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FSV Frankfurt - FC Erzgebirge Aue 'Passivität wird bestraft'

In einem Spiel, was keinen Sieger verdient hätte, war das späte Gegentor für den FC Erzgebirge so unnötig wie ein Kropf. Doch durch die Schlafeinlage drei Minuten vor Schluss kassierte die Baumann-Elf in fremden Gefilden eben die fünfte Niederlage in Folge. Dabei sahen die rund 450 mitgereisten Schlachtenbummler ihre Farben zunächst durchaus engagiert zur Sache gehen und hatten bereits nach vier Minuten den Torschrei auf den Lippen, als Halil Savran völlig frei vor FSV-Keeper Klandt auftauchte. Allerdings suchte der 27-jährige Stürmer, der zuletzt gegen Köln das 2:0 markierte, nicht selbst den Abschluss, sondern setzte den mitgelaufenen Guido Kocer in Szene, jedoch mit einem Pass der Marke Selbstsabotage, sodass Kocer quasi im Fallen und aus spitzen Winkel nur noch das Gebälk statt dem leeren Tor traf. In der Folge bot sich bei bestem Fußballwetter am Bornheimer Hang ein Zweitliga-Spiel der nüchternen Art, gefährliche Torchancen blieben lange Mangelware. Die zweite Hälfte bot ebenfalls wenig kreative Momente. Oliver Schröders Distanzschuss, den Klandt mit schöner Flugparade abwehren konnte (63.) war wie Starks Pfostenknaller (73.) auf der Gegenseite nur Strohfeuer. Die letzten zehn Minuten gestalteten die Frankfurter aber entschiedener und schafften damit den Lucky Punch. Roshis eher harmlos scheinende Hereingabe lenkte Kapllani mit der Fußspitze unhaltbar für Martin Männel ins linke untere Eck. Anschließend versuchten es die Veilchen noch mal mit der Brechstange, vergebens. So ein Spiel darf man eigentlich nicht verlieren, weiß auch FCE-Coach Karsten Baumann: “Wir waren 70 Minuten tonangebend, aber das Spiel geht nun einmal über 90 Minuten.”

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