MSV Duisburg - FC Erzgebirge Aue 'Vorschau'
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Die Nervenschlacht geht am Sonntag in die vorletzte Runde. Ein Sieg
würde für die jeweilige Mannschaft Sicherheit für den Ligaverbleib
bedeuten. Während Erzgebirge Aue mit 32 Zählern auf Tabellenplatz 15 das
Abstiegsgespenst im Nacken spürt, liegen die Vorteile klar beim MSV.
Durch ein plus von 20 Toren gegenüber dem Karlsruher SC, der momentan
den Relegationsplatz innehat, würde dem Team von Oliver Reck ein Punkt
reichen, um die letzten Zweifel am Klassenerhalt noch ausräumen. Rang 10
mit 9 Siegen, 8 Unentschieden und 15 Niederlagen bedeutet zudem die
beste Saisonplatzierung des MSV. An einen Abstieg Duisburgs glaubt daher
wohl auch keiner mehr, denn die Verantwortlichen haben für die etwaige
Relegation am 10. und 14. Mai bereits anderweitig Freundschaftsspiele
terminiert.
Anbrennen dürfte beim kommenden Gastgeber also nichts mehr. Zwar
kassierte kein Team so viele Heimniederlagen wie die Zebras, doch gewann
der MSV zuletzt drei Spiele in der heimischen Schauinsland-Reisen-Arena
infolge und verlor insgesamt nur eines der letzten acht Spiele (1:2 bei
1860 München). Die Veilchen hingegen warten seit fünf Spielen auf einen
Sieg (zwei Remis, drei Niederlagen), außerdem konnte lila-weiß in
Duisburg noch nie gewinnen. Dass der FCE weiterhin den
zweitschlechtesten Wert in Sachen Torausbeute aufweist, daran hat man
sich so langsam gewöhnt. Aber dass alle 28 Tore von Deutschen erzielt
wurden, hat es in der Geschichte der Zweiten Bundesliga noch nie
gegeben. Auch in einem weiteren Punkt haben die Veilchen die Nase vorn:
Während Aue für die nächste Zweitliga-Saison in wirtschaftlicher
Hinsicht ohne Auflagen und Bedingungen die Lizenz erhalten hat, muss der
MSV bis zum 24. Mai einen siebenstelligen Betrag aufbringen, um auch für
das 19. Jahr zweite Bundesliga ein Spielrecht zu bekommen.
Dennoch rückt erst einmal der sportliche Aspekt in den Vordergrund, und hier steht Aue gewaltig unter Druck. Der FC Erzgebirge gewann insgesamt erst sieben Mal - nicht einmal halb so oft wie in der letzten Saison nach 32 Spieltagen (damals 15 Siege). Auch in Duisburg wird es für die Veilchen nicht gerade einfach sein, einen weiteren Saisonsieg verbuchen zu können. Von bisher neun Aufeinandertreffen gab es für Aue nur zwei Heimsiege und noch nie einen Auswärtssieg. Immerhin konnte man bisher zwei Auswärtspunkte mitnehmen. In den vier Heimspielen gegen Aue erzielten die Zebras zehn Tore. Ebenso stark sind die vier Siege aus den letzten fünf Spielen gegen die Unsrigen, darunter fallen auch die letzten beiden Duelle. Im Hinspiel traf MSV-Joker Exslager mit seinem kuriosen Treffer in der Nachspielzeit zum 2:1. Martin Männels Fehltritt brachte für die Meidericher unverhofft den ersten Auswärtssieg der Saison. Damit sollte die Baumann-Elf eigentlich gewarnt sein, niemanden zu unterschätzen und vor allem, dass bis zum Schluss gepowert wird. Für die nötige Unterstützung in der Fremde haben der Verein und einige Sponsoren 14 Busse für Fans kostenlos zu Verfügung gestellt. Mit hoffentlich lautstarken Engagement sollen die letzten Kräfte zum Klassenerhalt herauskitzelt werden. "Wir brauchen jetzt jede Unterstützung. Es geht jetzt um alles und wir gehen fest davon aus, dass wir es schaffen", setzt FCE-Geschäftsführer Steffen Heidrich auf die Hilfe des zwölften Mannes, die sich geschlossen in den Vereinsfarben präsentieren werden. Dieses Zeichen müssen die Spieler wahrnehmen, wenn Sie den Rasen betreten.
Personell pfeifen die Veilchen vor dem hoffentlich letzten Auswärtsspiel der Saison aus dem (aller)letzten Loch. Die bereits gestrige rund siebenstündige Busreise nach Duisburg haben trotzdem alle Spieler, ob angeschlagen oder nicht, vollzogen. Oliver Schröder ist wegen seiner Schulterverletzung zur Rehabilitation zunächst nach Düsseldorf gefahren, wird aber zum Team stoßen. Bei Skerdilaid Curri (Infekt) und Fabian Müller (Knochenhautentzündung) stehen die Chancen auf einen Einsatz eher schlecht. Hingegen konnten Adli Lachheb (Infekt), Guido Kocer (muskuläre Beschwerden) und Kevin Schlitte (Zerrung im linken Oberschenkel) mit individuellem Training ihr Pensum von Tag zu Tag erhöhen, werden diesbezüglich dem Trainer zur Verfügung stehen. "Wir haben noch 180 Minuten zu spielen. In diesen beiden Partien müssen wir die letzten Kräfte mobilisieren und sicher auch ein Stück weit über unsere Grenzen hinaus gehen", blickt ein ehrgeiziger Kevin Schlitte voraus. Das Ziel dürfte somit jedem Spieler, der morgen mit dem Auer Trikot aufläuft, klar sein. "Wir haben alles selbst in der Hand und können auf keine Schützenhilfe hoffen", sagte Karsten Baumann und fügte an: "Der MSV wird uns nichts schenken und wir müssen vor der Kiste cooler werden."
Dementsprechend drückt vor allem im Angriff der Schuh, in den letzten vier Spielen gelang nur ein Treffer. Routinier Enrico Kern ist mit einem Kreuzbandriss langfristig außer Gefecht. Die Hoffnungen ruhen auf Ronny König, der mit acht Treffern erfolgreichster Auer ist, aber seit mehreren Wochen eine abnormale Ladehemmung hat. Nur fünf Mal erzielte Aue mehr als einen Treffer - allen anderen Teams gelang das häufiger. Aber auch hinten ist man durch zu viele Umstellungen nicht gerade sattelfest geblieben. Aue spielte erst sechs Mal zu Null - nur der FSV Frankfurt seltener (fünf Mal). 52 Gegentore sind zu viel des Guten. Im Gegensatz dazu kassierten die Zebras in den letzten acht Spielen nur einmal mehr als ein Gegentor, in drei der letzten vier Spiele behielt MSV-Keeper Wiedwald sogar die weiße Weste. Dennoch hat Duisburg mit einem Zu-Null-Spiel mehr auf dem Konto (7) auch nicht die Crème de la Crème im Abwehrverbund. Auch nach einem Rückstand erholten sich die Mannen von Oliver Reck nicht wirklich - 19 Mal lag die Elf des ehemaligen Nationaltorhüters mit 0:1 hinten, punktete dann nur fünf Mal (zwei Siege, drei Remis). Der FC Erzgebirge hingegen gewann vier Mal nach einem 0:1-Rückstand (nur St. Pauli häufiger), weitere vier Mal gab es dann noch ein Remis.
Zum Schiedsrichtergespann gibt es aus Veilchensicht nicht viel zu sagen. Marco Fritz aus Korb stand bisher in drei Partien im Mittelpunkt. Gewonnen hat der FCE keins davon. Im Premierenspiel verlor man zu Hause gegen Union Berlin mit 0:1, die anderen beiden gingen torlos in Ingolstadt und gegen Cottbus über die Bühne. An den Linien wird der ab 2012 neu auf die FIFA-Liste gesetzte Schiedsrichter von Rene Kunsleben (Hamm) und Wolfgang Walz (Pfedelbach) assistiert, Sven Jablonski (Bremen) fungiert als vierter Offizieller.
Dennoch rückt erst einmal der sportliche Aspekt in den Vordergrund, und hier steht Aue gewaltig unter Druck. Der FC Erzgebirge gewann insgesamt erst sieben Mal - nicht einmal halb so oft wie in der letzten Saison nach 32 Spieltagen (damals 15 Siege). Auch in Duisburg wird es für die Veilchen nicht gerade einfach sein, einen weiteren Saisonsieg verbuchen zu können. Von bisher neun Aufeinandertreffen gab es für Aue nur zwei Heimsiege und noch nie einen Auswärtssieg. Immerhin konnte man bisher zwei Auswärtspunkte mitnehmen. In den vier Heimspielen gegen Aue erzielten die Zebras zehn Tore. Ebenso stark sind die vier Siege aus den letzten fünf Spielen gegen die Unsrigen, darunter fallen auch die letzten beiden Duelle. Im Hinspiel traf MSV-Joker Exslager mit seinem kuriosen Treffer in der Nachspielzeit zum 2:1. Martin Männels Fehltritt brachte für die Meidericher unverhofft den ersten Auswärtssieg der Saison. Damit sollte die Baumann-Elf eigentlich gewarnt sein, niemanden zu unterschätzen und vor allem, dass bis zum Schluss gepowert wird. Für die nötige Unterstützung in der Fremde haben der Verein und einige Sponsoren 14 Busse für Fans kostenlos zu Verfügung gestellt. Mit hoffentlich lautstarken Engagement sollen die letzten Kräfte zum Klassenerhalt herauskitzelt werden. "Wir brauchen jetzt jede Unterstützung. Es geht jetzt um alles und wir gehen fest davon aus, dass wir es schaffen", setzt FCE-Geschäftsführer Steffen Heidrich auf die Hilfe des zwölften Mannes, die sich geschlossen in den Vereinsfarben präsentieren werden. Dieses Zeichen müssen die Spieler wahrnehmen, wenn Sie den Rasen betreten.
Personell pfeifen die Veilchen vor dem hoffentlich letzten Auswärtsspiel der Saison aus dem (aller)letzten Loch. Die bereits gestrige rund siebenstündige Busreise nach Duisburg haben trotzdem alle Spieler, ob angeschlagen oder nicht, vollzogen. Oliver Schröder ist wegen seiner Schulterverletzung zur Rehabilitation zunächst nach Düsseldorf gefahren, wird aber zum Team stoßen. Bei Skerdilaid Curri (Infekt) und Fabian Müller (Knochenhautentzündung) stehen die Chancen auf einen Einsatz eher schlecht. Hingegen konnten Adli Lachheb (Infekt), Guido Kocer (muskuläre Beschwerden) und Kevin Schlitte (Zerrung im linken Oberschenkel) mit individuellem Training ihr Pensum von Tag zu Tag erhöhen, werden diesbezüglich dem Trainer zur Verfügung stehen. "Wir haben noch 180 Minuten zu spielen. In diesen beiden Partien müssen wir die letzten Kräfte mobilisieren und sicher auch ein Stück weit über unsere Grenzen hinaus gehen", blickt ein ehrgeiziger Kevin Schlitte voraus. Das Ziel dürfte somit jedem Spieler, der morgen mit dem Auer Trikot aufläuft, klar sein. "Wir haben alles selbst in der Hand und können auf keine Schützenhilfe hoffen", sagte Karsten Baumann und fügte an: "Der MSV wird uns nichts schenken und wir müssen vor der Kiste cooler werden."
Dementsprechend drückt vor allem im Angriff der Schuh, in den letzten vier Spielen gelang nur ein Treffer. Routinier Enrico Kern ist mit einem Kreuzbandriss langfristig außer Gefecht. Die Hoffnungen ruhen auf Ronny König, der mit acht Treffern erfolgreichster Auer ist, aber seit mehreren Wochen eine abnormale Ladehemmung hat. Nur fünf Mal erzielte Aue mehr als einen Treffer - allen anderen Teams gelang das häufiger. Aber auch hinten ist man durch zu viele Umstellungen nicht gerade sattelfest geblieben. Aue spielte erst sechs Mal zu Null - nur der FSV Frankfurt seltener (fünf Mal). 52 Gegentore sind zu viel des Guten. Im Gegensatz dazu kassierten die Zebras in den letzten acht Spielen nur einmal mehr als ein Gegentor, in drei der letzten vier Spiele behielt MSV-Keeper Wiedwald sogar die weiße Weste. Dennoch hat Duisburg mit einem Zu-Null-Spiel mehr auf dem Konto (7) auch nicht die Crème de la Crème im Abwehrverbund. Auch nach einem Rückstand erholten sich die Mannen von Oliver Reck nicht wirklich - 19 Mal lag die Elf des ehemaligen Nationaltorhüters mit 0:1 hinten, punktete dann nur fünf Mal (zwei Siege, drei Remis). Der FC Erzgebirge hingegen gewann vier Mal nach einem 0:1-Rückstand (nur St. Pauli häufiger), weitere vier Mal gab es dann noch ein Remis.
Zum Schiedsrichtergespann gibt es aus Veilchensicht nicht viel zu sagen. Marco Fritz aus Korb stand bisher in drei Partien im Mittelpunkt. Gewonnen hat der FCE keins davon. Im Premierenspiel verlor man zu Hause gegen Union Berlin mit 0:1, die anderen beiden gingen torlos in Ingolstadt und gegen Cottbus über die Bühne. An den Linien wird der ab 2012 neu auf die FIFA-Liste gesetzte Schiedsrichter von Rene Kunsleben (Hamm) und Wolfgang Walz (Pfedelbach) assistiert, Sven Jablonski (Bremen) fungiert als vierter Offizieller.
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