Rot-Weiss Essen: Jakob Golz - Jannik Hofmann, Michael Schultz, José-Enrique Rios Alonso, Franci Bouebari - Ruben Reisig, Torben Müsel, Ramien Safi, Kaito Mizuta, Lucas Brumme - Marek Janssen; Trainer: Uwe Koschinat
Eingewechselt: 67. Dickson Abiama für Lucas Brumme, 67. Marvin Obuz für Ramien Safi, 83. Jaka Cuber Potocnik für Marek Janssen, 90+1. Gianluca Swajkowski für Kaito Mizuta
Kader: Felix Wienand, Ben Hüning, Nils Florian Kaiser, Michael Kostka, Tobias Kraulich
Spielbericht: Müsel eröffnet Essens Traumtor-Reigen mit der Hacke - Aue wehrt sich ohne Erfolg
Rot-Weiss Essen hat seine Aufstiegsambitionen gegen Erzgebirge Aue per 4:2-Sieg untermauert - musste nach drei traumhaft erzielten Toren am Ende gegen Ex-Trainer Dabrowski und die Veilchen aber doch noch bangen. Rot-Weiss Essen freute sich über das Comeback von Stammtorwart Golz, der Casali verdrängte, während der ebenfalls genesene Wienand auf der Bank Platz nehmen konnte. Darüber hinaus vertraute Uwe Koschinat nach dem 4:2 bei der TSG Hoffenheim auf Müsel und Brumme anstelle von Gjasula und Obuz. Aues Coach Christoph Dabrowski brachte an alter Wirkungsstätte nach dem 1:3 gegen TSV Alemannia Aachen Zobel, Günther-Schmidt, Weinhauer und Clausen für Uhlmann, Stefaniak, Guttau und Ocansey.
Bis auf eine Safi-Chance (4.) war die Startphase an der Hafenstraße höhepunktarm und überraschend ausgeglichen. Bis auf Müsels abgeblockten Direktschuss tat sich lange Zeit wenig (21.), RWE schaffte es zu selten, seine wachsende Dominanz in Chancen auszudrücken - bis zur 28. Minute. In einer Sequenz von Traumtoren legte Essen binnen Minuten vorentscheidend mit 3:0 vor. Müsel per Hacke (28.), Hofmann (33.) und Janssen (37.) mit wuchtigen und präzisen Fernschüssen ließen Aue zwischenzeitlich im Regen stehen. Ehlers ließ dann kurz vor Pausenpfiff mit einem abgefälschten Schuss zum 1:3 wieder etwas Hoffnung aufkeimen bei den Veilchen (45.+1).
Diese Hoffnung nährte Torjäger Bär per Kopf nach Malones gewohnt langem Einwurf nicht allzu lange nach Wiederanpfiff mit dem 2:3 aus Auer Sicht (61.). Den möglichen Ausgleich ließ Günther-Schmitt in der Folgezeit frei vor Golz liegen (73.). Der Pfosten half dem Keeper in dieser wilden Szene. Am Ende lief den Sachsen die Zeit an der Hafenstraße davon. Trotz aller Moral sollte nichts Zählbares für Aue mehr herausspringen - auch weil Mizuta mit dem vierten Essener Tor in der 82. Minute den Deckel draufmachte. Für RWE geht es im Aufstiegsrennen am Sonntag mit einem NRW-Duell bei FC Viktoria Köln weiter. Schon am Samstag spielt Erzgebirge Aue beim SV Waldhof Mannheim.
(kicker)