FC Erzgebirge Aue - 1. FC Union Berlin 'Glück des Tüchtigen?'
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Über die spielerische Klasse ein Spiel zu gewinnen, war und ist in Aue sicherlich nicht der Weg des Erfolges. Vielmehr steht der unbedingte Wille, das Letzte aus sich herauszuholen im Vordergrund. Dies konnte man den lila Herren im mit nur 7.500 Zuschauern gefüllten Sparkassen-Erzgebirgsstadion in der Tat gutheißen. Allerdings wäre das Eigentor von Berlins Schönheim sieben Minuten vor Ultimo nicht gefallen, so wäre die Unzufriedenheit beim ohnehin mürrischen Bergvolk weiter gestiegen. Doch so kann man mit dem 1:1 mehr oder weniger eine leichte Verzögerung des Abwärtstrends sehen. Zudem war es nicht gerade von Vorteil, dass einer der berühmtberüchtigten Mattuschka-Freistöße bereits nach sieben Minuten die Vorlage zum Führungstreffer der Gäste aus Berlin sein wird. Torhüter Martin Männel kam zwar heran geflogen, um das Geschoss aus dem Fünfmeterraum zu boxen, übersah dabei Terodde, der sein 1. Saisontor locker einköpfte. Karsten Baumanns offensive Alles-oder-Nichts-Taktik mit drei nominellen Stürmern war damit beizeiten nach hinten losgegangen. Also auch noch Marc Hensel den Platz nach 33 Minuten räumen musste, um noch offensiver zu werden, konnte man erstmals ein deutliches Übergewicht der Hausherren verzeichnen. Mangelnde Torgefahr, durch zu viele fahrige Abschlüsse, gepaart mit der Nervosität aufgrund mangelndes Selbstvertrauen brachten aber die Ernüchterung, dass ein ideenreicher Spielmacher, um den nun aufgebauten Köpenicker Abwehrriegel zu knacken, in den Auer Reihen einfach fehlt. Eine Doppel-Chance von Halil Savran und Jakub Sylvestr (43.) hätte die Wende bringen können, doch zunächst parierte Unions Torhüter Haas, dann schaffte es Sylvestre nicht, den Ball per Kopf zu drücken. Nach dem Wechsel erhöhte der FC Erzgebirge den Druck, kreierte jedoch weiterhin keine zwingenden Aktionen. Wurde es dann doch gefährlich, war Haas zur Stelle: nach einer Stunde gegen Halil Savran und Ronny König und neun Minuten später gegen Thomas Paulus - bei Guido Kocer Querschuß, der nur knapp am langen Pfosten vorbeihuschte, wäre er aber machtlos gewesen (79.). Union reagierte nur noch, Aue rannte fast schon verzweifelt an. Und so bedurfte es der Aktion von Schönheim, der eine eher harmlose Könnecke Hereingabe ins eigene Tor grätschte. Nach zuletzt drei Pleiten endete durch die unfreiwillige Berliner Schützenhilfe die 388-minütige Torflaute der Veilchen, die weiter auf ihren zweiten Saisonerfolg warten und als Vorletzter auf einem Abstiegsplatz bleiben.Spielbericht
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