
Der FC Erzgebirge hat seine Negativserie von sieben Spielen ohne Sieg in
der 2. Bundesliga beendet. Zudem war es das dritte Spiel in dieser
Saison, welches Aue von einem Rückstand in eine Führung drehte und dies
zweimal in 90 spektakulären Minuten. Die 9.400 Zuschauer sahen dabei
einen packenden Abstiegskrimi, mit dem besseren Ende für die
Lila-Weißen. Nach verhaltenem Beginn schien die Partie nach 19 Minuten
allerdings in die falsche Richtung zu laufen. Der erste Angriff der
Gäste aus Bornheim schlug im Tor von Martin Männel ein: Gaus Flanke
landete haargenau auf den Kopf des lediglich 1,72 Meter großen Görlitz,
der sich auf seine Art bedankte. Zum Glück hatte Karsten Baumann in
seiner Heimspiel-Premiere das richtige Händchen bei seiner Startelf. Der
zuletzt vieles schuldig gebliebene Fabian Müller, heuer auf der rechten
Außenbahn zugegen, nutzte die Gelegenheit und versenkte nur eine
Zeigerumdrehung später den Ball zum 1:1-Ausgleich in die Maschen. Jetzt
war Leben im Spiel, und als dann Ronny König nach gut einer halben
Stunde nach Freistoßhereingabe von Guido Kocer sein sechstes Tor
einnickte, war dieses sogar gedreht. Die Freude währte jedoch nur kurz,
denn vorne konnte man gar nicht so viele Tore schießen, wie man sie
hinten eingeschenkt bekam. So brachte der Doppelpack durch Micanskis
Sololauf (41.) sowie Gledsons Kopfball (45.) die Frankfurter wieder in
Führung. Dem Ganzen die Krone auf setzte im positivem Sinne dann aber
Ronny König, der in der dritten Minute der Nachspielzeit per Drehschuss
erneut den Ausgleich schaffte. Wahnsinn, sechs Tore in einer Halbzeit -
ein Wechselbad der Gefühle schlechthin. Der zweite Spielabschnitt bot
ähnliche Szenen, nur fehlte es jetzt an der nötigen Präzision:
Heitmeiers Kopfball (49.) landete genauso wie Jan Hochscheidts
Linksschuss (52.) am Aluminium. Danach wurde es aber wieder Zeit für ein
Tor. Das Nachsetzen von Fabian Müller gegen Gledson war hierbei der
Ausgangspunkt für das vorentscheidende 4:3. Müller schnappte sich auf
der rechten Außenbahn das Leder, ging bis zur Grundlinie durch und
bediente anschließend Guido Kocer, der nur noch seinen linken Fuß zur
erneuten Auer Führung hinhalten musste (57.). Das Spiel blieb intensiv
und mit viel Kampf sowie auch Glück, die Möhlmann-Elf ließ zwei
glasklare Chancen in den letzten fünf Minuten ungenutzt, konnten die
Veilchen das Sechs-Punkte-Spiel für sich entscheiden und sprangen
zugleich vom Relegationsplatz hoch auf Rang 12.
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vom Spiel
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