnung eines U17 Trainers für die Spielserie möchte wir den folgenden Sachverhalt darlegen. Zur Vorbereitung der neuen Spielserie wurden mit einigen Trainerkandidaten mehrere Gespräche geführt. Dabei kristallisierte sich ein Trainer heraus, der sowohl die zur Ausübung benötigte Trainerlizenz vorweisen konnte, als auch fachlich einen geeigneten Eindruck hinterließ. Leider wurden in den folgenden Gesprächen die in Aussicht gestellten Verdienstmöglichkeiten seitens des Trainers immer wieder in Frage gestellt, obwohl eine vorher besprochene Einigung bestand. Da auch in den weiteren Gesprächen die Auslotung der Möglichkeiten zur Förderung der Jugendspieler immer mehr in den Hintergrund rückte, wurde dem Trainer letztendlich eine Absage erteilt. Über diesen Fakt wurde Herr Schlesinger sofort in Kenntnis gesetzt, da er unser NLZ unterstützen wollte und seine Bereitschaft erklärte, den zukünftigen U17 Trainer in seiner Firma zu beschäftigen. Dass diese Information als “Hilferuf” wahrgenommen wurde, war in dieser Form weder gewollt, noch beabsichtigt. Vielmehr hielten wir es für richtig, Herrn Schlesinger über den aktuellen Stand einer möglichen Trainerverpflichtung zeitnah zu informieren. Die Planungen der U17 Mannschaft in Bezug zur Kaderzusammenstellung und Organisation von geeigneten Testspielen wurde unabhängig der Trainersuche durch das NLZ gewährleistet, um den Trainer eine reibungslose Integration zu ermöglichen. Als positiv ist zu bewerten, dass im folgendem unser U17 Trainer R. Schreiter die zugesicherte Planstelle in der Firma UTC erhielt und damit Herr Schlesinger einen gezielten Beitrag zur Unterstützung unserer Nachwuchsarbeit leistete.
Das NLZ ist aktuell nicht in der Lage, eigenständig die für die Ausbildung und Förderung der Kinder- und Jugendspieler entstehende Personalkosten und betriebswirtschaftlichen Ausgaben selbstständig zu erwirtschaften. Daher ist unser NLZ über jede Form der Förderung dankbar. Dabei haben wir es als sehr positiv empfunden, dass der Förderkreis z.B. durch gezielte Unterstützung verschiedener Projekte (Trainingslager, Weihnachtsfeier,...) unsere Arbeit unterstützt. Gerade die gezielte Ansprache und Gewinnung von Groß- bis Mikrosponsoren, kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, unsere Nachwuchsausbildung weiter zu verbessern. So könnten zum Beispiel langfristig benannte Ziele, wie eine Erhöhung der Trainerzahl in Vollzeit, die Errichtung eines Carports für unsere Kleinbusse, Erhöhung der Anzahl der Förderverträge für TOP-Talente oder die Schaffung eines “Hügel des Leidens” gemeinsam erreicht werden. An dieser Stelle sei aber auch darauf hinzuweisen, dass der Verein mit einer Umverteilung der vorhandenen Sponsoren-­, Eintritts-­ u. Fernsehgelder für einen ausgeglichen Etat des NLZ sorgt. Eine Darstellung der Einnahme und Ausgabesituation des NLZ ist nach Zuarbeit durch den Controller des Vereins möglich. Die Planung des Nachwuchsetats mit einer groben Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben des NLZ erfolgt durch den Controller. Dabei beruhten die Planungen auf Vergleichswerte der jeweils abgelaufenen Saison. Für Rückfragen (Bsp. Höhe der DFB/DFL Förderung) steht der NLZ-Leiter jederzeit zur Verfügung. Eine detailliertere Zuordnung von Kostenstellen zur Planung der neuen Saison, sowie ein monatliche Reporting zur Kontrolle der einzelnen Konten sind anzustreben. In Bezug zur Unterstützung von Weihnachtsfeiern einzelner Teams im NLZ gilt die Regelung, dass Mannschaften, die auf dem Großfeld spielen mit 150 Euro unterstützt werden. Mannschaften des Kleinfeldbereiches erhalten eine Unterstützung von 100 Euro. Die unterschiedliche Unterstützung beruht auf der Größe der jeweiligen Kader. Keine unserer Nachwuchsmannschaften wurde im “Heizhaus bei einer Tasse Kakao” abgespeist.
Zum angesprochenen Thema: Kostenabsicherung Trainingslager U17 bitte ich um Beachtung der Stellungnahme des verantwortlichen U17 Trainers R. Schreiter: "Die Gespräche über finanzielle Unterstützung zur Durchführung dieses Trainingslagers liefen ausschließlich über den Vorsitzenden des Förderkreises und dem Trainer der U17 Mannschaft. Es gab bei diesen Gesprächen ein positives Signal von Seiten des Förderkreises, daraufhin wurde das Trainingslager von mir als Trainer der U17 geplant. Die zugesagten finanziellen Mittel wurden fristgerecht und im abgesprochenen Umfang durch den Vorsitzenden des Förderkreises überwiesen. Alle entstandenen Kosten für das durchgeführte Trainingslager in Bad Tölz sind beglichen und es gibt keine weiteren Forderungen.“ Außerdem erachten wir es als wichtig, die Situation zur „versprochenen Bratwurst“ für unsere Balljungen richtig zu stellen. Richtig ist, dass es bei einem Spiel unserer Profimannschaft tatsächlich am Grillstand zur Aussage der dort tätigen Person kam, von einer „kostenlosen“ Versorgung der Balljungen nicht zu wissen, da der Caterer die dort tätige Mitarbeiterin nicht eingewiesen hat. Nach Rückfrage konnte eine Klärung herbeigeführt werden und die Jungs wieder mit einer Bratwurst versorgt werden. Zu keinem Zeitpunkt hatte der Verein veranlasst, die Versorgung der Balljungen einzustellen. Wir finden es als ausgesprochen schade, dass die im Vorfeld besprochenen und wohlwollend erbrachten Leistungen des Förderkreises jetzt dem Verein zum Vorwurf gemacht werden.

7. Personalie Ziffert
Die Vortragenden äußerten sachliche Kritik zum Thema Kommunikation zur Entlassung von Steffen Ziffert. Kritisiert werden die Art der offiziellen Bekanntgabe und eine mangelnde Begründung.
Stellungnahme: Die getroffene Entscheidung des Vorstandes in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, Präsidium und dem Ehrenratsvorsitzenden zur Freistellung des Angestellten Steffen Ziffert wurde in einem öffentlichen Schreiben bekannt gegeben. Die Kommunikation derartiger Personalfragen ist der Vereinsführung aus verschiedenen Gründen nur schwerlich möglich. Und zwar hat man Verständnis dafür, dass die Mitglieder und Fans ein berechtigtes Informationsbedürfnis besitzen. Allerdings bestehen auch auf Seiten des Vereins tatsächliche und vertragliche Verschwiegenheitspflichten. Darüber hinaus gebieten es zum Teil die Professionalität und die Fairness gegenüber Personen, keine Details in der Öffentlichkeit auszutragen. Es ist schwierig, hier stets ein ausgewogenes Maß zwischen Informationsbedürfnis und notwendiger Verschwiegenheit zu finden. Im Zweifel genießt jedoch die Vertraulichkeit und der Schutz von Personen und des Vereins vor dem Informationsinteresse Vorrang. Hierfür bitten wir um Verständnis.

Die Vortragenden äußerten unsachliche Kritik und Falschaussagen zum Thema Steffen Ziffert.
Stellungnahme: Nach dem bitteren Abstieg in der Spielzeit 2014/2015 stand der Verein faktisch ohne erste Mannschaft im Bereich Herrenfußball und ohne Cheftrainer da. Ein Großteil der Spieler und der ehemalige Cheftrainer hatten den Verein verlassen. Vor diesem Hintergrund schien es der Vereinsführung geboten, mit Hinblick auf die notwendige Zusammenstellung eines komplett neuen Kaders, neben dem neuen Cheftrainer einen sportlichen Leiter/ Sportdirektor zu installieren, welcher unterstützend im Arbeitsteam mit Vorstand und Trainerstab während der sechswöchigen Transferperiode bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft mitwirkt. Hierfür wurde vom Vorstand Steffen Ziffert, welcher vorher als Co-Trainer tätig war, ausgewählt. Die Stelle enthielt neben den Aufgaben im Nachwuchsleistungszentrum das vorstehende Anforderungsprofil. Die Stelle war auf ein Jahr angelegt, da bei einem Verbleib in der dritten Liga aufgrund der weiter begrenzten wirtschaftlichen Möglichkeiten eine Finanzierung perspektivisch ausgeschlossen war. Für den Fall eines Wiederaufstiegs, wie er auch glückte, sollte aufgrund der Aufgabenerfüllung (Unterstützung bei der Zusammenstellung der komplett neuen Mannschaft während der Transferperiode) die Aufgabe wieder auf die übrigen Strukturen verteilt werden. Folgerichtig hat der Vorstand Mitte Juni 2016 nach dem Wiederaufstieg beschlossen, die Stelle wieder zu streichen. Die Aufgaben wurden auf die weiteren bestehenden Strukturen (Vorstand, Trainerstab und verantwortliche des Nachwuchsleistungszentrums) verteilt.
Herrn Ziffert wird für seinen Anteil, welchen er an der erfolgreichen Saison 2015/16 hatte, gedankt. Trotz des beschlossenen Stellenwegfalles der Position des Sportdirektors war der Vorstand bemüht, Steffen Ziffert im Verein zu halten. Ihm wurde vom Präsidenten dies bereits im Juni 2016 signalisiert. Unabhängig von der Grundsatzentscheidung des Wegfalls der Stelle Sportdirektor kamen erschwerende Faktoren dazu, die zu Lasten des Herrn Ziffert gingen: Teile des Vorstandes erlangten Ende Juni 2016 Kenntnis davon, dass Herr Ziffert u. a. gegen seine vertraglich verankerte Verschwiegenheitspflicht verstoßen haben soll, indem er Vertragsinhalte gegenüber Dritten öffentlich zugängig gemacht habe. Um Schaden vom Verein und Herrn Ziffert abzuwenden, wurde dieser mit Hinblick auf den Verdacht mit dem Ziel der Aufklärung in Abstimmung mit den Vorsitzenden von Aufsichts- und Ehrenrat von der Erbringung seiner Arbeitsleistung unter Fortbezahlung der Bezüge freigestellt. Unstreitig verfügt Herr Ziffert über sportliches Fachwissen. Jedoch häuften sich im Sommer des vergangenen Jahres Kompetenzüberschreitungen und Alleingänge gegenüber seinen operativen Vorgesetzten, die zu unnötigen Kosten für den Verein führten. Diese Tatsachen führten zusätzlich zu erheblichen zwischenmenschlichen Differenzen zwischen Steffen Ziffert und seinen operativ Vorgesetzten, dem geschäftsführenden Vorstand Michael Voigt und Vorstand Lothar Schmiedel, sowie Cheftrainer Pavel Dotchev, was eine weitere Zusammenarbeit im erheblichen Maße behinderte.
Im Übrigen ist festzuhalten, dass der Anteil von Steffen Ziffert an der Kaderzusammenstellung im Sommer 2015 ein wesentlich geringerer war, als dies von Außenstehenden wahrgenommen wurde. Insbesondere bei den Transfers einer Vielzahl der Stammspieler, die letztlich maßgeblich zum Aufstieg beitrugen, war Herr Ziffert nur peripher beteiligt. Zudem hatte Herr Ziffert eine Mitwirkungs-­ und Beratungsbefugnis im Arbeitsteam, jedoch keine Entscheidungsbefugnis. Trotz dieser schwerwiegenden Vorkommnisse beschloss der Vorstand, Herrn Ziffert aufgrund der geleisteten Arbeit in der Vergangenheit eine erneute Chance einzuräumen und bot eine Weiterbeschäftigung im Nachwuchsbereich entsprechend seiner Qualifikation an. Dieser Bereich oblag seiner damaligen Zuständigkeit und bedurfte einer dringenden Unterstützung; auch aufgrund des Abstieges der A-­Jugend Mannschaft. Dieses Angebot hat Herr Ziffert jedoch nicht angenommen und Klage vor dem Arbeitsgericht eingereicht. Aufgrund des andauernden Prozesses können keine näheren Angaben getätigt werden. Zu keinem Zeitpunkt hat der Verein Unwahrheiten oder gar Lügen hinsichtlich der Freistellung des Herrn Ziffert verbreitet. Vielmehr war und ist der Verein gehalten, im Rahmen seiner Fürsorgepflicht gegenüber seinen Angestellten keine näheren Details der Hintergründe der Freistellung in der breiten Öffentlichkeit zu diskutieren. Dies geschah sowohl zum Schutz des Herrn Ziffert, als auch des Vereins. Im Übrigen ist dies gängige Praxis bei streitigen arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen. Die Aussage bezüglich des Bestehens einer direkten Verbindung der Personalentscheidungen zu Steffen Ziffert mit anderen Angestellten des Vereins, beispielsweise der Leiterin des Jugendinternats, entbehrt jeglicher Grundlage, da diese nach wie vor Angestellte des Vereins ist.

8. Bauliche Maßnahmen
Die Vortragenden äußerten unsachliche Kritik und Falschaussagen zum Thema Bauliche Maßnahmen. Das Nachwuchsleistungszentrum und der Stadionbau wären nicht der Verdienst des Vereins, sondern allein der Stadt Aue zu verdanken. Der Verein würde sich mit Sachen rühmen, für die er nicht verantwortlich sei. Weiterhin wurden unsachliche Prognosen zur Finanzierung des Eigenanteils zum Stadionbau geäußert.
Stellungnahme: Zum Nachwuchsleistungszentrum: Gebaut wurde das Gebäude nach Abriss der alten Immobilie im Auftrag der Wohnungsbaugesellschaft Aue. Gleichzeitig ist selbiger auch Eigentümer und Vermieter. Die Planung und Umsetzung war eine gemeinsame Aktion zwischen der Stadt Aue, der WBG Aue und dem Verein. Seit der Fertigstellung im Dezember 2015 ist der Verein 100 Prozentiger Mieter.
Zum Stadion-­Neubau: Der Vorstand hat sich in seiner jetzigen Amtszeit den NEUBAU nie selbst auf die Fahnen geschrieben, sondern immer auf die Tatsachen hingewiesen, wer an der Umsetzung bzw. an der Realisierung mit dazu beigetragen hat. Der Anstoß zum Bau eines neuen Stadions wurde durch die Stadioninitiative (gebildet von Fans) gegeben, die mit überdurchschnittlichem Bemühen und in guter Zusammenarbeit mit dem Verein die damalige Vorarbeit leisteten. Maßgeblich an der Realisierung des Bauprojekts in jüngster Vergangenheit waren, neben der Stadioninitiative und den Vereinsgremien, der Landkreis und die Stadt Aue, die das Projekt bewilligten und denen unser Dank gilt. Der Verein und die Stadt Aue haben sich dazu bekannt, den Neubau jeweils mit 5,8% der Baugesamtsumme mitzufinanzieren. Der Eigenanteil soll nach Fertigstellung, also erst ab 2018 an den Landkreis fliesen.

9. Ablauf der Mitgliederversammlung
Die Vortragenden äußerten unsachliche Kritik und Falschaussagen zum Thema Ablauf der Mitgliederversammlung. Sie beharrten auf das Recht, einen Versammlungsleiter zu wählen, obwohl dieser bereits im Vorfeld ernannt wurde. Weiterhin sollten Anträge zur Diskussion kommen, die nicht satzungskonform waren.
Stellungnahme: Die Mitgliederversammlung wurde ordnungsgemäß einberufen und vorbereitet. Die Formulierung hinsichtlich der Wahl des Versammlungsleiters war gegebenenfalls etwas missverständlich. Allerdings zeigt ein Blick in die Satzung, dass der Vorstand die Person des Versammlungsleiters wählt bzw. festlegt. In der Einladung war auch nicht geschrieben, dass die Mitgliederversammlung den Versammlungsleiter wählen wird. Alle Mitglieder hatten die Möglichkeit, ihre Kritik und Meinung anhand der Mitgliederversammlung zu äußern. Freie Rede wurde gewährt, auch wenn zum Teil Personen unsachlich angegriffen wurden. Die Themen, die Form und die konkrete Handhabung von Mitgliederanträgen in der Versammlung sind satzungsmäßig geregelt. Hier hat der Vorstand im Interesse der Gesamtheit der Mitglieder Sorge zu tragen, dass nur satzungsgemäße Anträge zur Abstimmung kommen. Dementsprechend hat sich die Vereinsführung verhalten.

Wir hoffen, den Mitgliedern und Fans mit vorstehender Stellungnahme deutlich gemacht zu haben, dass sich die Vereinsführung mit Kritik auseinandersetzt. Sachliche Kritik ist dabei stets willkommen. Lassen Sie uns gemeinsam an der Zukunft des Vereins arbeiten.
Glück Auf!
die Vereinsführung

 



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