TSV Havelse: Tom Opitz - Dennis Duah, Noah Plume, Besfort Kolgeci - Johann Berger, Marko Ilic, Julius Düker, Nassim Boujellab, Emre Aytun - Arlind Rexhepi, Lorenzo Paldino; Trainer: Samir Ferchichi
Eingewechselt: 63. Robin Müller für Arlind Rexhepi, 64. Florian Riedel für Emre Aytun, 86. Jannik Oltrogge für Julius Düker, 90+2. Christopher Schepp für Lorenzo Paldino
Kader: Norman Quindt, Yannik Jaeschke, Dominic Minz, Hasan Özdemir, Julian Rufidis
Spielbericht: Müller macht den Deckel drauf: Havelse schlägt Aue im Abstiegskrimi
In einem zähen Abstiegskrimi setzte sich der TSV Havelse gegen Erzgebirge Aue trotz Rückstand am Ende mit 3:1 durch. Den Veilchen steht das Wasser hingegen nun bis zum Hals. Nach der enttäuschenden 0:3-Niederlage gegen Ulm folgte für die Mannschaft von Aue-Trainer Jens Härtel direkt der nächste Abstiegskrimi. Gegen den Vorletzten, dem TSV Havelse, der am vergangenen Spieltag mit 1:4 bei Rot-Weiss Essen verlor, stand der FCE gehörig unter Druck. Vier Wechsel nahm Härtel in der Startformation vor: Nach seinem Patzer in Essen, musste Louis Lord im Tor für Martin Männel auf die Bank. Ebenso kamen Barylla, Stefaniak und Neuzugang Ocansey für Ehlers, den verletzten Günther-Schmidt und den rotgesperrten Malone in die erste Elf. Havelse-Trainer Samir Ferchichi veränderte seine Anfangsformation auf drei Positionen: Aytun, Duah und Berger begannen für Belkahia, Oltrogge und Sommer.
Unter schwierigen Platzverhältnissen im Eilenriedestadion kam zu Beginn wenig Spielfluss zustande, doch Havelse war stets um einen fußballerischen Ansatz bemüht. In der 14. Minute sorgte die Auer-Hintermannschaft so eher unfreiwillig für die lange Zeit beste Chance der Hausherren. Nach einem langen Ball wollte Uhlmann den Ball für Männel abschirmen, was zu einem Missverständnis führte und die Situation nochmal gefährlich machte. Mitte der ersten Halbzeit wurde das Spiel sehr zerfahren. Technische Mängel auf beiden Seiten sorgten für nur wenige Offensivaktionen. Doch in der Nachspielzeit ging Aue dann plötzlich in Führung: Nach einer Ecke von Stefaniak kam Clausen zum Torschuss, in den Fabisch den Fuß reinhielt und aus kurzer Distanz zur Führung traf (45.+1).
Nach dem Seitenwechsel waren dann aber die Hausherren die aktivere Mannschaft und bewiesen Moral. In der 74. Minute bekam Aue den Ball nicht geklärt und so landete ein Abschluss von Kolgeci im Sechzehner über Umwege bei Boujellab, der überlegt mit der Innenseite flach ins rechte untere Eck einschob. Dem Ausgleichstreffer konnte Aue nur wenig gegensetzen, was Havelse ausnutzte: Ilic ging über links ins Eins-gegen-Eins, suchte den Abschluss der geblockt wurde. Erneut konnte Aue den Ball nicht klären, weswegen der Ball bei Riedel landete, dessen Querschläger vor die Füße von Paldino flog, der ins linke unter Eck traf (81.). In den Schlussminuten warf Aue alles nach vorne, doch es fehlte die letzte Konsequenz. In der Nachspielzeit entschied der eingewechselte Müller die Partie. Alleine vor Männel scheiterte er zunächst, setzte jedoch nach und sorgte so für die Entscheidung (90.+6). Im Anschluss lagen die Nerven bei Aue blank. Die Mannschaft wurde in der Kurve von den mitgereisten Fans ausgepfiffen und im Innenraum zur Rede gestellt. Es dürften ungemütliche Tage für den FCE folgen, der nächsten Samstag gegen Saarbrücken gefordert ist. Auf der anderen Seite steht der TSV Havelse, der in den letzten sechs Partien nur eine Niederlage hinnehmen musste und sich eindrucksvoll im Abstiegskampf zurückgemeldet hat. Der Sieg gegen Aue hat somit zur Folge, dass die Mannschaft von Samir Ferchichi vorübergehend den SSV Ulm hinter sich lässt und auf Platz 18 springt. Als nächstes geht es für Havelse ebenfalls am Samstag um 14 Uhr beim VfL Osnabrück weiter.
(kicker)