Alemannia Aachen - FC Erzgebirge Aue 'Vorschau'
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Die Alemannia aus Aachen bestreitet am Sonntag ihr 1004. Spiel in der 2.
Bundesliga - eine Marke, die kein anderer Verein bisher erreicht hat.
Irrsinnige 402 Siege und 1.475 Tore hat der Erstplatzierte in der Ewigen
Tabelle vorzuweisen. Nur Fortuna Köln (1.589 Tore) konnte noch häufiger
jubeln. Die Geschichte des Vereins begann schon früh mit Rekorden: 1967
gelang den Aachenern der Aufstieg in die höchste Spielklasse. Im zweiten
Jahr wurden sie sensationell Vize-Meister hinter dem FC Bayern. In der
folgenden Saison stieg Aachen überraschend als Tabellenletzter ab und
musste 36 Jahre lang - bis zur Spielzeit 2005/06 - auf den
Wiederaufstieg warten. Ein Jahr später ging es allerdings sofort wieder
runter. 2009/10 rettete die Stadt den Verein mit einer Bürgschaft vor
dem drohenden Lizenzentzug. Die finanziellen Probleme waren durch nicht
kalkulierte Kosten beim Bau des 2009 eröffneten Neuen Tivoli entstanden.
Alemannia muss jährlich fünf Millionen Euro für das neue Stadion
aufbringen. Auch sportlich steht der Verein nicht auf gesunden Füssen.
Das 28. Zweitligajahr begann durch vier Niederlagen und drei Remis
mit dem schlechtesten Saisonstart der Clubgeschichte. Zehn Mal hielten
sie die rote Laterne in der Hand und konnten neben sieben Unentschieden
und acht Niederlagen erst zwei Saisonsiege feiern: zu Hause gegen den FC
Ingolstadt (3:1) und zuletzt beim Karlsruher SC (1:0) - allesamt im
Tabellenkeller anzutreffen. Wenigstens gegen die direkten Konkurrenten
konnte gepunktet werden, möge man meinen. Doch seit dem Wechsel von
Trainer Peter Hyballa zu Friedhelm Funkel geht es bei der Alemannia
aufwärts. In den letzten drei Heimspielen blieb man sogar ungeschlagen.
Obendrein gelang Aachen in den vergangenen vier Partien immer mindestens
zwei Treffer, erzielte damit insgesamt bereits ein Tor mehr als die
Unsrigen (14), nur noch Rostock traf weniger (11). Daher ist Friedhelm
Funkel von den Qualitäten seiner Stürmer Auer, Radu und Co. überzeugt.
Vor allem der 34-jährige Radu, der in vier Spielen hintereinander
getroffen hatte und damit bester TSV-Knipser ist, zeigte sein Können
beim 1:1-Ausgleich gegen 1860 München. Eine Flanke von Falkenberg
veredelte der Rumäne mit einem Fallrückzieher ins lange Eck. Nach Auers
Hackentor letzten Monat in Frankfurt gab wieder ein Aachener Stürmer
eine Bewerbung für das Tor des Monats ab. Am Ende reichte es trotzdem
gegen die Löwen aus München “nur” zu einer Punkteteilung, die aber mit
zweimaligem Wettmachen eines Rückstandes hoch angerechnet werden muss.
"Ich glaube schon, dass die Mannschaft gefestigter auftritt und selbstbewusster spielt. Und“, betont der 57-jährige Trainer, ”wir schießen wieder mehr Tore." Unter Hyballa trafen die Alemannen in sieben Spielen nur ein einziges Mal (0,14-mal pro Spiel), unter Funkel hat sich die Quote auf 1,4 erhöht. Fünf Treffer davon gingen auf das Konto der Defensivkräfte Demai (2), Feisthammel (2) und Olajengbesi (1). Den Rest samt Eigentor erledigten die Offensiven Radu (4), Sibum (1), Odonkor (1) und Auer (3), der allerdings noch keines seiner sechs Zweitligaspiele gegen Aue gewann (zwei Remis und vier Niederlagen mit Aachen, Kaiserslautern und Mainz) - nebenbei erzielte er gegen den FC Erzgebirge auch noch nie ein Tor. Es gibt für alles ein erstes Mal, und man muss halt positiv denken, weiß auch Funkel. Der neue Coach geht daher auch fest davon aus, "dass Aachen in der Rückserie wesentlich mehr Punkte holt als in der Hinrunde" und damit dann der Klassenerhalt gelingen sollte.
Bei Aue versucht man anscheinend den gleichen Weg zu gehen und hofft auf eine gute Rückrunde. Das bisher Gezeigte lässt es zumindest vermuten. Die Veilchen, die seit dem 3. Spieltag in der unteren Tabellenhälfte stehen, gewannen nur eines der letzten sieben Spiele - vier der letzten fünf Partien gingen sogar verloren. Mit 6:0 wurde der FC Erzgebirge am vergangenen Wochenende in Bochum regelrecht aus dem Stadion geprügelt. Es war neben Cottbus (28.11.10) die bislang höchste Zweitniederlage in der Auer Vereinsgeschichte. "Das war ein Offenbarungseid", erklärte Angreifer Ronny König sofort nach dem Spiel. Gegen Aachen soll angesichts des schmelzenden Vorsprungs auf die Abstiegsränge vor allem die in der Hinrunde oftmals schwache Defensive stabilisiert werden. Nur in vier Spielen blieben die Lila-Weißen ohne Gegentor. Letztmalig am 10. Spieltag gegen Hansa Rostock. "Das können wir uns so nicht mehr lange leisten", sagte Rico Schmitt, dessen Team bei einer erneuten Niederlage noch mehr in den Abstiegsstrudel hineingerät. Erfreuliches gibt es in Hinblick auf die Bilanz gegeneinander, denn da stehen mit 5:1 gleich zwei der drei höchsten Auswärtssiege für die Veilchen zu Buche: Am 17. April 2011 und am 27. Februar 2005 gewann der FCE auf dem Tivoli jeweils mit 5:1 - 2004 gab es bei RW Essen ebenfalls ein 5:1. Das Hinrundenspiel ging mit 1:0 für die Guten aus, es war der dritte Sieg infolge gegen die Aachener Mannschaft. Ansonsten holten die Veilchen in 11 Zweitligapartien stolze 19 Punkte (6S-1U-4N) bei einem Torverhältnis von 19:12.
Für das Sonntagsspiel wurde die 32-jährige Bibiana Steinhaus aus Hannover nominiert. Die erste Schiedsrichterin im deutschen Profifußball leitet bisher zwei Partien mit Auer Beteiligung. Allesamt gingen mit einem Remis zu Ende. In der Saison 2002/03 der Regionalliga Nord gab es ein 2:2 beim Chemnitzer FC und zu Hause gegen den VfR Aalen sorgte eine Nullnummer in der Drittligapartie vom 16. August 2008 ebenfalls für eine Punkteteilung. Holger Henschel und Thomas Gorniak unterstützen die Polizeibeamtin an den Linien. Timo Gerach sorgt für Ordnung in den Coachingzonen.
"Ich glaube schon, dass die Mannschaft gefestigter auftritt und selbstbewusster spielt. Und“, betont der 57-jährige Trainer, ”wir schießen wieder mehr Tore." Unter Hyballa trafen die Alemannen in sieben Spielen nur ein einziges Mal (0,14-mal pro Spiel), unter Funkel hat sich die Quote auf 1,4 erhöht. Fünf Treffer davon gingen auf das Konto der Defensivkräfte Demai (2), Feisthammel (2) und Olajengbesi (1). Den Rest samt Eigentor erledigten die Offensiven Radu (4), Sibum (1), Odonkor (1) und Auer (3), der allerdings noch keines seiner sechs Zweitligaspiele gegen Aue gewann (zwei Remis und vier Niederlagen mit Aachen, Kaiserslautern und Mainz) - nebenbei erzielte er gegen den FC Erzgebirge auch noch nie ein Tor. Es gibt für alles ein erstes Mal, und man muss halt positiv denken, weiß auch Funkel. Der neue Coach geht daher auch fest davon aus, "dass Aachen in der Rückserie wesentlich mehr Punkte holt als in der Hinrunde" und damit dann der Klassenerhalt gelingen sollte.
Bei Aue versucht man anscheinend den gleichen Weg zu gehen und hofft auf eine gute Rückrunde. Das bisher Gezeigte lässt es zumindest vermuten. Die Veilchen, die seit dem 3. Spieltag in der unteren Tabellenhälfte stehen, gewannen nur eines der letzten sieben Spiele - vier der letzten fünf Partien gingen sogar verloren. Mit 6:0 wurde der FC Erzgebirge am vergangenen Wochenende in Bochum regelrecht aus dem Stadion geprügelt. Es war neben Cottbus (28.11.10) die bislang höchste Zweitniederlage in der Auer Vereinsgeschichte. "Das war ein Offenbarungseid", erklärte Angreifer Ronny König sofort nach dem Spiel. Gegen Aachen soll angesichts des schmelzenden Vorsprungs auf die Abstiegsränge vor allem die in der Hinrunde oftmals schwache Defensive stabilisiert werden. Nur in vier Spielen blieben die Lila-Weißen ohne Gegentor. Letztmalig am 10. Spieltag gegen Hansa Rostock. "Das können wir uns so nicht mehr lange leisten", sagte Rico Schmitt, dessen Team bei einer erneuten Niederlage noch mehr in den Abstiegsstrudel hineingerät. Erfreuliches gibt es in Hinblick auf die Bilanz gegeneinander, denn da stehen mit 5:1 gleich zwei der drei höchsten Auswärtssiege für die Veilchen zu Buche: Am 17. April 2011 und am 27. Februar 2005 gewann der FCE auf dem Tivoli jeweils mit 5:1 - 2004 gab es bei RW Essen ebenfalls ein 5:1. Das Hinrundenspiel ging mit 1:0 für die Guten aus, es war der dritte Sieg infolge gegen die Aachener Mannschaft. Ansonsten holten die Veilchen in 11 Zweitligapartien stolze 19 Punkte (6S-1U-4N) bei einem Torverhältnis von 19:12.
Für das Sonntagsspiel wurde die 32-jährige Bibiana Steinhaus aus Hannover nominiert. Die erste Schiedsrichterin im deutschen Profifußball leitet bisher zwei Partien mit Auer Beteiligung. Allesamt gingen mit einem Remis zu Ende. In der Saison 2002/03 der Regionalliga Nord gab es ein 2:2 beim Chemnitzer FC und zu Hause gegen den VfR Aalen sorgte eine Nullnummer in der Drittligapartie vom 16. August 2008 ebenfalls für eine Punkteteilung. Holger Henschel und Thomas Gorniak unterstützen die Polizeibeamtin an den Linien. Timo Gerach sorgt für Ordnung in den Coachingzonen.
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