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3. Liga 2008/09

Spielbericht

9. Spieltag - Samstag, 04.10.2008 - 14:00

FC Erzgebirge Aue - SV Sandhausen 2:2 (0:1)

FC Erzgebirge Aue: Stephan Flauder - Marc Hensel, Tomasz Kos, Thomas Paulus, René Klingbeil - Daniyel Cimen, Fabian Müller, Jan Hochscheidt, Skerdilaid Curri - Sebastian Glasner, Mohammed El Berkani; Trainer: Heiko Weber

Eingewechselt: 55. Kenny Schmidt für Sebastian Glasner, 55. Eric Agyemang für Mohammed El Berkani

Kader: Martin Männel, Ronny Liebold, Maik Georgi, Felix Dojahn

SV Sandhausen: Michael Gurski, Denis Bindnagel, Christian Beisel, Mario Göttlicher, Marcel Throm, Roberto Pinto, Boris Kolb, Leandro Grech, Alf Mintzel, Sreto Ristic, Jürgen Schmid; Trainer: Gerd Dais

Eingewechselt: 72. Velimir Grgic für Denis Bindnagel, 76. Christian Haas für Sreto Ristic, 82. Marco Stark für Alf Mintzel

Kader: Jörg Staniczek, Benjamin Maas, Jan Fießer, Emre Öztürk

Tore: 0:1 Alf Mintzel (Rechtsschuss, 36. / Jürgen Schmid); 1:1 Marc Hensel (Kopfball, 55. / Thomas Paulus); 2:1 Thomas Paulus (Linksschuss, 61. / Tomasz Kos); 2:2 Mario Göttlicher (Rechtsschuss, 63. / Christian Beisel)

Schiedsrichter: Stefan Trautmann (Bodenwerder)

Zuschauer: 7200

Gelbe Karte: Sebastian Glasner (3.), Tomasz Kos (4.) / Denis Bindnagel, Boris Kolb

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Rückrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Die Torflaute beendet, doch den ersten Heimsieg erneut verpasst - der FC Erzgebirge kann in der 3. Fußball-Liga zu Hause einfach nicht gewinnen. Auch im fünften Versuch konnten die Auer die 7200 anwesenden Zuschauer nicht mit einem "Dreier" beglücken. Mitte der zweiten Halbzeit lagen die Gastgeber zwar mit 2:1 vorn. Das Glücksgefühl eines Siegers währte aber nur kurz. Keine 100 Sekunden waren nach dem gewaltigen Linksschuss von Thomas Paulus ins lange Eck (61.) verstrichen, da schlug es auch im Tor der Auer zum zweiten Mal ein: Nach einem Freistoß hämmerte der aufgerückte Göttlicher aus dem Gewühl heraus den Ball unter die Latte. 2:2 hieß am es Ende zwischen dem Kellerkind FCE und dem Tabellenvierten SV Sandhausen - ein Resultat, dass nur die Gäste halbwegs glücklich machte.
"Ein Remis ist zu wenig. Zu Hause muss man einfach mehr Punkte holen", fluchte Torschütze Paulus und verriet, dass es nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit in der Kabine der Veilchen laut zugegangen war: "In der Pause haben wir Spieler uns die Meinung gegeigt. So wie in den ersten 45 Minuten kann man sich zu Hause einfach nicht präsentieren." Nur eine verheißungsvolle Möglichkeit erarbeitete sich da die Elf von Teammanager Heiko Weber. Nach einem technischen Kabinettstückchen prüfte Skerdilaid Curri SV-Torhüter Gurski. Doch der Keeper verhinderte mit einer tollen Parade das Führungstor und zeigte sich auch beim anschließenden Fallrückzieher von Sebastian Glasner auf dem Posten (24.). Zwölf Minuten später kam es für die nervösen und planlos agierenden Aue knüppeldick. Marc Hensel verlor im Mittelfeld den Ball, der zurückgeeilte Daniyel Cimen ging im Strafraum nicht energisch genug zu Werke und Stephan Flauder griff beim Schuss von Mintzel daneben - plötzlich zappelte der Ball im Netz.
Von diesem Schock erholte sich die Weber-Elf erst nach dem Seitenwechsel. Mit einem starken Zwischenspurt fand Aue zurück ins Spiel und brachte den SV arg in Bedrängnis. Hensel köpfte nach einer Flanke von Paulus den Ball mit aller Wucht in die Maschen (55.) und beendete damit nach 415 Spielminuten die Torflaute der Auer im heimischen Stadion. Der Jubel der Zuschauer lag noch in der Luft, da prüfte Jan Hochscheidt mit einem Schuss aus 20 Metern den gut aufgelegten Gurski, der mit seinen Fingerspitzen das runde Leder aus dem oberen Toreck kratzte. Nach einem Freistoß des ansonsten enttäuschenden Cimen und Kopfball-Verlängerung von Tomasz Kos traf kurz darauf Paulus zum 2:1. Nach Göttlichers Ausgleichstreffer besaßen beide Teams die Chance zum Sieg. Curri schlug nach einem Ristic-Kopfball den Ball von der Linie (74.). Im Gegenzug verhinderte Gurski beim Schuss von Fabian Müller mit einem weiteren Klassereflex das 3:2. "Dieses Remis fühlt sich an wie eine Niederlage. Wir haben gegen eine Spitzenmannschaft erneut guten Fußball gezeigt, aber es soll im Moment offenbar einfach nicht sein", meinte Hensel, der sich auch zu seinem Fehler äußerte: "Klar, beim 0:1 hänge ich mit drin. Aber danach war noch genug Zeit, den Torschuss zu verhindern. Außerdem muss man als Torhüter auch mal einen Ball halten können."
Offensichtlich wurden am Sonnabend einmal mehr die Probleme in der Auer Offensive. Daran konnte auch der erst am Donnerstag verpflichtete Eric Agyemang nichts ändern. Der Deutsch-Ghanaer hatte laut Teammanager Weber beim zweitägigen Probetraining zwar einen "ausgezeichneten Eindruck" hinterlassen. Gegen Sandhausen war davon allerdings nichts zu erkennen. Der in der 55. Minute eingewechselte Agyemang wirkte behäbig und blieb völlig blass. "Wir haben reiflich überlegt, ob wir ihn einwechseln und hatten uns von seinem Einsatz mehr versprochen. Aber es war die richtige Entscheidung", meinte FCE-Trainer Rico Schmitt zu dieser Personalie. (fp)