
Der FC Erzgebirge wollte sich eigentlich zusätzlichen Nervenkitzel
ersparen, doch nach der 1:2-Niederlage beim MSV Duisburg muss nun im
Saisonfinale der entscheidende Sieg eingefahren werden. Mit der
Einstellung, wie sie im ersten Abschnitt angeboten wurde, sicherlich ein
schweres Unterfangen. Zwar hatte Jan Hochscheidt bereits in der in der
zwölften Minute die Möglichkeit das Spiel in eine andere Richtung zu
lenken, als er freistehend in halbrechter Position vor Keeper Wiedwald
auftauchte, aber anstatt selbst abzuschließen dann quer ablegte,
vergeben, doch waren die Offensivbemühungen meistens eher schlecht als
recht. Die Zebras hingegen zeigten sich konsequent, machten durch einen
Doppelschlag vor 15.627 Zuschauern frühzeitig alles klar. Zunächst
hämmerte Sukalo per Volleyabnahme das 1:0 ins rechte Eck (18.), fünf
Minuten später fand ein Freistoß von Wolze den Weg ohne Gegenwehr ins
Netz, nachdem Sukalo Aues Torhüter Martin Männel noch irritiert, den
Ball aber nicht mehr berührt hatte. Kurz vor der Pause wäre das Debakel
mit dem dritten Tor für Duisburg fast perfekt gewesen, zum Glück rettete
das Aluminium schlimmeres. Überdies bestätigte sich einmal mehr die
derzeit fehlende Moral der Veilchen, vor allem nach 45 gespielten
Minuten - der letzte Platz mit 12 zu 32 Toren für diesen Zeitraum ist
demnach keine Überraschung. Dass die zweite Hälfte dann besser gestaltet
wird, hat man ja in Duisburg gesehen. Endlich wurde der von den 1.200
mitgereisten Schlachtenbummlern erwartete Kampf gegen den Abstieg auch
von den Herren auf dem Rasen angenommen. Und als Ronny König nach
Kopfballvorarbeit von Guido Kocer ebenfalls per Kopf aus fünf Metern
seinen neunten Saisontreffer zum Anschluss verwandelte (56.), hoffte man
auf mehr - leider umsonst. Trotz gut herausgespielter Chancen und Guido
Kocers Versuch aus 25 Metern per direktem Freistoß, sollte der Ausgleich
nicht mehr fallen. Vielmehr war die Partie zum Ende hin geprägt mit
Hektik und Nervenflattern, die in einer Kartenarie ausartete und so
wenig zum Spielfluss beitrug. Schlussendlich konnte Aue sich abermals
bei anderen Teams bedanken, dass man weiterhin zwei Zähler Vorsprung vor
dem Karlsruher SC auf Relegationsplatz 16 hat und somit am kommenden
Sonntag zu Hause gegen den VfL Bochum erneut mit einem gewissen Vorteil
ins Spiel gehen kann. Doch sollte nach sechs sieglosen Partien (zwei
Remis, vier Niederlagen) endlich auch der allerletzte Matchball
verwandelt werden.
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