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FC Erzgebirge Aue - SV Sandhausen 'Wohl schon im Winterschlaf?!'

Eigentlich hätte Erzgebirge Aue nach dem ersten Auswärtssieg der Saison in Ingolstadt heuer die drei Punkte mit dem vierten Heimerfolg vergolden müssen. Im Gegenteil, mit viel Dusel verhindert man die dritte Niederlage vor heimischem Publikum. Dabei sah es nach acht Minuten noch hoffnungsvoll aus, als Jan Hochscheidt von Mike Könnecke, der neben Ronny König und Thomas Paulus überraschend in der Startelf stand, im richtigen Zeitpunkt mustergültig bedient wurde und so der Blondschopf sein siebentes Saisontor über Gästekeeper Ischdonat zur frühen Führung in die Maschen lupfte. Beruhigend, aber wohl auch befriedigend lähmte das 1:0 kurzerhand das forsche Auftreten der Lila-Weißen, die sich weit zurückzogen und nur noch mit Kontern vereinzelt vor des Gegners Kasten kamen. Nichtsdestotrotz waren dieses Gegenstöße brandgefährlich, einzig die Chancenverwertung ließ erneut zu wünschen übrig. Der überraschte Ronny König (22.) und zweimal Jakub Sylvestr (14. / 31.) machten einfach nicht die zweite Bude. Dass sich so was im Fußball rächen kann, na klar: Erste Ecke Sandhausen und der Ausgleich durch SVS-Kapitän Löning (39.). Im zweiten Spielabschnitt hofften die 6.150 Zuschauer im verschneiten Erzgebirgsstadion nach einem Lattenknaller von Jan Hochscheidt (48.) und der gelb-roten Karte gegen Pischorn (50.) nun auf eine Reaktion ihrer Mannen. Doch diese kam nur vom dezimierten SVS: Aues Innenverteidiger Tobias Nickenig verbummelte den Ball, Löning sagte danke und flankte butterweich von der Grundlinie in die Mitte, wo Fießer unbedrängt einköpfen konnte (62.). Kreisklasse lässt grüßen. Nun ging gegen die dicht gestaffelten Gäste das Gestocher von Aue noch wilder zu, die Saison-Minuskullisse wurde mehr und mehr ungehalten. Erst ein Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Benjamin Cortus zehn Minuten vor Schluss rettete die weihnachtliche Stimmung etwas: Thomas Paulus verwandelte souverän zum 2:2. Da auch Marc Hensels Kopfball fünf Minuten vor Ultimo nicht den Weg ins Tor fand, blieb es bei der Punkteteilung, die beiden Mannschaften im Kampf gegen den Abstieg nicht groß weiterhilft. Die Veilchen beenden die Hinrunde daher mit drei Zählern Vorsprung auf Sandhausen auf dem 13. Tabellenplatz.

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