
Wie weit der Auer Fußball gesunken ist, sah man heute auch an der Saisonminuskulisse von nur 5.500 Zuschauern. Es war zugleich die schlechteste Besucherresonanz im heimischen Stadion seit fast zehn Jahren! Und das hat sicherlich nicht nur mit den Witterungsbedingungen zu tun. Was die Ballerinas nach dem Führungstreffer von Marc Hensel (10.), der eine von links geschlagene Kastrati-Hereingabe mit vollem Einsatz ins lange Eck köpfte, zeigten, spottete jeder Beschreibung. Kämpferisch hat die erneut umgebaute Baumann-Elf gegenüber den vergangenen drei sieglosen Spielen zwar eine Schippe drauflegen können, auch läuferisch ist manch einer aus sich herausgegangen, doch wenn Laufwege nicht stimmen, die Verbindung zwischen den Mannschaftsteilen nur auf dem Papier allgegenwärtig sind, verpufft der enorme Aufwand schlagartig und der Gegner kommt immer besser in Spiel. So auch Aalen, das seit sechs Auswärtspartien nun ungeschlagen (vier Remis, zwei Siege) ist und mit den Doppelaluminiumtreffer von Klauß in Minute 18 eindrucksvoll bewies, wie einfach Fußball funktionieren kann. Die Veilchen reagierten fortan nur noch, machten aus ihren wenigen Chancen, wie der Konter von Flamur Kastrati (29.), zu wenig. 3:10 Ecken runden die Sache ab - in einem Heimspiel wohlgemerkt. Durch das abermals konzeptlose Auftreten ersehnte man sich nur noch der Schlusssirene, um wenigstens einen Punkt im neuen Jahr sein Eigen nennen zu dürfen, da einmal mehr ein individueller Fehler zum Gegentor führte. Vorne vertändelte man den Ball, ein langer Pass zum alleingelassenen Klauß und Ausgleich, welcher durchaus hochverdient war, denn der VfR zeigte sich spritziger, präziser und auch in fast allen anderen Belangen einen Tick besser. Eigentlich das, was man von den Veilchen derzeit am meisten vermisst.
SpielberichtFotos vom Spiel
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