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FC Ingolstadt 04 - FC Erzgebirge Aue 'Auswärtsbock umgestoßen'

Es geschehen doch noch Wunder: Im letzten Auswärtsspiel der Hinrunde schafften die Veilchen endlich den ersehnten Dreier. Nach sieben - saisonübergreifend zehn - Partien in der Fremde ohne Sieg gelang beim FC Ingolstadt die Sensation mit einem 2:1-Erfolg. Die seit dem 25. März 2012 bestehende Negativserie wurde mit den Toren von Marc Hensel (19.) und Jan Hochscheidt (60.) endlich gestoppt. Der zwischenzeitliche Ausgleich kurz vor der Pause durch Leitls verwandelten Handelfmeter ist aus Sicht von Ersatz-Torhüter Stephan Flauder sicherlich ärgerlich, doch aufgrund der drei wichtigen Zähler im Abstiegskampf verschmerzbar. Vor den zunächst zwölf Minuten schweigenden 4.305 Zuschauer im Audi-Sportpark zeigte Aue mit guten Kombinationen aus einer sicheren Defensive heraus gute Spielanlagen und kamen nach 19 Minuten folglich auch verdient zur Führung. Ein Freistoß von Jan Hochscheidt wurde lang und länger, das Bein von Marc Hensel ebenfalls, sodass der Pistolero nun aus sechs Metern mit einer Mischung aus Spitze und Außenrist die Kugel unhaltbar für FCI-Keeper Özcan in die Maschen hämmerte. Allerdings verfielen die Veilchen nach der Führung zum Leidwesen von Aues Coach Karsten Baumann wieder in ihr altes Muster, zu tief zu stehen und sich im eigenen Strafraum vom Gegner einschnüren zu lassen. Zwar landete der Ball zum zweiten Mal im Tor der Hausherren, der Treffer von Jakub Sylvestr wurde aber wegen Abseitsstellung nicht gegeben (28.). Ansonsten gab es wenig Zählbares bis zur Pause. Und fast hätten die ersatzgeschwächten Auer die hauchdünne Führung in jene regelkonforme Spielunterbrechung gerettet, doch sollte Kevin Schlittes Abwehrversuch im Stile eines Volleyballers zum Ausgleich führen. Das Handspiel im eigenen Strafraum samt fälligen Elfmeter verwandelte FCI-Kapitän Leitl zum 1:1-Ausgleich (44.).
Der momentane Fünftplatzierte Ingolstadt kam wesentlich engagierter aus der Kabine und Aue, nun mit Mike Könnecke für den angeschlagenen Fabian Müller unterwegs, gelang es kaum noch, für Entlastung zu sorgen. Mit vereinzelten Konter schaffte die Lebensversicherung Jan Hochscheidt dennoch den Lucky Punch nach einer gespielten Stunde zu setzen. Sein sechster Saisontreffer nach herrlichem Doppelpass mit Jakub Sylvestr unterstrich die an diesem Mittwochabend gezeigte konsequente Chancenverwertung. Nach dem erneuten Rückstand drückten die Ingolstädter vehement auf den Ausgleich, der nach 72 Minuten auch gelang, doch zum Glück vom Unparteiischen Siebert wegen Schäfflers Schubser am klärenden René Klingbeil nicht anerkannt wurde. Am ersten Auswärtssieg von Erzgebirge Aue in der laufenden Saison gab es bis Spielende zum Glück nicht mehr zu rütteln.

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