SC Verl: Philipp Schulze - Oualid Mhamdi, Martin Ens, Fynn Otto, Niko Kijewski - Joshua Eze, Dennis Waidner, Timur Gayret, Berkan Taz - Alessio Besio, Jonas Arweiler; Trainer: Tobias Strobl
Eingewechselt: 74. Chilohem Onuoha für Alessio Besio, 74. Yari Otto für Joshua Eze, 85. Julian Stark für Jonas Arweiler, 85. Michel Stöcker für Niko Kijewski
Kader: Marlon Zacharias, Paul Lehmann, Dominik Steczyk, Fabian Wessig
Spielbericht: Männel und Eigentor als Unterstützung: Aue holt ersten Punkt gegen Verl
Erzgebirge Aue hat im siebten Anlauf den allerersten Punkt gegen den SV Verl geholt. Das 1:1 müssen sich die Verler ans eigene Revers heften, der FCE kann sich bei Keeper Männel bedanken. Sechsmal trafen der SC Verl und Erzgebirge Aue in der 3. Liga bisher aufeinander, jedes Mal verließ der SCV den Platz als Sieger. Und auch im siebten Vergleich war Verl das dominierende Team - musste sich am Ende aber mit einem 1:1 begnügen. Dabei übernahm der SCV, bei dem Coach Tobias Strobl nach dem 2:2 bei Hansa Rostock im Sturm auf Besio statt Yari Otto setzte, nach einer kurzen Anlaufzeit das Kommando in der Partie.
Und die Verler, die spielerisch den Veilchen überlegen waren, erarbeiteten sich auch etliche gute Chancen. Bereits nach vier Minuten hätte Mhamdi die Führung erzielen müssen, doch der aufgerückte Verteidiger schoss über das leere Tor. Besio zielte in der 10. Minute besser, doch FCE-Keeper Männel parierte klasse. Aue, bei dem Trainer Jens Härtel gegenüber dem 4:3 gegen Jahn Regensburg mit Bornschein eine neue Offensivkraft brachte, war hauptsächlich mit Abwehraufgaben beschäftigt, konnte sich aber kaum aus der Umklammerung befreien. Die Verler Führung war nur eine Frage der Zeit, in der 27. Minute war es so weit, als Besio nach einer scharfen Hereingabe von Mhamdi richtig stand. Verl blieb auch in der Folgezeit am Drücker, Männel verhinderte in der 29. Minute gegen Besio mit einer tollen Parade einen höheren Pausenrückstand.
Die zweite Hälfte startete ähnlich wie Durchgang eins, Aue konnte Verl in den ersten Minuten vom eigenen Tor fernhalten. Doch wie in den ersten 45 Minuten war es dann der SCV, der wieder ins Rollen kam und fortan die Partie erneut dominierte. Einzig bei Männel konnten sich die Sachsen bedanken, dass Verl nicht zeitig die Vorentscheidung erzwang. Mit einer Glanzparade verhinderte der FCE-Kapitän in der 53. Minute einen Einschlag gegen Waidner, in der 59. Minute pflückte er einen Kopfball von Arweiler sicher runter. Und Aue? Zunächst fanden die Sachsen erneut nicht statt, doch wie aus dem Nichts waren sie plötzlich da. Zunächst zwangen Ehlers (71.) und Guttau (72.) den bis dato beschäftigungslosen SCV-Keeper Schulze zu zwei Glanztaten. Nach der zweiten gab es Ecke, die Guttau von rechts nach innen brachte. Kurz vor dem eigenen Tor hielt Arweiler den Kopf hin und traf dabei ins eigene Netz (72.). In der Folgezeit drückte Verl auf das 2:1, Aue verteidigte mit Mann und Maus den unverhofften Spielstand. Es rollte Angriff auf Angriff auf das Auer Tor, doch Männel schnappte bei einem Schuss von Stark aus kurzer Distanz erneut zu (89.) und hielt so den ersten Punktgewinn Aues gegen Verl fest. Fast wären es für die Sachsen sogar drei Zähler geworden: Sekunden vor dem Ende der fünfminütigen Nachspielzeit tauchte Weinhauer frei vor Schulze auf, verlud auch den SCV-Keeper, doch sein Ball trudelte knapp am linken Pfosten vorbei. (90.+5). So blieb es beim 1:1. Enttäuschend für die Verler, die die Partie dominierten und genügend Chancen zur Vorentscheidung besaßen. Doch Aue bewies Moral, tauchte in Hälfte zwei mehrmals gefährlich vor dem Verler Tor auf und hatte mit Männel einen kaum zu überwindenden Rückhalt. Am kommenden Samstag gastiert Verl bei Viktoria Köln, einen Tag später empfängt Aue den VfB Stuttgart II. (kicker)