Dynamo Dresden - FC Erzgebirge Aue 'Vorschau'
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Zum insgesamt 79. Mal stehen sich der FC Erzgebirge Aue und Dynamo
Dresden in einem Pflichtspiel gegenüber. Das letzte Aufeinandertreffer
beider Traditionsmannschaften ging an einem Mittwochabend im März 2010
durch die Tore von Eric Agyemang und Jan Hochscheidt mit einem
2:0-Heimerfolg der Veilchen über die Bühne. Zuvor blieb man gegen die
Dresdner Sportgemeinschaft allerdings drei Spiele (3. Liga) nacheinander
sieglos. Zu DDR-Zeiten gab es 58 Oberligaduelle: Die Bilanz spricht mit
31 Siegen klar für Dresden, Aue hingegen konnte sich damals nur zwölf
Mal durchsetzen, 15 Partien gingen remis. Dagegen liegen die Zahlen in
der 2. Bundesliga zu Vorteilen beim FC Erzgebirge. In bislang vier
Duellen siegten drei Mal die Lila-Weißen, ein Mal Schwarz-Gelb.
Die Ausgangslage hat sich jedoch aus Auer Sicht verändert. War man
in den vergangenen elf Begegnungen bis auf den 38. Spieltag der Saison
2008/09 (12. gegen 10.) immer als Besserplatzierter ins Rennen gegangen,
so kommt es am Sonntag, erneut mit Platz 12 für Aue gegen den Zehnten
aus Dresden, zu einem disparaten Schlagabtausch. Dynamo hat zuletzt vier
Meisterschaftsspiele nicht verloren, musste aber zuletzt beim
heimstärksten Zweitligateam, Fortuna Düsseldorf, die Punkte lassen.
Dennoch hat der kommende Gastgeber immer noch mit der großen Fluktuation
im Kader zu kämpfen: 13 Spieler, darunter die Aufstiegsgaranten Esswein,
Hübener, Röttger und Schahin, hatten den Verein verlassen, 16 neue waren
gekommen. Trainer Ralf Loose, der am 12. April 2011 Matthias Maucksch
auf der Dresdener Trainerbank ablöste, musste sich was einfallen lassen:
"Deshalb war es umso wichtiger, nur Spieler zu verpflichten, von denen
wir auch hundertprozentig überzeugt sind und die sich mit unserem
vergleichsweise geringen Budget auch finanzieren lassen. Wir mussten uns
auf Neuzugänge konzentrieren, die bei ihren bisherigen Vereinen nicht
besonders glücklich waren, wie etwa Fort, Heller oder Trojan. Oder wir
mussten uns im Ausland umschauen, wie etwa bei Poté, Gueye, Brégerie,
Subasic oder Papadopoulos", meinte der 48-Jährige, der fest überzeug
ist, den Klassenerhalt mit den zahlreichen späten Verpflichtungen zu
schaffen.
Die zusammengewürfelte Loose(r)-Truppe, gespickt mit Einzelqualitäten, traf in den letzten acht Partien immer - eine längere Torserie gab es für Dynamo in der 2. Liga noch nie. Hinzu kommen sechs Tore nach einem Freistoß - Ligaspitze. Auch Dynamos Defensive zeigt sich mit fünf Buden sehr treffsicher. Mit insgesamt elf unterschiedlichen Torschützen, die zusammen 25 Tore erzielten, sind die Landeshauptstädter nicht nur schwer ausrechenbar, sondern rangieren dadurch auf Rang sechs der torgefährlichsten Mannschaften. Die Veilchen belegen hier den drittletzten Rang. Denn nur Aachen und Rostock haben weniger Tore erzielt als die Veilchen, welche im Schnitt nicht einmal ein Tor pro Spiel (elf in 14 Partien) bewerkstelligen konnten - das gab es zu diesem Zeitpunkt der Saison in der Auer Zweitliga-Vereinsgeschichte noch nie. Sechs Mal blieb man sogar torlos, nur zwei Mal gelang mehr als ein Treffer. Das mag auch an den wenigsten Großchancen liegen, nur zwölf Mal erspielte man sich eine hundertprozentige Möglichkeit. Auch die eher harmlosen Standardsituationen, drei Tore nach ruhenden Bällen (nur Bochum erzielte weniger), passen ins Bild. Ein Grund mehr warum die Veilchen aus den letzten vier Partien nur einen Punkt holten und seit dem 3. Spieltag in der unteren Tabellenhälfte festsitzen, auch wenn man bei einem Dreier in der Glücksgas-Arena in der Tabelle nach Punkten mit Dresden gleichziehen könnte.
Klar gibt es auch Begebenheiten, wo der FC Erzgebirge Aue im Vergleich zu den Fahrradbeleuchtern besser aufgestellt ist. Die Gegenüberstellung der gefressenen Tore zum Beispiel, da hat die Elf von Trainer Rico Schmitt mit 20 Gegentreffern die Nase vorn - Dynamos Abwehrreihe gehört mit 24 Einschlägen zu den vier schlechtesten der Liga. Nur der KSC und Ingolstadt ließen mehr Gegentore nach ruhenden Bällen zu als Dresden (zehn) und kein Team kassierte mehr Gegentore im Anschluss an einen Eckball (sechs). Außerdem sollten die Dresdener noch daran arbeiten, ihre Konzentration bis zum Abpfiff hochzuhalten: Neun Gegentore in der Schlussviertelstunde sind Ligaspitze. Erzgebirge Aue hat zwar nur fünf im selben Abschnitt vorzuweisen, doch muss das Team von Rico Schmitt defensiv ebenfalls nachgebessert werden, da Aue von allen Teams den Gegnern die meisten Torschüsse (237) gestattete und obendrein die meisten Weitschuss-Gegentore (sieben) hinnehmen musste. Unglücklicherweise wird die Rotsperre von Innenverteidiger Adli Lachheb nicht für eine Verbesserung dieses Zustandes sorgen. Allgemein könnte die eh noch nicht gefundene Stammformation fortwährend rotieren, da sich mit Pierre Le Beau, Marc Hensel und Tobias Kempe drei Akteure mit vier Gelben Karten kurz vor einer Zwangspause befinden.
Damit wäre eigentlich für die inoffizielle Sachsen-Meisterschaft alles gesagt. Im ausverkauften Stadion werden rund 2.200 Fans aus Aue erwartet. Die üblichen Vorkehrungen wie ein Alkoholverbot und die Trennung der Fans durch Pufferblöcke sind eingeplant. Der Schiedsrichter für das Sicherheitsspiel steht auch schon fest. Florian Meyer aus Burgdorf darf seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Anlass zur Sorge besteht aus Auer Sicht nur bedingt. In sechs Partien mit lila-weißer Beteiligung sorgten drei Remis (0:0 Essen, 1:1 Oberhausen und 0:0 bei 1860) für eine Punkteteilung, im Heimspiel gegen Offenbach ging man durch ein 2:1 als Sieger vom Platz und zwei Mal (1:0 in Aachen, 0:2 gegen Hertha) zog Aue den Kürzeren. Dem 42-jährigen Kanzleileiter assistieren an den Linien Christoph Bornhorst (Damme) und Thomas Frank (Hannover). Vierter Offizieller ist Rene Rohde (Rostock).
Die zusammengewürfelte Loose(r)-Truppe, gespickt mit Einzelqualitäten, traf in den letzten acht Partien immer - eine längere Torserie gab es für Dynamo in der 2. Liga noch nie. Hinzu kommen sechs Tore nach einem Freistoß - Ligaspitze. Auch Dynamos Defensive zeigt sich mit fünf Buden sehr treffsicher. Mit insgesamt elf unterschiedlichen Torschützen, die zusammen 25 Tore erzielten, sind die Landeshauptstädter nicht nur schwer ausrechenbar, sondern rangieren dadurch auf Rang sechs der torgefährlichsten Mannschaften. Die Veilchen belegen hier den drittletzten Rang. Denn nur Aachen und Rostock haben weniger Tore erzielt als die Veilchen, welche im Schnitt nicht einmal ein Tor pro Spiel (elf in 14 Partien) bewerkstelligen konnten - das gab es zu diesem Zeitpunkt der Saison in der Auer Zweitliga-Vereinsgeschichte noch nie. Sechs Mal blieb man sogar torlos, nur zwei Mal gelang mehr als ein Treffer. Das mag auch an den wenigsten Großchancen liegen, nur zwölf Mal erspielte man sich eine hundertprozentige Möglichkeit. Auch die eher harmlosen Standardsituationen, drei Tore nach ruhenden Bällen (nur Bochum erzielte weniger), passen ins Bild. Ein Grund mehr warum die Veilchen aus den letzten vier Partien nur einen Punkt holten und seit dem 3. Spieltag in der unteren Tabellenhälfte festsitzen, auch wenn man bei einem Dreier in der Glücksgas-Arena in der Tabelle nach Punkten mit Dresden gleichziehen könnte.
Klar gibt es auch Begebenheiten, wo der FC Erzgebirge Aue im Vergleich zu den Fahrradbeleuchtern besser aufgestellt ist. Die Gegenüberstellung der gefressenen Tore zum Beispiel, da hat die Elf von Trainer Rico Schmitt mit 20 Gegentreffern die Nase vorn - Dynamos Abwehrreihe gehört mit 24 Einschlägen zu den vier schlechtesten der Liga. Nur der KSC und Ingolstadt ließen mehr Gegentore nach ruhenden Bällen zu als Dresden (zehn) und kein Team kassierte mehr Gegentore im Anschluss an einen Eckball (sechs). Außerdem sollten die Dresdener noch daran arbeiten, ihre Konzentration bis zum Abpfiff hochzuhalten: Neun Gegentore in der Schlussviertelstunde sind Ligaspitze. Erzgebirge Aue hat zwar nur fünf im selben Abschnitt vorzuweisen, doch muss das Team von Rico Schmitt defensiv ebenfalls nachgebessert werden, da Aue von allen Teams den Gegnern die meisten Torschüsse (237) gestattete und obendrein die meisten Weitschuss-Gegentore (sieben) hinnehmen musste. Unglücklicherweise wird die Rotsperre von Innenverteidiger Adli Lachheb nicht für eine Verbesserung dieses Zustandes sorgen. Allgemein könnte die eh noch nicht gefundene Stammformation fortwährend rotieren, da sich mit Pierre Le Beau, Marc Hensel und Tobias Kempe drei Akteure mit vier Gelben Karten kurz vor einer Zwangspause befinden.
Damit wäre eigentlich für die inoffizielle Sachsen-Meisterschaft alles gesagt. Im ausverkauften Stadion werden rund 2.200 Fans aus Aue erwartet. Die üblichen Vorkehrungen wie ein Alkoholverbot und die Trennung der Fans durch Pufferblöcke sind eingeplant. Der Schiedsrichter für das Sicherheitsspiel steht auch schon fest. Florian Meyer aus Burgdorf darf seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Anlass zur Sorge besteht aus Auer Sicht nur bedingt. In sechs Partien mit lila-weißer Beteiligung sorgten drei Remis (0:0 Essen, 1:1 Oberhausen und 0:0 bei 1860) für eine Punkteteilung, im Heimspiel gegen Offenbach ging man durch ein 2:1 als Sieger vom Platz und zwei Mal (1:0 in Aachen, 0:2 gegen Hertha) zog Aue den Kürzeren. Dem 42-jährigen Kanzleileiter assistieren an den Linien Christoph Bornhorst (Damme) und Thomas Frank (Hannover). Vierter Offizieller ist Rene Rohde (Rostock).
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