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NOFV Oberliga-Süd 2013/14

Spielbericht

29. Spieltag - Sonntag, 01.06.2014 - 14:00

SV SCHOTT Jena - FC Erzgebirge Aue II 3:0 (3:0)


SV SCHOTT Jena: Brian Gheorghiu - Christian Kretzer, Dimo Raffel, Johannes Carl, Paul Schletzke - Steven Dietzsch, Andreas Lelle, Florian Schmolke, Maximilian Enkelmann, Markus Güttich - Benjamin Bahner; Trainer: Steffen Geisendorf

Eingewechselt: 59. Danny Reuther für Florian Schmolke, 62. Robert Bismark für Paul Schletzke, 85. Robert Häring für Andreas Lelle

Kader: Danny Lewandrowski, Tino Kohlmann, Maximilian Klose, Bogdan Tschurtschun

FC Erzgebirge Aue II: Stephan Schorsch - Sebastian Klemm, Philipp Müller, Moritz Lehnard, Joseph Gröschke - Felix Röder, Felix Kunert, Dominic Baars, Alexander Dartsch, Ivan Ristovski - Estefanio Brandao da Silva; Trainer: Robin Lenk

Eingewechselt: 46. Albert Samatov für Estefanio Brandao da Silva, 46. Albijan Kameraj für Moritz Lehnard

Tore: 1:0 Benjamin Bahner (Kopfball, 2. / Maximilian Enkelmann); 2:0 Markus Güttich (Linksschuss, 7.); 3:0 Benjamin Bahner (Kopfball, 40. / Markus Güttich)

Schiedsrichter: Christian Kliefoth (Quedlinburg)
Assistenten: Sven Schweinefuß, Alexander Kroll

Zuschauer: 120 auf Platz 2a in der Sportanlage Oberaue

Spielbericht:
Auer verpennen die Anfangsphase
Die Kicker des FC Erzgebirge Aue II konnten am Sonntag ihre Erfolgsserie in der Fußball-Oberliga Süd nicht fortsetzen. Vielmehr unterlagen sie beim SV Schott Jena sogar klar mit 0:3 (0:3). Durch diesen Sieg sind die Thüringer zugleich aller Abstiegssorgen ledig. Dass die Auer mit leeren Händen die Heimreise antraten, war vor allem einer schwachen ersten Halbzeit geschuldet. "Wir haben die ersten zwanzig Minuten total verschlafen. Einige dachten wohl, dass nach den jüngsten Erfolgen vieles von alleine gehen würde", ärgerte sich Trainer Robin Lenk. Die Veilchen waren noch gar nicht so richtig auf dem Platz, da lagen sie bereits 0:2 hinten. Erst unterschätzte Joseph Gröschke eine Eingabe (2.), wenig später kam ein Jenaer nach einer Unstimmigkeit zwischen Gröschke und Sebastian Klemm frei zum Schuss (7.). Obwohl sich die Lila-Weißen strafften, blieb vor allem ihr Offensivspiel unzureichend. Zudem gelang den Einheimischen per Kopf im Anschluss an eine Ecke noch vor der Pause das 3:0 (40.). Nach dem Seitenwechsel waren die Erzgebirger zwar besser als die Jenaer, doch einfach nicht in der Lage, ein Tor zu erzielen. Zwei Schüsse auf den Kasten - so die magere Ausbeute. Der SV Schott konzentrierte sich auf das Verteidigen des Vorsprungs. "Der letzte Pass kam nicht an. Ich vermisste die Zielstrebigkeit, die uns in den Spielen zuvor ausgezeichnet hatte", so Lenk. Morgen wird ab 17 Uhr in Beierfeld das Spiel der Auer gegen Neugersdorf nachgeholt.
Bericht von Freie Presse.de


Aufsteiger SV Schott Jena schafft Klassenerhalt
Die obligatorische Bierdusche musste auch Schott-Coach Steffen Geisendorf nach der Partie gegen die Reserve von Erzgebirge Aue während der kleinen spontanen Feier am Kabinengebäude über sich ergehen lassen. Die Spieler wussten, warum sie ihren Trainer hochleben ließen. Abgesehen von der kontinuierlichen Aufbauarbeit im Verein, hatte er sie für dieses entscheidende Spiel taktisch hervorragend eingestellt. Von Beginn an ließen die Schottianer keinen Zweifel daran, dass sie den Verbleib in der Oberliga vorfristig schaffen, nicht bis zum letzten Spieltag zittern wollten. Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr. "Das war so geplant", resümierte Steffen Geisendorf: "Gegen die technisch starke Auer Reserve konnten wir das Tempo mitgehen, standen hinten sicher und die Tore fielen glücklicherweise genau zum richtigen Zeitpunkt." Bereits in der zweiten Minute verwertete Bahner eine Flanke Enkelmanns per Kopf zum 1:0-Führungstreffer. Fünf Minuten später war Güttich als Abstauber zur Stelle, als Aues Keeper Schmolkes Schuss zu kurz abwehrte. An dem 0:2-Rückstand knabberten die in den letzten acht, neun Wochen ungeschlagenen Gäste eine ganze Weile. Sie kamen nur langsam in die Gänge, ohne aber zu nennenswerten Abschlüssen zu kommen. Ein Tor in der 39. Minute fand zurecht wegen Abseits keine Anerkennung. Anders Schott. Benjamin Bahner zog den Gästen mit seinem Kopfballtor zum 3:0 (40.) nach Ecke Güttichs postwendend noch vor der Pause endgültig den Zahn. Damit krönte er sich mit nunmehr 62 Toren zum neuen Torschützenkönig des Vereins. Nach dem Seitenwechsel konnte sich Schott auf das Verwalten des Vorsprungs verlegen, setzte aber immer wieder gefährliche Nadelstiche, um die Gäste, die im ganzen Spiel keine echte Torchance erspielten, im Zaum zu halten. Dietzsch feuerte aus 20 Metern knapp über das Gebälk (66.). Bahners gefährliche Eingabe in den Sechzehner, nachdem er sich gegen zwei Auer durchgesetzt hatte, fand keinen Abnehmer (74.). Enkelmann, von Bahner in die Gasse geschickt, versuchte erst noch den Torwart auszuspielen, anstatt gleich abzuziehen (80.). Gästetrainer Robin Lenk war, trotzdem es nur noch um eine bessere Platzierung geht, sauer über den Auftritt seiner Elf und las seinen Spielern gleich nach dem Abpfiff die Leviten auf dem Platz. Schott hatte aber einfach nicht mehr zugelassen. Das machte Trainer Steffen Geisendorf richtig stolz: "Wir haben unser Saisonziel, punktemäßig die beste Oberligasaison des Vereins zu spielen, erreicht. Bei unseren Voraussetzungen mit wirklichem Feierabendfußball und den nicht optimalen Trainingsbedingungen ist das eine große Leistung des ganzen Teams, die uns viele nicht zugetraut hatten."
Bericht von otz.de