Alemannia Aachen: Manuel Riemann - Joel da Silva Kiala, Marius Wegmann, Petros Bagkalianis - Pierre Nadjombe, Jonas Oehmichen, Gianluca Gaudino, Matti Wagner - Mehdi Loune, Lars Gindorf, Mika Schroers; Trainer: Mersad Selimbegovic
Eingewechselt: 60. Lamar Yarbrough für Joel da Silva Kiala, 68. Faton Ademi für Mehdi Loune, 88. Sasa Strujic für Matti Wagner, 88. Niklas Horst Castelle für Lars Gindorf, 88. Omar Sillah für Mika Schroers
Tore: 0:1 Lars Gindorf (Linksschuß, 24. / Mika Schroers); 0:2 Lars Gindorf (Rechtsschuß, 27. / Mehdi Loune); 1:2 Ryan Malone (Kopfball, 47. / Erik Weinhauer); 1:3 Pierre Nadjombe (Rechtsschuß, 80. / Faton Ademi)
Spielbericht: Gindorfs Doppelschlag zieht Aue den Zahn - Erzgebirge kommt erst nach der Pause auf
Der FC Erzgebirge Aue taumelt dem Abstieg aus der 3. Liga entgegen. Auch gegen Alemannia Aachen zeigten die Veilchen eine über weite Strecken nicht ausreichende Leistung. Christoph Dabrowski stellte die Auer Startelf nach dem 1:2 bei 1860 München auf einer Position um: Ocansey begann in der Offensive für Günther-Schmidt. Die Alemannia startete mit dem zuletzt gesperrten Chefcoach Mersad Selimbegovic zurück in der Coaching-Zone sowie im Vergleich zum 1:0 gegen Schweinfurt mit Loune, Gaudino und Wegmann für Sillah, Ademi und Yarbrough.
Die Partie begann für die akut abstiegsgefährdeten Veilchen symptomatisch. Gerade hatten sich die Sachsen nach anfänglicher Aachener Überlegenheit etwas freigeschwommen, da zappelte der Ball gleich zweimal binnen kurzer Zeit im Netz des FC Erzgebirge. Und zweimal war es TSV-Goalgetter Gindorf, der mit sehenswerten Treffern - einmal nach Schroers-Zuspiel aus ganz spitzem Winkel (24.), einmal formschön aus der zweiten Reihe (27.) - auf 2:0 für die Gäste stellte. Es waren die Saisontore 19 und 20 für Gindorf. Die beiden Nackenschläge waren natürlich nicht zuträglich für ein Auer Aufbäumen gegen den Klassenerhalt. Die Stimmung im Stadion war bis zum Pausenpfiff spürbar gedrückt, Teile des FCE-Anhangs wandten dem Spielgeschehen phasenweise sogar den Rücken zu.
Dabrowski brachte zur zweiten Hälfte mit Weinhauer, Günther-Schmidt und Clausen gleich drei frische Offensivkräfte - und erzielte damit den erhofften Effekt: Malone köpfte eine butterweiche Weinhauer-Linksflanke zum schnellen 1:2 in die Maschen (47.). Aue behielt im Anschluss den Fuß auf dem Gaspedal - und auch die heimischen Fans zeigten plötzlich wieder lautstark Interesse am Spiel. Riemann verhinderte mit einer Parade gegen den freistehenden Riemann das in dieser Phase mögliche 2:2 (62.). Bei einer die seltenen Entlastungsangriffe im zweiten Durchgang tanzte Gindorf im gegnerischen Strafraum durch die gegnerischen Reihen und fand dann seinen Meister erst in Männel (72.). So blieb es spannend bis in die Schlussphase. Dann machte die Alemannia jedoch den Deckel drauf: Der eingewechselte Ademi sah in Bedrängnis Nadjombe im Zentrum, der nur noch den Fuß zum 3:1-Endstand hinhalten musste (80.). Ein weiterer Stimmungskiller für die Hausherren an diesem sonnigen Nachmittag. Der FCE fand anschließend nicht mehr zurück ins Spiel und musste schließlich eine weitere Niederlage quittieren. Erzgebirge Aue steht nun vor der hohen Auswärtshürde Essen - am nächsten Samstag geht es bei RWE um immens wichtige Punkte. Tags zuvor schon empfängt die Alemannia Topteam Energie Cottbus. (kicker)