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FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - René Klingbeil, Tomasz Kos, Thomas Paulus, Sven Schaffrath - Marco Stark, Marc Hensel, Sven Müller, Arne Feick - Eric Agyemang, Skerdilaid Curri; Trainer: Heiko Weber
Eingewechselt: 46. Sebastian Glasner für Marco Stark, 64. Jan Hochscheidt für Sven Müller, 68. Christian Siemund für Arne Feick
Kader: Russi Petkov, Pierre Le Beau, Mohammed El Berkani, Aziz Bouhaddouz
Jahn Regensburg: Rouven Sattelmaier, Moise Bambara, Andreas Brysch, Alexander Maul, Stefan Binder, Tobias Zellner, Tobias Schlauderer, Manuel Hiemer, Jürgen Schmid, Patrick Würll, David Romminger; Trainer: Markus Weinzierl
Eingewechselt: 62. Petr Stoilov für Patrick Würll, 72. Stefan Jarosch für David Romminger, 77. Tobias Wiesner für Manuel Hiemer
Kader: Enrico Sommer, Dennis Grassow, Mersad Selimbegovic, Harald Fleischer
Tore: 1:0 Arne Feick (Linksschuss, 45+2.)
Schiedsrichter: Arno Blos (Altbach)
Zuschauer: 7100
Gelbe Karte: Sven Müller (2.) / Tobias Schlauderer, Jürgen Schmid, Moise Bambara, Andreas Brysch (2.), Stefan Binder
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Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel
Spielbericht: Drei weitere Punkte sind nun sicher. Diesmal hat es endlich wieder zu Hause geklappt, auch wenn nicht alles gold war, was die verschworene Truppe ans Taglicht brachte. "Nach dem verloren gegangenen Bremen-Spiel lagen die Nerven etwas blank. Die Mannschaft hat aber den Fans etwas zurückgegeben", freute sich auch FCE-Präsident Uwe Leonhardt über den Arbeitssieg seiner Veilchen. Die Gäste aus Regensburg kamen nach den Siegen gegen Sand- und Burghausen ebenfalls mit großem Selbstvertrauen nach Aue. Doch machte die unveränderte Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl einen wohl entscheidenden Fehler. Die Jahnelf lief in den vergangenen Spielen in ungewohnt schwarz-weißen Trikots auf, als Glücksbringer sozusagen. Die Ultras aus Regensburg fanden dies jedoch nicht vertretbar und machten sich vor dem Spiel Luft: "Wir sind Rothosen!!! Schwarz-Weiss trägt nur der Abschaum!!!". Kurzum spielten die Regensburger in roten Trikots, schwarzer Hose und weißen Stutzen - der Ausgang ist bekannt.

Auch auf Auer Seite gab es vor dem Spiel eine beachtenswerte Choreo. Mit der musikalischen Unterstützung des 'Tröger-Will' vom Kultsänger Gerlach Stef prangerte ein übergroßes Abbild des vor fünf Jahren verstorbenen Wismut-Idols Willy Tröger, der für die BSG als Stürmer in der DDR-Oberliga 105 Tore in 224 Spielen (nach wie vor Rekord in Aue) schoss und in der Saison 1954/1955 Torschützenkönig (22 Tore) wurde, über dem gesamten O/P-Block. "Wos nützt uns dä e Stürmer, daar nischt trinkt, wenn'r kaane Tore versenkt." lautete die Botschaft, die sich Arne Feick, der nach abgelaufener Sperre für Jan Hochscheidt in der sonst unveränderten Startelf vom Sandhausen-Spiel stand, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte annahm und mit einem fulminanten Volleyschuss ins lange Eck das Tor des Tages erzielte. Jahn-Keeper Sattelmeier sorgte hierbei unfreiwillig für die Vorarbeit, als er eine Hereingabe von Sven Müller direkt vor die Füße des noch 20-Jährigen Youngster bugsierte und der bester FCE-Torschütze sein Konto mit links auf acht Treffern erhöhen konnte.
1:0 auch der Pausenstand. Doch bis dahin gab es eine eher verhaltene Partie, mit wenigen Torraumszenen. Jahn Regensburg zwar mit besserem Start, doch verpassten die Rothosen in der siebenten Minute allerdings die Chance, die frühe Führung herzustellen. Nach einem Querpass von Hiemer stand Romminger völlig frei vor Keeper Martin Männel, der das Leder genau in die Arme geschossen bekam. Bei Aue war die Heimblockade deutlich zu spüren. Selbst der sonst agile Skerdilaid Curri konnte in der Offensive nicht viele Ideen umsetzen. Erst die taktische Umstellung mit Eric Agyemang als einzig Sturmspitze brachte so etwas wie Torgefahr. Nach einem Curri-Zuspiel ließ der Ghanaer die beiden Regensburger Abwehrspieler Maul und Binder alt aussehen. Nur wenige Zentimeter fehlten, um den Torjubel anzustimmen (27.). Dieser wäre bereits in der 19. Minute zu hören gewesen. Skerdilaid Curri schickte Arne Feick in den Strafraum. Doch der Linienrichter entschied auf Abseits, in welches angeblich Eric Agyemang heuer öfters gelaufen sein soll. Einige Entscheidungen des kompletten Schiedsrichtergespanns waren demnach nicht ganz nachvollziehbar, wusste auch das pfeifende Publikum.
Mit einem fragwürdigen Wechsel von Sebastian Glasner für Marco Stark ging die zweite Hälfte weiter. Regensburg versuchte nun Druck aufzubauen, die Veilchen kontrollierten das Spiel sicher aus der Defensive heraus und sor gten mit zielgerichteten Nadelstichen für Entlastung. So hatte Sebastian Glasner nach einer Stunde die Riesenchance auf den Kopf. Die Hereingabe von Sven Müller setzte der freistehende neue Mann aus 5 Metern jedoch über die Latte. Das wäre die Vorentscheidung gewesen. So blieben die Gäste weiter im Spiel, machten aber selbst zu wenig, um die Abwehr um den erneut starken Kapitän Tomasz Kos in Bedrängnis zu bringen. Erst in den Schlussminuten nahm die Begegnung nochmals Fahrt auf. Ein Freistoß von Zellner aus 25 Metern touchierte den Außenpfosten des Auer Tors (81.). Keeper und der in dieser angespannten Situation als Ruhepol wirkende Martin Männel wäre sicherlich zur Stelle gewesen. Im Gegenzug war die Kugel dann aber drin. Eric Agyemang setzte sich gegen Maul fair durch und spitzelte das Leder ins Eck, aber der schon unter Schieber-Rufen begleitete Schiedsrichter Arno Blos aus Altbach hatte zuvor auf Stürmerfoul entschieden.
Zum Glück ist nichts mehr passiert und die Lila-Weißen brachten mit einer am Ende ziemlich chaotischen Abwehrarbeit den fünften Heimsieg der Saison über die Zeit. Der FC Erzgebirge genießt am kommenden Samstag erneut Heimrecht und empfängt Wacker Burghausen, ob da die beiden Verletzten Sven Müller und der Torschütze Arne Feick wieder auflaufen werden, ist noch fraglich. Trainer Rico Schmitt machte der Mannschaft, "die heute alles abgerufen hat, ein Riesenkompliment. Zehn Minuten vor der Halbzeit hatten wir eine Druckphase, mit der dann auch verdienten Führung. In der zweiten Halbzeit vergab Glasner leider eine Großchance, Regensburg warf dann alles nach vorne. Wir konnten aber diesen wichtigen Sieg festhalten, weil auch die Fans bis zur letzten Minute hinter uns standen." (arn) |
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