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Kickers Offenbach: Robert Wulnikowski, Daniel Damm, Martin Hysky, Fouad Brighache, Mounir Chaftar, Alexander Huber, Stefan Zinnow, Sebastian Becker, Christian Fröhlich, Suat Türker, Mirnes Mesic; Trainer: Hans-Jürgen Boysen
Eingewechselt: 73. Ugur Albayrak für Mirnes Mesic, 73. Matthias Morys für Suat Türker, 84. Christian Pospischil für Sebastian Becker
Kader: Daniel Endres, Michael Kokocinski, Dennis Malura, Nassim Banouas
FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - René Klingbeil, Tomasz Kos, Thomas Paulus, Sven Schaffrath - Marco Stark, Jan Hochscheidt, Arne Feick, Robin Lenk, Skerdilaid Curri - Marc Hensel; Trainer: Heiko Weber
Eingewechselt: 45. Sven Müller für Robin Lenk, 53. Daniyel Cimen für Skerdilaid Curri
Kader: Michael Arnold, Pierre Le Beau, Mohammed El Berkani, Sebastian Glasner, Eric Agyemang
Tore: Fehlanzeige
Schiedsrichter: Florian Benedum (Mehlingen)
Zuschauer: 5105
Gelbe Karte: Christian Fröhlich, Sebastian Becker (2.) / Robin Lenk, Arne Feick (7.), Sven Müller (3.)
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Vorbericht - Hinrundenspiel - Fotos vom Spiel
Spielbericht: Beide Trainer meinten nach dem Spiel, dass ihre Mannschaft die optisch überlegenere war. So gehen eben die Sichtweisen über dieses torlose Unentschieden weit auseinander. Die einzige übereintreffende Aussage hatte OFC-Sportmanager Andreas Möller parat: "Wir kommen viel zu selten in gefährliche Situationen, tun uns im Strafraum schwer." Folglich waren die Aktionen der jeweiligen elf Akteure vor dem gegnerischen Tor nicht zwingend genug und wenn man keine Tore schießt, gewinnt man das Spiel eben nicht. Und so stand es nach 90 Minuten und einer zumeist gan z schwachen Partie am Ende 0:0. Das Ergebnis ist nicht nur leistungsgerecht, sondern dokumentiert auch am Besten den Grottenkick, den sich die 5.100 Zuschauer am Bieberer Berg ansehen mussten. Was die beiden Teams in der Offensive zu bieten hatten, war wenig bis gar nichts. Kaum war der Klassenerhalt geschafft, fehlt eben im Spiel das nötige Engagement und die nötige Konzentration. In diesen Momenten wünscht man sich als gemeiner Fan nichts Schöneres als die Sommerpause. Die Höhepunkte sind demnach auch schnell erzählt.
Bei den Gastgebern hatte Kickers-Trainer Hans-Jürgen Boysen drei Änderungen im Vergleich zum letzten Spiel in Regensburg vorgenommen. Neben Türker ließ der 51-Jährige mit Mesic eine zweite!!! Sturmspitze auflaufen. Auch Brighache und Chaftar rückten in die Anfangsformation, dafür blieben Schutzbach, Pospischil und Heitmeier draußen. Bei den Veilchen lief der Hase andersrum. Allrounder Marc Hensel war in der Offensive auf sich gestellt, im zentralen Mittelfeld ruderten Robin Lenk, Skerdilaid Curri und auf den Außenbahnen gewohnt Arne Feick und Jan Hochscheidt. Die Sechserpositition mit Marco Stark blieb wie die Viererabwehrkette gleich besetzt. Nach dem ersten zögerlichen Abtasten und der Koordinationssuche, als Tomasz Kos nach neun Minuten einen Klärungsversuch fast ins eigene Netz köpfte, hätten die Kickers-Fans seit langen wieder jubeln können. Doch der Ex-Dresdner Fröhlich schaffte das Kunststück, was sicher bei Uri Geller Eindruck geschunden hätte, das Leder aus zwei Metern an die Latte zu hämmern (17.).
Wenige Minuten später feierten die 250 angereisten Schlachtenbummler selbst die Führung, als Marc Hensel den Ball im Tor von OFC-Schlussmann Wulnikowski unterbrachte. Doch der Treffer wurde wegen eines vorangegangen Foulspiels des Torschützen allerdings nicht anerkannt. Eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters Florian Benedum, welche nicht die letzte diskussionswürdige Aktion in dieser Partie bleiben sollte. Zunächst gab es auf dem Rasen keine größeren Anstrengungen mehr, die Kugel gewinnbringend zu verarbeiten. Dennoch zog die 'schwarze Sau' reihenweise gelbe Karten aus seiner Brusttasche. Auf Seiten der Offenbacher gab es für Fröhlich und Becker die Verwarnung und bei den Veilchen Robin Lenk und Arne Feick, der in der letzten Gelegenheit vor dem Seitenwechsel im Mittelpunkt stand. Einen 20-Meter-Freistoß zirkelte der beste Auer Torschütze gezielt an der Mauer vorbei, sodass sich Keeper Wulnikowski arg strecken musste und geradeso mit den Fingerspitzen zur Ecke klären konnte (41.). Nach dem kurzen Hochgefühl folgte jedoch ein grauenvoller Dämpfer. Robin Lenk lag ohne Einwirkung eines Gegenspielers am Boden. Der 25-Jährige wusste sofort "das wars". Zwei Kreuzbandrisse hatte er schon überstanden und nun bedeutet dieser wohl sein Karriere-Ende. Bis zur Pause passierte nach der Einwechslung von Sven Müller dann nichts mehr und man hoffte auf Besserung der Spielkultur.
Und siehe da, Aue kam mit mehr Offensivgeist aus der Kabine und hatte mit Jan Hochscheidts Torschuss, den Wulnikowski mit einem Riesenreflex parierte, die beste Möglichkeit zur Führung (47.). Erneut folgte dem kurzen Hoch ein dickes Tief. Skerdilaid Curri verletzte sich ebenfalls ohne Fremdeinwirkung und musste ausgewechselt werden. Erhärtet sich der Verdacht auf einen Bänderriss im linken Knöchel, bedeutet dies das Saison-Aus für den Dribbelkünstler. Der Ex-Off enbacher Daniyel Cimen, welcher von einer weiblichen 'Brut' optisch unterstützt wurde, sollte es nun richten. In der 66. Minute wäre ihm ein Treffer gegen seinen ehemaligen Verein fast geglückt, als er aus gut 25 Metern das Leder ans Gebälk hämmerte. Und als erst Mesic und dann Türker die Großchancen für Offenbach vergaben, war die Luft komplett wieder raus.
Eine Schlussoffensive sollte es nicht mehr geben. Beide Mannschaften brachten einfach zu wenig klare, zielstrebige Aktionen in der Vorwärtsbewegung. Bestes negatives Beispiel zeigte der Ergebnis von Damms Torschuss, wonach die Veilchen mit Einwurf das Spiel fortsetzten. Somit blieb die letzte Aktion, wie auch zum Ende der ersten Hälfte, Arne Feick überlassen. Sein Knaller aus der zweien Reihe konnte den bester Offenbacher Akteur Wulnikowski allerdings auch nicht überwinden und so blieb es beim ersten Unentschieden im achten Aufeinadnertreffen. "Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Wir hätten gewinnen, aber auch verlieren können", sagte Teammanager Heiko Weber. Mit 47 Punkten bleibt der FC Erzgebirge in der Tabelle auf dem zehnten Platz und wird am kommenden Dienstag sich dem frischgebackenen Zweitligaaufsteiger Union Berlin, die mit ordentlich Restalkohol ins Lößnitztal reisen werden, stellen. (arn) |
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