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1. FC Lok Leipzig: Andreas Naumann - Tobias Dombrowa, Laurin Von Piechowski, Lukas Wilton, David Grözinger - Alexander Siebeck, Farid Abderrahmane, Jonas Arcalean, Dorian Cevis, Ayodele Max Adetula - Stefan Maderer; Trainer: Jochen Seitz
Eingewechselt: 70. Djamal Ziane für Stefan Maderer, 78. Linus Jakob Zimmer für David Grözinger, 78. Eren Öztürk für Dorian Cevis, 78. Mingi Kang für Ayodele Max Adetula, 84. Christoph Maier für Jonas Arcalean
Kader: Marcel Bergmann, Jan-Philipp Stein
FC Erzgebirge Aue: Louis Lord - Pascal Fallmann, Ryan Malone, Tristan Zobel, Moritz Seiffert - Erik Majetschak, Eric Uhlmann, Erik Weinhauer, Julian Guttau, Mika Clausen - Marcel Bär; Trainer: Jens Härtel
Eingewechselt: 10. Julian Günther-Schmidt für Julian Guttau, 66. Paul Seidel für Moritz Seiffert, 66. Maximilian Schmid für Marcel Bär, 71. Jannic Ehlers für Erik Weinhauer, 84. Borys Tashchy für Julian Günther-Schmidt
Kader: Martin Männel, Ricky Bornschein
Tore: 0:1 Marcel Bär (Kopfball, 42. / Julian Günther-Schmidt)
Schiedsrichter: Michael Näther (Neschwitz) Assistenten: Jens Klemm, Oskar Lämpel 4. Offizieller: Oliver Seib
Zuschauer: 8601 im Bruno-Plache-Stadion
Gelbe Karte: Farid Abderrahmane, Laurin Von Piechowski, Jonas Arcalean, Djamal Ziane / Pascal Fallmann, Louis Lord
Spielberichte: Dank Comeback-Torschütze Bär: Erzgebirge Aue gewinnt Sachsenpokal-Achtelfinale bei Lok Leipzig Die Revanche ist geglückt: Die Veilchen haben nach dem verlorenen Finale vor sechs Monaten einen 1:0-Auswärtssieg eingefahren. Jüngst hatte er nach monatelanger Verletzungspause bereits sein Comeback in der 3. Liga gegeben, im Sachsenpokal stand er nun erstmals wieder für seinen FC Erzgebirge Aue in der Startelf: Marcel Bär. Und er lieferte prompt gnadenlos ab. Im Achtelfinale gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig hatte er eine einzige Torchance - und diese nutzte er eiskalt. Als wäre er nie weg gewesen. Eine Flanke von Julian Günther-Schmidt verwandelte der Stürmer per Kopf und brachte damit den mit 1250 Veilchenfans gefüllten Gästeblock zum Beben. Der Stürmer brachte die Erzgebirger vier Minuten vor der Halbzeitpause in Führung und ebnete so den Weg für die Revanche des verlorenen Sachsenpokalfinales vor sechs Monaten. Dieses hatte die Elf von Cheftrainer Jens Härtel an demselben Ort, das Bruno-Plache-Stadion in Leipzig-Probsthaida, mit 5:6 nach Elfmeterschießen verloren. Und so war es vollbracht, die Wiedergutmachung bei den eigenen Anhängern und das Begleichen der offenen Rechnung. Mehr Treffer nämlich gab es nicht in einem Spiel, bei dem die Leipziger letztlich in der zweiten Halbzeit das ein oder andere Mal am Ausgleichstor schnupperten. Aue steht im Viertelfinale. Das Ziel, wie tags zuvor bei der Mitgliederversammlung mehrfach angesprochen, den Pokal endlich wieder ins Erzgebirge zu holen, lebt weiter. Dennoch gab es auch einen Wermutstropfen. Julian Guttau, einer der wichtigsten Spieler der Veilchen, knickte in den Anfangsminuten böse um, verletzte sich am rechten Sprunggelenk und musste umgehend ausgewechselt werden. Wie lange der Offensivmann ausfallen wird, ist noch ungewiss. Günther-Schmidt kam jedenfalls für Guttau in die Partie und bereitete das Tor des Tages vor. Bei der Mitgliederversammlung sprach Sportgeschäftsführer Matthias Heidrich davon, dass im Fußball nur das nackte Ergebnis zählt. Ob der schwachen Leistung in der zweiten Halbzeit und des dennoch positiven Spielausgangs führte sich der Sportchef seiner Aussage vom Vortag bestätigt. "Fakten schaffen, weiterkommen, Donnerstag im Lostopf sein, darum ging es", sagte Heidrich. "Die erste Halbzeit war in Ordnung, da haben wir uns als höherklassige Mannschaft präsentiert. Die zweite Halbzeit war nicht gut, da waren wir viel zu passiv. Am Ende haben wir es wegverteidigt, aber mehr eben auch nicht." Bericht von Freie Presse.de
Trotz starker zweiter Hälfte: Lok Leipzig verpasst gegen Aue Viertelfinal-Einzug In der Neuauflage des Pokalfinales aus der so glorreichen Leipziger Double-Saison musste der 1. FC Lok Leipzig diesmal bereits im Achtelfinale gegen den Drittligisten aus Aue mit 0:1 die Segel streichen. Die Veilchen stellten mit ihrem stringenten Offensivspiel und defensiven Abgeklärtheit eine zu große Hürde für die erfolgsverwöhnten Leipziger dar. Dabei seien die Leipziger das Verlieren zum Glück gar nicht mehr gewohnt, wie Seitz unter der Woche und nach dem bitteren Dämpfer beim BFC preisgab. Nach der zweiten Pflichtspielniederlage am Stück gegen den turmhohen Favoriten aus der Liga drüber wird sich an der hart erarbeiteten Selbstverständlichkeit wohl kaum etwas Nachhaltiges ändern - trotzdem ein blödes Gefühl. Man verpasste es in einem wie erwartet chancenarmen Spiel, dem Sportvorstand Toni Wachsmuth ein angemessenes Geburtstagsgeschenk zum 39. zu kredenzen. Der Probstheidaer Hufschmied empfahl bei fiesem Schmuddelwetter grobes Schuhwerk. Ohnehin gleicht das edle neue Geläuf des Bruno-Plache-Stadions zuletzt eher Schmierseife, die Seitzsche Idee vom Heavy-Metal-Fußball so kaum umsetzbar. Kaufst du billig, kaufst du zweimal. Am Samstag zeigte sich die kickende Zunft aber standfest. Mit dem Herz in der Hand und den Eisenstollen am Bein zog allerdings der Gegner in die nächste Runde ein. Ein zähflüssiges Spiel, wenn nötig über 120 Minuten stand etwas überraschend auf dem Wunschzettel von Trainer Jochen Seitz. Im Finale vergangene Saison kam der langwierige Krampf zur absoluten Unzeit, heuer hat man genug Regenerationszeit. Seine Spieler hatten aber keinen Bock auf extensive Knochenmühle und gegen ein paar frühe Tore vor der stolzen Kulisse von 8601 Zuschauern so gar nichts einzuwenden. Namentlich sei hier Alexander Siebeck erwähnt, der nach einer Viertelstunde einen formschönen Schlenzer per Außenrist auf das lange Eck von Louis Lord entsandte und eine Wahnsinns-Parade vom Auer Schlussmann erzwang. Aber die Hausherren mussten dann zusehends leiden, das Auer Spiel hatte nichts mehr mit dem saftlosen Auftritt von Ende Mai zu tun. Die Mannen von Jens Härtel zeigten gute Vertikalität in Ballbesitz und extrem unangenehmes Anlaufverhalten. Nach einer knappen halben Stunde verpassten Pascal Fallmann und Julian Günther-Schmidt beste Möglichkeiten zur Führung, der Ex-Jenaer Erik Weinhauer erzielte ein Tor aus Abseitsposition (37.). Die Gäste wurden gegen Ende der ersten Halbzeit immer zwingender, sodass das 1:0 durch Marcel Bär gewissermaßen in der Luft lag - ein schöner Kopfballtreffer nach Flanke von Günther-Schmidt (41.) verpasste den Leipzigern ein unschönes Veilchen. Offensiv flaute das Leipziger Spiel immer mehr ab, Entlastung dringend benötigt. Aber woher nehmen und nicht stehlen, Stefan Maderer rieb sich in zahllosen Luft- und Bodenduellen mit den schmerzhaften Kanthölzern des Ex-Leipzigers Ryan Malone auf, die gefürchtete Flügelzange aus Adetula und Arcalean zündete nicht. Die zweite Halbzeit begann feurig und engagiert, die Probstheidaer gaben keineswegs klein bei. Auch die Spielanteile wogten wieder deutlicher auf die Seite der Loksche, allein der Ertrag blieb aus. Die eingewechselten Djamal Ziane und Mingi Kang kamen noch zu diversen Möglichkeiten, die Verlängerung zu erzwingen, es sollte aber nicht sein. Daran änderten auch sieben Minuten Nachspielzeit nichts. Der Titelverteidiger scheidet somit frühzeitig aus, angesichts der Umstände ist das aber kein Beinbruch. Am kommenden Freitag haben die Leipziger im Heimspiel gegen Greifswald dann wieder die Möglichkeit, in der Liga in gewohnt erfolgreiches Fahrwasser zu kommen. Mutmaßlich ohne Torjäger Stefan Maderer, dem es in der 69. Spielminute bei einem missglückten Abschluss sofort in den hinteren Oberschenkel schoss. Bericht von LVZ.de
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