TSV 1860 München - FC Erzgebirge Aue 'Auswärtspunkt gut für die Moral'
Geschrieben von am Kategorien Spielbericht Noch keine Kommentare
“Wenn man sich in die Hosen scheißt, kann man nichts gewinnen”, belehrte Karsten Baumann vor Beginn der Montagspartie gegen den TSV 1860 München eindringlich seine Jungs. Und siehe da, zeigten die in komplett unschuldigem weiß spielenden Auer doch recht ansehnliche 90 Minuten, indem sie sogar durch das Tor von Jakub Sylvestr (51.), der das Interesse von Bundesligist Borussia Mönchengladbach geweckt haben soll, in Führung gegangen waren. Doch eine kurze Sättigung im Mannschaftsgefüge führte zum Ausgleich (66.) und wohl auch zu der Erkenntnis, dass man in der Allianz-Arena nichts geschenkt bekommt. Am Ende stand dann der erste Auswärtspunkt für die Veilchen aber auf festen Beinen, wenn auch saisonübergreifend man seit acht Spielen weiterhin auf einen Dreier in fremden Gefilden wartet. Jedenfalls überzeugte das Auftreten des FC Erzgebirge nach den Wackelanfangsminuten ohne Zweifel. Man verteidigte nicht nur kompakt, sondern suchte auch selbst den Weg zum gegnerischen Tor - was Kevin Schlittes Direktabnahme (14.), die gefährlichen Freistoßhereingaben von Jan Hochscheidt (8. / 18.), Marc Hensel Kopfball (39.) oder der Heber von Jakub Silvstr (41.) eindrucksvoll bewiesen. Die beste Möglichkeit in Durchgang eins besaß aber der Gastgeber: Stoppelkamp scheiterte per Kopfball an der Querlatte (35.). Nach der Pause versuchte Löwen-Urgestein Lauth sein Glück mit einem Fallrückzieher (48.). Drei Minuten später machte es Jakub Sylvestr auf der anderen Seite besser, als er nach Klasse Vorarbeit seines Kapitäns um 1860-Abwehrspieler Vallori tänzelte und mit rechts ins linke Eck zur Führung vollstreckte. Allerdings “ruhte” man sich auf den knappen Vorsprung aus und bekam nach einer ganzen Eckballstafette die Quittung durch Valloris Kopfballeinschlag (66.). Karsten Baumann sprach in dieser Zeit vom brutalen Druck der Löwen, der so schnell wie er gekommen war, bedingt durch den Ausgleich auch wieder verfloss. Die 2.000 mitgereisten Auer Fans unter den 17.600 Zuschauern sahen bis zum Schlusspfiff von Schiedsrichter Tobias Sieler zwei Mannschaften mit hochgeklapptem Visier und somit auch nur noch wenige Torraumszenen, wodurch die Punkteteilung mehr als gerecht erscheint.Spielbericht
Noch keine Kommentare