VfL Osnabrück: Lukas Jonsson - Robin Fabinski, Jannik Müller, Niklas Wiemann - Kai Pröger, Fridolin Wagner, Kevin Wiethaup, Frederik Christensen - Ismail Badjie, Lars Kehl, Robin Meißner; Trainer: Timo Schultz
Eingewechselt: 63. Tony Rudy Lesueur für Ismail Badjie, 79. Robert Tesche für Lars Kehl, 87. Bashkim Ajdini für Kai Pröger, 87. Theo Janotta für Fridolin Wagner, 87. Julian Kania für Robin Meißner
Spielbericht: Joker Lesueur glänzt: Osnabrück legt bei Aue im Aufstiegskampf vor - Negativserie der Veilchen setzt sich fort
Beim 3:1-Sieg des VfL Osnabrück bei Erzgebirge Aue setzen sich zwei Serien fort: Während Osnabrück das beste Team der Rückrunde bleibt und die Aufstiegsplätze im Blick hat, warten die kriselnden Veilchen in der Rückrunde weiter auf einen Sieg. Christoph Dabrowski tauschte nach dem spät mit 1:2 verlorenen Ost-Duell gegen Cottbus auf zwei Positionen: Uhlmann kehrte nach abgesessener Gelbsperre in die Startelf zurück und verdrängte Fabisch auf die Bank, zudem rotierte Günther-Schmidt für Guttau (Bank) in die Anfangsformation. Auch VfL-Trainer Timo Schultz wechselte doppelt im Vergleich zum 3:0 im Verfolgerduell gegen Rot-Weiss Essen: Pröger und Wiethaup ersetzten Kammerbauer und Jacobsen positionsgetreu, die beide im Kader fehlten.
Vom Anpfiff weg kontrollierte Osnabrück das Spiel, vor allem durch das eigene Pressing: Liefen die Gäste hoch an, kam Aue kaum aus der eigenen Hälfte; standen sie tief, fehlten den Veilchen die Ideen, um zu eigenen Torchancen zu kommen. Bereits nach vier Minuten hatte Christensen zudem die Großchance zur Führung, zielte jedoch zu zentral auf Männel (4.). Auf der Gegenseite meldete ein Volley von Fallmann die Hausherren an (6.). Ein schlimmer Abstimmungsfehler von Zobel und Malone bescherte Osnabrück schließlich die verdiente Führung. Nutznießer Badjie umkurvte Männel und schob lässig ins leere Tor ein (17.). Beinahe hätte Bär per Kopf für die postwendende Antwort gesorgt, Jonsson war stark zur Stelle (19.), doch mit der Führung im Rücken ließen die Lila-Weißen danach nichts mehr anbrennen. Allerdings agierten die Niedersachsen zunehmend pomadig, mit Ball fahrig und im Pressing nicht mehr so energisch wie noch zu Beginn. Das sollte sich rächen: Günther-Schmidt veredelte den besten Angriff der Hausherren (42.) und durfte sich für den etwas schmeichelhaften Ausgleichstreffer kurz vor der Pause feiern lassen.
Den verdienten sich die Veilchen erst nach Wiederanpfiff. Aue kam deutlich schwungvoller aus der Kabine und gestaltete die Partie ausgeglichen. Ehlers prüfte mit dem ersten Abschluss Jonsson (46.), auf der Gegenseite wurde Christensen aus gefährlicher Position geblockt (49.). Ein schlimmer Fehlpass von Jonsson hätte beinahe die Partie auf den Kopf gestellt, doch Stefaniak schoss aus 35 Metern den Ball zurück zum VfL-Keeper statt ins leere Tor (66.). Es war der Weckruf für Osnabrück, die Niedersachsen zogen das Tempo wieder an. Collins rettete nach einer Ecke auf der Linie und bewahrte seinen Mitspieler Zobel vor einem Eigentor und Aue vor dem erneuten Rückstand (73.). Nur wenige Sekunden später spitzte dann Joker Lesueur in eine perfekte Halbfeldflanke von Kehl und besorgte das 2:1 (73.). Keine drei Minuten später legte der Franzose mustergültig vor für Meißner, der mit seinem neunten Saisontor für die Vorentscheidung sorgte (76.). In den verbleibenden Minuten ließ Osnabrück nichts mehr anbrennen und jubelte über einen verdienten 3:1-Sieg, mit dem die Niedersachsen im Fernduell um den Aufstieg vorlegten und sogar vorübergehend an die Tabellenspitze sprangen. Aue bleibt dagegen im neuen Jahr sieglos und musste sich von Pfiffen der eigenen Fans verabschieden lassen. Die nächste Chance für einen Befreiungsschlag im Tabellenkeller bietet sich am Dienstag beim Gastspiel bei den formstarken Münchner Löwen. Parallel empfängt Osnabrück die Viktoria aus Köln an der Bremer Brücke. (kicker)